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Anonym
Beiträge: 22827
8. Jan 2004, 17:05
Beitrag #1 von 7
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Überduck-Informationen erhalten?


Hallo,

ich arbeite mit dem Distiller 6 und mir ist im Menüpunkt "Erweitert" in den Settings folgende Einstellung nicht ganz klar:

-Einstellungen für überdrucken beibehalten --> ist mir klar ;-)
-Überduckstandart ist nicht null --> ???

Beim Distiller 5 hieß das doch "Illustrator-Überdruckmodus", oder?

Die Hilfe im Distiller fand ich nicht so aufschlussreich.

Ich möchte komplett neutrale (aussparende (auch schwarz)) PDFs erstellen, die ich später mit Supertrap weiterbearbeite. Dort habe ich auch festgelegt, ab wann schwarz überdrucken soll. Ich möchte das nicht in Quark definieren. Weiterer Workflow: Delta 7.5 inRip sep.

Vielen Dank,

Marcus. Top
 
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
8. Jan 2004, 17:14
Beitrag #2 von 7
Beitrag ID: #64764
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Überduck-Informationen erhalten?


Hallo Marcus,

die Distiller-Optionen "Illustrator-Überdruckmodus" (Distiller 5) und "Überdruckstandard ist nicht Null" (Distiller 6) sind tatsächlich identisch.
Da der Illustrator-Überdruckmodus (OPM) nur dann greift, wenn das normale Überdrucken aktiviert ist UND die überdruckende Farbe eine DeviceCMYK-Farbe ist, reicht es in Ihrem Fall die Option "Einstellungen für Überdrucken beibehalten" zu deaktivieren.

Die Akhängigkeit beider Optionen voneinander erkennen Sie ja auch daran, dass die Option "Überdruckstandard ist nicht Null" ausgegraut und damit inaktiv ist, sobald "Einstellungen für Überdrucken beibehalten" deaktiviert wird.

Das pauschale Entfernen alle Überdruckeneinstellungen kann übrigens gefährlich werden, wenn Sie mit speziellen Sonderfarben-Objekten im Layout arbeiten (z.B. Stanzkonturen oder Drucklackierung) oder wenn verflachte Transparenzen aus einem der Adobe Layoutprogramme in Ihren Daten enthalten sind. Nur so ein Hinweis.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
Beiträge: 22827
8. Jan 2004, 17:23
Beitrag #3 von 7
Beitrag ID: #64768
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Überduck-Informationen erhalten?


Hallo Robert,

mal wieder vielen Dank für die Antwort.

Stanzformen oder partielle Lackformen lege ich immer als Vollton an, den ich dann mit Supercolor als überdruckend definiere.
Bei flachen Transparenzen ist doch schon alles verrechnet. Bei PDF 1.3 spielt das doch eh keine Rolle, oder?

Gruß,

Marcus.
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
8. Jan 2004, 17:28
Beitrag #4 von 7
Beitrag ID: #64769
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Überduck-Informationen erhalten?


Doch, dies spielt eine Rolle. Eben gerade verflachte Dateien arbeiten oft mit "unkonventionellen" Überdruckeinstellungen, um die fehlende Transparenz zu simulieren.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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Robert Zacherl p
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8. Jan 2004, 17:29
Beitrag #5 von 7
Beitrag ID: #64770
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Überduck-Informationen erhalten?


Markus,

richtig, die Transparenzen sind bereits verflacht, aber ein Resultat dieser Verflachung ist unter Umständen, dass Objekt-Sandwiches aus sich überdruckenden Objekten entstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
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8. Jan 2004, 17:37
Beitrag #6 von 7
Beitrag ID: #64773
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Überduck-Informationen erhalten?


Das mit den Objekt-Sandwiches wusste ich nicht.
Ist es dann durchaus sinnvoller, in Quark bei den Überfüllungsvorgaben global alles auf aussparen zu stellen und im Distiller die Überduckinformation beizubehalten? Leider habe ich mit InDesign noch nicht viel Erfahrung, ob es dort auch so eine Einstellung gibt, da fast alle unserer Kunden mit Quark arbeitet.

Oder widerspreche ich mir da gerade selbst?

Gruß,

Marcus.
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
8. Jan 2004, 17:51
Beitrag #7 von 7
Beitrag ID: #64778
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Überduck-Informationen erhalten?


Markus,

das ist jetzt meine persönliche Meinung, aber ich würde mich nicht trauen im Distiller pauschal das Überdrucken zu ignorieren.

Entweder Sie gewöhnen Ihrem Layoutprogramm ab selbst zu überdrucken (dann bleiben aber evtl. immer noch überdruckende Objekte innerhalb der platzierten EPS und PDF-Dateien übrig), oder Sie arbeiten zumindest bei der Konvertierung von Dateien in denen potentiell verflachte Transparenzen enthalten sind, mit einer anderen Distiller-Konfiguration, die die Überdrucken-Einstellungen beibehält. Da aber so ein Dokument nicht unbedingt aus Adobe InDesign oder Adobe Illustrator selbst stammen muss, sondern auch eine aus diesen Programmen exportierte EPS- oder PDF-Datei sein könnte, die in einem anderen Layoutprogramm platziert wurde, können Sie heute als Dienstleister nie ganz sicher sein, ob nun verflachte Transparenz in den Kundendaten drinsteckt oder nicht.

Und aus diesen Gründen käme für mich nur das Beibehalten des Überdruckens im Distiller in Frage. Zu Zeiten vor Adobe Illustrator 9 und Adobe InDesign 2 (mit denen echte Transparenz eingeführt wurde) hätte ich Ihnen als Heidelberg Supertrap-Anwender aber vielleicht noch zugestimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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