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Yann Borg
Beiträge: 337
17. Sep 2003, 12:24
Beitrag #1 von 5
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Acrobat 6 Professional und seine Druckmarken als Helvetica


Hallo,

als Thema hatte ich erst "PitStop 6 Globale Schriftenänderung doch nicht Global?" gewällt, da ich aber während dem Schreiben auf eine Lösung gekommen bin habe ich gleich das Thema passender gewählt.

ein geliefertes PDF enthält eine HelveticaNeue Condensed die beim Drucken aus Acrobat 6 auf eine Distiller Queue eine Fehlermeldung erzeugt:

%%[ Error: FVQAAA+Helvetica cannot be embedded due to licensing restrictions.]%%

Fein. So habe ich diese Helvetica mittels PitStop 6 Professional (für MacOS X) iglobal durch eine Helvetica Condensed ersetzt. Acrobat 6 Professional zeigt mir dies auch in der Schriftenübersicht der Dokument-Info an. Es gibt nur eine Helvetica Condensed im PDF und diese ist zudem auch auf mein System gerade aktiv.

Drucke ich wieder aus, so erhalte ich wieder eine Fehlermeldung:

%%[ Error: Helvetica cannot be embedded due to licensing restrictions.]%%

<Grübel beim Schreiben>

Okay, mir ist gerade aufgefallen, dass die Helvetica gemeint ist, nicht der Condensed Schnitt. Klicke ich die Seiteninformationen im Druckdialog von Acrobat weg, so erhalte ich keine Fehlermeldung und die Helvetica Condensed wurde im PDF eingebettet.

Also ist Acrobat nicht in der Lage die Helvetica die es für die Seiteninformationen verwendet mit im PostScript Code einzubetten? Richtig?

Nota: die Schrift namens "Helvetica" ist bereits beim Distiller 5.0.5 für Windows hinterlegt was von besagten Druckerqueue angesteuert wurde.

Danke und Gruss,

Yann
(Dieser Beitrag wurde von Yann Borg am 17. Sep 2003, 12:32 geändert)
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Thomas Richard  M  p
Beiträge: 17261
17. Sep 2003, 12:50
Beitrag #2 von 5
Beitrag ID: #51080
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Acrobat 6 Professional und seine Druckmarken als Helvetica


Hallo Yann,

mir ist in diesem Zusammenhang vor ein paar Tagen aufgefallen, das die Helvetica schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu den Base13 Schriften des Distillers zählt:

Distiller 5.0.5:
ZapfDin
Couri
ArialMT
CouriObl
TimesNewRomPSMT
CouriBolObl
CouriBol
TimesNewRomPSItaMT
TimesNewRomPSBolMT
ArialItaMT
ArialBolMT
AdobeSanMM
ArialBolItaMT
AdobeSerMM
TimesNewRomPSBolItaMT
Symbo

Beim 6er liegt das ganze inzwischen im Acrobat Paket (?) unter
contents - Mac OS - Resource - Font:

AdobeSerMM
AdobeSanMM
AdobePiStd.otf
CourierStd.otf
CourierStd-Oblique.otf
CourierStd-BoldOblique.otf
CourierStd-Bold.otf
Symbo

Ich kapier eh nicht warum man für Kommentare nicht eine dieser Schriften verwendet, aber da ist Adobe ja nicht alleine.

Denn wenn man von einem 9er System mit dazugehörigen Laserwritern druckt gehen die von ganz anderen voraussetzungen für auf dem RIP verfügbaren Schriften aus. Und dann gibt's trotz 'alle Schriften einbetten' durcheinander.

Von dem Dilemma eine per Copyrightflag nicht einbettbare Schrift für Kommentare zu verwenden koppfschüttel] mal ganz abgesehen.

MfG

Thomas
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Yann Borg
Beiträge: 337
17. Sep 2003, 14:06
Beitrag #3 von 5
Beitrag ID: #51095
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Acrobat 6 Professional und seine Druckmarken als Helvetica


Hallo Thomas,

das verrückte an der Geschichte, ist dass der Windows-Distiller explizit eine Helvetica zugewiesen bekommen hat um das Problem generell vor zu beugen und sich trotzdem beschwert... Allerdings bisher nur bei diesem Fall, wo ich die Seiteninformationen aus Acrobat hinzufügen wollte. Die Helvetica die z.B. Xpress oder InDesign verwenden wird nicht angemotzt.

