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Anonym
Beiträge: 22827
12. Mär 2003, 14:08
Beitrag #1 von 8
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Übergriffe in PDF's


hallo zusammen
kann mir jemand sagen wie ich ein pdf mit übergriffe erstellen muss

mfg
adriano

a.acki@bluewin.ch

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Oliver Wendtland S
Beiträge: 726
12. Mär 2003, 14:56
Beitrag #2 von 8
Beitrag ID: #27849
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Übergriffe in PDF's


HÄ? Meinst Du vielleicht Anschnitt/Beschnitt?
Sollte bereits in der PostScript-Datei angegeben
sein, d.h. in dem Layoutprogramm.
Quasistandard sind 3mm ringsum...


Oliver Wendtland
Druckerei und Verlag
H. Bösmann GmbH
Detmold
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Ich habe mich nicht verirrt. Ich bin nur ... richtungsmäßig herausgefordert.
als Antwort auf: [#27842] Top
 
Michel Mayerle
Beiträge: 1047
12. Mär 2003, 16:09
Beitrag #3 von 8
Beitrag ID: #27858
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Übergriffe in PDF's


Hallo zusammen

Uebergriff ist ein anderer Ausdruck für Trapping/Ueberfüllungen. Da gibt es mehrere Möglichkeiten, wie diese erzeugt werden können.

Möglichkeit Nr. 1
Mit InDesign kann im Druckdialog durch das Drucken mit der Distiller PPD und das Verwenden einer InRIP-Separation direkt eine getrappte PostScript-Datei geschrieben werden, die anschliessend zu PDF konvertiert werden kann. (richtige Joboption vorausgesetzt)

Andererseits könnte mit einem geeigneten PlugIn wie Supertrap von Heidelberg das Trapping auf PDF-Basis erfolgen.

Als letzte Möglichkeit gäbe es noch das Verwenden eines In-RIP-Trappings, wobei in diesem Falle das Trapping erst im RIP nachgesteuert wird.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
InDesign- und PDF-Integration
als Antwort auf: [#27842] Top
 
Uwe Laubender S
Beiträge: 3748
13. Mär 2003, 11:58
Beitrag #4 von 8
Beitrag ID: #27951
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Übergriffe in PDF's


Hallo Michel!

Bist Du sicher, daß Du mit InDesign ein getrapptes PS-File erzeugen kannst? Glaube ich nicht. Du kannst nur die InRIP-Trapping-Funktion des PostScript-RIPs steuern (so denn sie vorhanden ist/ziemlich teure RIP-Option).

Ausschließlich mit Heidelbergs SuperTrap gelingt es echte Trappings in einen speziellen Layer der PDF-Datei abzulegen.

Gruß,

Uwe Laubender
als Antwort auf: [#27842] Top
 
Oliver Wendtland S
Beiträge: 726
13. Mär 2003, 12:00
Beitrag #5 von 8
Beitrag ID: #27952
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Übergriffe in PDF's


Kann man doch leicht prüfen:
PS erstellen, distillen, Überdruckenvorschau in Acrobat.
Hab gerade keine Zeit das zu prüfen...

Oliver Wendtland
Druckerei und Verlag
H. Bösmann GmbH
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Ich habe mich nicht verirrt. Ich bin nur ... richtungsmäßig herausgefordert.
als Antwort auf: [#27842] Top
 
Uwe Laubender S
Beiträge: 3748
13. Mär 2003, 12:14
Beitrag #6 von 8
Beitrag ID: #27954
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Übergriffe in PDF's


@Oliver Wendtland

Also, rein logisch betrachtet, auch ohne direkte Überprüfung, kann InDesign KEINE dem IRT vergleichbare Funktion enthalten, die bereits das Trapping in das PS-File schreibt. Dazu müßte InDesign einen vollständigen PostScript-Interpreter enthalten, der auch noch PDF-RIP dazu ist.

InDesign ist aber sehr wohl in der Lage Befehle für das IRT, das im RIP installiert sein muß, dem PostScript beizufügen, sodaß der Belichtungs-Operator nur das IRT zur Verfügung stellen muß, aber selbst keinen Einfluß auf das Trapping-Ergebnis nehmen kann.

Gruß,

Uwe Laubender
als Antwort auf: [#27842] Top
 
Michel Mayerle
Beiträge: 1047
13. Mär 2003, 21:52
Beitrag #7 von 8
Beitrag ID: #28047
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Übergriffe in PDF's


