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Anonym
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4. Aug 2003, 17:12
Beitrag #1 von 9
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Kann InDesign etwa keine 4c-plus-Schmuckfarben-Bilder im Format TIFF oder PSD platzieren? Top
 
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
4. Aug 2003, 17:51
Beitrag #2 von 9
Beitrag ID: #46088
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Hallo anonymer Poster,

Sie haben recht. In Adobe InDesign ist zum heutigen Zeitpunkt kein Import von 4C + Schmuckfarben PSD oder TIFF-Dateien möglich. Bei PSD verweigert der Importfilter den Dienst und bei TIFF-Bildern werden nur die vier Prozessfarbenkanäle importiert.

Aber Sie klingen zu überrascht. Wieviele Layoutprogramme gibt es denn, die diese beiden Feature aufweisen. Wobei natürlich nicht nur zählt, dass man die Daten importieren kann. Es muss, salopp formuliert, auch gewährleistet sein, das bei der Ausgabe etwas Vernünftiges hinten rauskommt.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Yann Borg
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4. Aug 2003, 18:17
Beitrag #3 von 9
Beitrag ID: #46093
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Hallo Herr Zacherl,

was bietet sich als Alternativ-Format an um Mehrkanalige Bilder zu importieren? Nur "Photoshop" EPS DCS 2.0?

Könnten Sie uns erklären warum es eine solche Limitierung gibt und warum das eigentlich fortschrichtlichtes Layout-Programm nicht in der Lage ist mehrkanälige TIFFs richtig zu interpretieren? Eine technologische Limitierung? Kein Interesse seitens Adobe die TIFF Spezifikationen vollständig zu implementieren?

Vielen Dank im voraus!

Schönen Gruss,

Yann Borg
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
4. Aug 2003, 19:27
Beitrag #4 von 9
Beitrag ID: #46100
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Herr Borg,

DCS 2.0 wäre eine Alternative wenn Sie einen vorspeparierten Ausgabe-Workflow anstreben also die Farbseparation bereits in Adobe InDesign durchführen.
Wenn Sie dagegen composite ausgeben wollen, dann wäre das "Photoshop PDF" Bildformat das Format der Wahl (sofern Sie mit Adobe InDesign 2.0.2 arbeiten).

Warum bislang keine mehrkanaligen TIFF-Bilder korrekt verarbeitet wurden? Ich kann nur spekulieren. Adobe strebt schon seit geraumer Zeit den composite Workflow an. Der Import eines n-kanaligen Bildes würde damit aber auch die Fähigkeit zur Ausgabe eines n-kanaligen Farbraums erforderlich machen. Etwas was nur nur mit PostScript 3 Technologie realisierbar ist. Vielleicht war Adobe einfach der Meinung, dass dafür bislang die Zeit noch nicht reif war. Jetzt wo die Verbreitung von PostScript 3 Ausgabesystemen eine gewisse Verbreitung gefunden hat kann sich das ja vielleicht mal ändern.
Wenn ich mich meiner vermutung richtig liege, dann wäre dies wahrscheinlich auch die Begründung dafür warum Adobe Photoshop bis heute immer noch kein n-kanaliges "Photoshop EPS" Bild speichern kann. Dem EPS würde einfach von außen niemand ansehen können, dass es auf einem PostScript 3 RIP fehlerfrei verarbeitet werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Yann Borg
Beiträge: 337
5. Aug 2003, 14:20
Beitrag #5 von 9
Beitrag ID: #46198
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Hallo Herr Zacherl,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe ein mehrkanaliges Bild in Photoshop angelegt und möchte es für Testzwecke im "Photshop PDF" Format speichern. Photoshop 7.0.2 bietet diese Möglichkeit nicht an. Es geht nur: Photoshop, Photoshop 2, Raw und Photoshop DCS 2.0.

Bedeutet das, dass ein Composite Workflow mit n-Kanalige Bilder nicht geht? Was passiert den wenn ein InDesign Dokument mit eine mehrkanaliges DCS 2.0 Bild in PDF gewandelt wird? Wird kein RIP erkennen das das Bild n-Kanalig ist? Oder doch weil er PostScript 3 unterstützt?

Vielen Dank und Gruss,

Yann Borg
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Robert Zacherl p
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5. Aug 2003, 14:54
Beitrag #6 von 9
Beitrag ID: #46203
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Herr Borg,

der grund ist, das Sie ein Mehrkanalbild erezugt haben. Der Weg über das "Photoshop PDF" Format klappt nur bei Bildern die aus 4C + Schmuckfarbenkanälen bestehen.

Wenn Sie diesen Weg gehen, dan hat Adobe einen Trick gewählt, der es ermöglicht ein solches n-kanaliges Bild auch ohne PostScript 3 technologie weiterverarbeiten zu können. Der trick besteht darin, dass das erzeugte PDF ein Sandwich aus einem CMYK-Bild und pro Schmuckfarbenkanal einem deckungsgleich darunter liegenden Sonderfarben-Bild besteht. Das CMYK- und die Sonderfarben-Bilder überdrucken sich gegenseitig so dass im RIP bei einer composite Verarbeitung wieder das korrekte Bild entsteht.

Aufgrund des Überdruckens ist es deshalb auch wichtig das PDF-Bild in Acrobat 5 und 6 mit aktivierter Überdruckenvorschau zu betrachten und auch im Ausgabeprozess das Überdrucken zu honorieren.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Yann Borg
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5. Aug 2003, 16:49
Beitrag #7 von 9
Beitrag ID: #46229
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Hallo Herr Zacherl,

nochmals Danke für die Erläuterung. Sie schreiben "auch im Ausgabeprozess das Überdrucken (zu) honorieren". Damit meinen Sie aber nicht die überdrucken Simulation im Acrobat Druck-Menü sondern die direkte Interpretation des PDFs im RIP?

Vielen Dank und Gruss,

Yann
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Anonym
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5. Aug 2003, 17:04
Beitrag #8 von 9
Beitrag ID: #46231
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Die Anonyme war ich,

ja ich bin überrascht. Einserseits bietet der Photoshop diese Möglichkeit der Kanaleinspeicherung, andererseits schneidet InDesign sie weg. InDesign könnte doch das "Maul aufreißen", wenn eine Datei in den Druckprozess geht und die platzierten Bilder nicht dem Verarbeitungsprozess (vielleicht ausgelesen aus der PPD) entsprechen.

Propagieren wir nun Level 3 oder nicht?

Petra
als Antwort auf: [#46081] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
5. Aug 2003, 17:14
Beitrag #9 von 9
Beitrag ID: #46234
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4c- + Schmuckfarben Bild nach InDesign


Herr Borg,

das kommt darauf an auf welche Systeme Sie ausgeben.
Belichter-RIPs kommen bei Einsatz der in-RIP Separation problemlos mit Überdrucken-Einstellungen klar (sofern sie korrekt konfiguriert sind). Desktop-Drucker oder generell Composite-Ausgabesysteme dagegen ist im Normallfall nicht in der Lage Überdrucken-Einstellungen korrekt wiederzugeben. Um auch auf diesen Geräten ein korrektes Überdrucken simulieren zu können schuf Adobe die Druckoption "Überdruck-Simulation". Diese darf aber wie Sie selbst richtig erkannten niemals bei der Ansteuerung eines Belichter-RIPs aktiviert sein.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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