Gruss,

Yann
als Antwort auf: [#51070] Top
 
Thomas Richard  M  p
Beiträge: 17261
17. Sep 2003, 14:23
Beitrag #4 von 5
Beitrag ID: #51099
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Acrobat 6 Professional und seine Druckmarken als Helvetica


Hallo Yann,

dein Distiller hat eine PS-Helvetica.

AFAIR können aber nur Truetypes sich weigern eingebettet zu werden.
das heißt du müßtest ihm auch noch die entsprechende TT-Helvetica vorsetzen, damit er Ruhe gibt.
Denk...
Bzw. noch anders, er sagt ja nicht das er es nicht kann, sondern nicht darf.
Da weiss ich jetzt gerade auch nicht, wie du da drum herum kommst.
außer es gibt irgendwo die Möglichkeit, den für die Kommentare verwendeten Font zu editieren, so in der Art der verkleinerten Beschnitzeichen/Passkreuze für Quark A4 Belichtungen auf Lino300 Belichtern.

MfG

Thomas
als Antwort auf: [#51070]
(Dieser Beitrag wurde von Thomas Richard am 17. Sep 2003, 14:25 geändert)
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
18. Sep 2003, 09:09
Beitrag #5 von 5
Beitrag ID: #51189
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Acrobat 6 Professional und seine Druckmarken als Helvetica


Herr Borg,

die Helvetica Condensed ist, wie Sie selbst herausgefunden haben, nicht der problemverursacher, denn sonnst hätte die Meldung im Acrobat Distiller nicht
%%[ Error: FVQAAA+Helvetica cannot be embedded due to licensing restrictions.]%%
gelautet, sondern
%%[ Error: FVQAAA+HelveticaCondensed cannot be embedded due to licensing restrictions.]%%
(nur mit einer anderen führenden, sechsstelligen Buchstabenkombination).

Layout-Programme betten eine Helvetica oder eine TimesRoman, welche häufig für INTERNE Zwecke benötigt werden nicht ein, da sie davon ausgehen, dass diese Fonts standardmässig auf jedem PostScript-Ausgabegerät zu finden sind. Leider werden jedoch seit Acrobat 4 nicht mehr die 13 PostScript basefonts mit installiert (aus Kostengründen :-( ).

Wenn Sie aus Adobe Acrobat 6 oder Adobe InDesign eine Druckdatei mit Druckmarken und Seiteninformation ausgeben, wird sehr wohl die benötigte Helvetica eingebettet, weil Sie ja zum Seiteninhalt (wenn auch außerhalb des zu reproduzierenden Endformats) beiträgt und somit nicht durch eine x-beliebige Geräte-Helvetica ersetzt werden darf. Dies ist also ein anderer Fall als der oben beschriebene.
Die Adobe Produkte betten jedoch den Helvetica-Font ein, den Sie ihnen vorsetzen. Wenn dies ein TrueType-Font mit integrierten lizenzrechtlichen Einschränkungen in Bezug auf die Einbettung in PDF-Dateien ist, dann ist spätestens beim Acrobat Distiller Schluß, der sich dann nämlich weigern wird, die im PostScript-Code als Type 42 Font enthaltene TrueType Schrift in dieser Form in die zu generierende PDF-Datei zu übernehmen. Besorgen Sie sich also einen nicht beschränkten Helvetica-Font und die Welt ist wieder in Ordnung.

Da der Font wie gesagt bereits in der Druckdatei eingebettet ist, nutzt es nichts dem Acrobat Distiller über Schriftordner eine andere Helvetica zu zeigen. Die primäre Quelle für benötigte Schriften ist die zu konvertierende PostScript-Datei. Erst wenn darin eine Schrift nicht zu finden ist, wird alternativ auf den Schriftordner Mechanismus zurückgegriffen.

Wir begrüßen übrigens das Abspecken der Schriften im Acrobat Paket sehr, weil es den Anwender umso mehr zwingt darauf zu achten, seine benötigten Fonts korrekt in die PostScript-Datei einzubetten. Wenn es nach mir ging würde ich sogar bis auf den Courier-Schnitt und die beiden beiden MultipleMaster-Fonts alles andere auch eliminieren. Was ich dagegen mache ist eine hochwertige Helvetica und TimesRoman in den Acrobat Fontordner zu kopieren um das oben beschriebene Problem zu umgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

************************
IMPRESSED GmbH
http://www.impressed.de
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