Hallo zusammen

InDesign kann einerseits on Host PostScript-Files mit Ueberfüllungen erzeugen. Das geht zum Beispiel bei vorseparierten
Dateien, oder wie beschrieben durch das Ansteuern eines InRIP-Trappings. Hierbei können zwei verschiedene Situationen unterschieden werden. InDesign überlasst das Trapping voll und ganz einem InRIP-Trapping-fähigen RIP, oder es es steuert quasi selber die dazu notwendigen Parameter bei. Das kann ganz einfach nachvollzogen werden. Wenn wir in dine PostScript-Datei drucken und dabei den Distiller als PPD anwählen (der ja nichts anderes als ein Software PostScript-Interpreter ist) dann kann man im Druckdialog von InDesign das "Anwendungsintegrierte Trapping" aktivieren, wobei InDesign für das Trapping verantwortlich ist, und NICHT das RIP. Bei einer aus InDesign aktivierten ANWENDUNGSINTEGRIERTEN Ueberfüllung ist immer InDesign für das Trapping verantwortlich, das heisst, es steuert das Trapping im RIP. Das Ergebnis ist eine vollständig getrappte PostScript-Datei, die nach den gleichen Algorythmen getrappt wurde, wie dies Supertrap von Heidelberg tun würde! Wenn ich die Option Adobe InRip aktiviere, dann überlasse ich das Trapping voll und ganz dem RIP. Das kann man auch daran erkennen, dass der Rechnungsvorgang von InDesign dadurch massiv beschleunigt wird, weil InDesign nicht on Host trappen muss!

Das kann auch bei aktivierter Ueberdruckenvorschau in Acrobat (oder durch einen Import des PS-Files in InDesign) visuell kontrolliert werden.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
InDesign- und PDF-Integration
als Antwort auf: [#27842] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
14. Mär 2003, 10:08
Beitrag #8 von 8
Beitrag ID: #28091
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Übergriffe in PDF's


Hallo,

ich glaube hier ist ein wenig Aufklärung notwendig.
Adobe InDesign bietet wie Herr Mayerle korrekt beschrieb wirklich zwei verscheidene Trapping-Technologien: Einserseits das Programm-eigene Trapping (anwendungsintern) und die Steuermöglichkeit des Adobe PostScript 3 in-RIP Trappings, einer optionalen Erweiterung von auf dem original Adobe PostScript 3 Interpretern basierenden Belichter-RIPs.

Im ersten Fall wird von Adobe InDesign mit Hilfe seiner internen Rendering-Engine errechnet wo Überfüllungen notwendig sind und anschließend werden nach den Vorgaben des Anwenders Über- und Unterfüllungen generiert, die als Vektor-Objekte in die Ausgabe-Datei integriert werden. Dies funktioniert sowohl bei der vorseparierten (on-Host Separation) als auch der Composite-Ausgabe. Der Trick bei letzterem ist im Separations-Modus in-RIP Separation auszugeben. Da aber Ausgabe-Datei für die spätere in-RIP Separation nichts anderes als eine Composite-Datei plus Steuerinformation für die IRS ist, erhält man auf diese Weise z.B. eine unseparierte, farbige PDF-Datei mit integrierten Überfüllungen!

Michel, Du hast gesagt "Bei einer aus InDesign aktivierten ANWENDUNGSINTEGRIERTEN Ueberfüllung ist immer InDesign für das Trapping verantwortlich, das heisst, es steuert das Trapping im RIP. Das Ergebnis ist eine vollständig getrappte PostScript-Datei, die nach den gleichen Algorythmen getrappt wurde, wie dies Supertrap von Heidelberg tun würde!"

Das ist so nicht ganz korrekt. Wenn das anwendungsinterne Trapping verwendet wird, wird einerseits nichts mehr im RIP gesteuert, da für den RIP die im PostScript-Code enthaltenen Überfüllungen nicht von anderen Seitenobjekten zu unterscheiden sind (es sind wie bereits gesagt ganz normale, aus Vektor-Polygonen bestehende Seitenobjekte), andererseits sind die eingesetzten Algorithmen viel eher mit denen des Adobe in-RIP Trappings zu vergleichen. Allerdings ist das was Adobe inDesign macht nur auf eine Untermenge der Objekttypen anwendbar die das IRT unterstützt. So kann Adobe InDesign selbst natürlich keine platzierten EPS-Dateien überfüllen, das IRT aber sehr wohl.
Die Algorithmen, die von Heidelbergs Supertrap Plug-in verwendet werden sind vollkommen andersund ungleich leistungsfähiger als die des Adobe IRT. Dies zeigt sich an der Fähigkeit von Supertrap auch recht dicke Überfüllungen mit sauberer Form generieren zu können. Die Technologie des Adobe IRT läßt dagegen "nur" Überfüllungen im Bereich weniger 1/10 Millimeter zu was aber für den Bereich für den das IRT geschaffen wurde, nämlich der Offset Akzidenzen-Druck völlig ausreichend ist.
Der Unterschied ist darin zu sehen, dass das IRT die Seite rastert um zu erkennen wo und wie überfüllt werden müss. Supertrap dagegen errechnet mit komplizierten mathematischen Formel eine Objekt-Doppelkontur. Dies bringt sowohl qualitative als auch Geschwindigkeits-bezogene Vorteile. Die von Supertrap generierten Traps sind auch klar von den Seiteninhalten getrennt (in einer eigene Schicht) so dass sie jederzeit nachträglich wieder entfernt oder verändert werden können).

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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