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Datenjogleur
Beiträge: 2
8. Okt 2003, 12:47
Beitrag #1 von 9
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


Liebe Fachkollegen,
wir testen hier in der digitalen Bogenmontage (Signastation 8)erstmals mit PDF Dokumenten herum.
Ein häufig vorkommender Fall sind bei uns Dokumente nur mit Spotfarben.
Wenn wir nun (aus beliebigen Anwendungen heraus) über Distiller Composite-PDF's erzeugen, befinden sich im PDF dann zusätzlich zu den Spotfarben immer die vier Prozessfarbkanäle.
Lässt sich das verhindern?

MfG Gert


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Anonym
Beiträge: 22827
8. Okt 2003, 13:09
Beitrag #2 von 9
Beitrag ID: #53823
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


>> befinden sich im PDF dann zusätzlich zu den Spotfarben immer die vier Prozessfarbkanäle.

wie meinst du das? sind die kanäle zwar "verwendet", aber leer, oder hast du die pantone-objekte auch in den cmyk-kanälen?

gruss. gremlin
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Anonym
Beiträge: 22827
8. Okt 2003, 13:45
Beitrag #3 von 9
Beitrag ID: #53832
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


Sorry,
also genau:
Die Prozessfarbkanäle sind schon leer!
Die Spotfarben werden tonwertrichtig übertragen.
Man könnte die Prozessfarben zwar in Signastation einfach ignorieren -für mich bleibt aber die Frage warum sie dann im PDF erscheinen -wenn sie doch eh leer sind?
Außerdem muß man dann ja jedesmal kontrollieren ob sich nicht doch Farbanteile in die 4c-Kanäle "geschlichen" haben oder?


PDF Anfänger ist für jede Hilfe dankbar
MfG Gert
als Antwort auf: [#53816] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
8. Okt 2003, 17:32
Beitrag #4 von 9
Beitrag ID: #53872
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


wie kommst du eigentlich zu der erkenntnis, _dass_ der cmyk-farbraum verwendung findet? und _wo_ tut er dies?

meine empfehlung, um sicherzugehen, dass die erstellten pdf auch wirklich nur elemente in der spotfarbe enthalten: preflighten! ich denke, das sollte gut machbar sein. wo ein pdf-workflow ist (oder am entstehen ist), da gehört sowieso zwingend ein entsprechendes tool hin.

gruss. gremlin
als Antwort auf: [#53816] Top
 
Datenjongleur
Beiträge: 101
8. Okt 2003, 20:15
Beitrag #5 von 9
Beitrag ID: #53883
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


Hallo gremlin,
ein PDF Preflight-Programm haben wir noch nicht, aber unser Ausschießprogramm Signastation zeigt bei den besagten PDF's jeweils zusätzlich zu den (korrekten) Spotfarbenauszügen Auszüge in CMYK. Diese CMYK-Auszüge können auch ausbelichtet werden, sind aber jeweils leer.
Es ist für mich nach wie vor ein Rätsel, warum ein Composite-PDF, welches aus einem Dokument, in dem ausschließlich Spotfarben angelegt sind erzeugt wurde, dann zusätzlich (nutzlose) cmyk-Auszüge enthält.
Ein vorsepariertes PDF enthält übrigens korrekt die Anzahl der Spotfarben -ohne CMYK - wie das Quelldokument halt auch.
Aber wir interessieren uns natürlich für Composite-PDF's.

Grüße
Gert
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Robert Zacherl p
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9. Okt 2003, 12:29
Beitrag #6 von 9
Beitrag ID: #53953
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


Hallo Gert,

es ist nichts ungewöhnliches, dass eine Software, welche Aufschluß über die im Dokument enthaltenen Farbräume bzw. Farbkanäle geben soll, standardmässig die vier Prozeßfarben auflistet. Das kann an einer Schwäche des PDF-Importfilters liegen (dass er eben standardmässig davon ausgeht, dass CMYK immer vorhanden ist), weil sich Software nicht die Mühe macht zu kontrollieren, ob eines der Seitenobjekte im CMYK-Farbraum eingefärbt wurde. Denn der CMYK-Farbraum muss nicht explizit als Farbraum-Resource im PDF aufgelistet werden. In diesem Fall wäre es dann ein klares SignaStation Problem. Oder der CMYK-Farbraum ist standardmässig im PDF als vorhanden deklariert obwohl er nicht verwendet wird. Dann wäre es ein PDF-Erstellungsprogramm/-technologie Programm. Letzteres halte ich für eher unwahrscheinlich.

Sie können dies aber leicht mit Tools wie Quite Revealing oder PitStop Professional herausfinden.

Noch eine persönliche Anmerkung: Ich halte es für sehr mutig bzw. aus produktionstechnischer Sicht recht ineffizient, digitale Bogenmontage zu betreiben ohne zuvor sichergestellt zu haben, dass die zu montierenden Daten "brauchbar" sind. Immerhin stecken Sie Zeit und damit auch Geld in einen Datenbestand, der sich dann unter Umständern erst nach erfolgter Bearbeitung als unbrauchbar herausstellt. Nur so ein Gedankenanstoss.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Datenjongleur
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9. Okt 2003, 16:49
Beitrag #7 von 9
Beitrag ID: #53986
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


Hallo Herr Zacherl,
erst mal vielen Dank, dass Sie Ihr know how hier im Forum und damit auch mir zur Verfügung stellen.
Selbstverständlich werden bei uns "richtige Aufträge" (wenigstens im Moment noch) ausschließlich im "Deltadokument-Modus" in Signastation verarbeitet -was sich bisher als ausgesprochen sicher erwiesen hat.
Nur: Um halt ein wenig vorbereitet zu sein, für den Fall, dass uns mal ein "Fremd-PDF-Dokument" zum Belichten geschickt wird oder wir eines erzeugen sollen möchten wir halt mal in die "PDF-Welt" reinschnuppern. Und wenn man dazulernt schadet's ja auch nicht.
Aufgrund Ihrer Anregung werde ich aber mal so ein Test-PDF einem Freund schicken der auf Preps arbeitet -mal schaun.
Viele Grüße
Gert
als Antwort auf: [#53816] Top
 
Robert Zacherl p
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10. Okt 2003, 13:39
Beitrag #8 von 9
Beitrag ID: #54074
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


Gert,

auch ein Creo Preps Anwender kann nur sicher auf PDF-Basis produzieren, wenn er die zu verarbeitenden Daten zuvor einer eingehenden Datenprüfung per Preflight unterzieht. Die Frage ist hier also nicht Heidelberg SignaStation der Creo Preps, sondern vielmehr ob PDF-Dateien im "Blindflug" verarbeitet oder ob geprüfte und als fehlerfrei befundene Daten einlesen und montiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#53816] Top
 
Datenjongleur
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10. Okt 2003, 21:54
Beitrag #9 von 9
Beitrag ID: #54125
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Aus Spotfarben wird PDF mit Spotfarben +4c


Hallo Herr Zacherl,
Sie haben natürlich recht: Will man umfangreiche Kontrolle über seine PDF-Daten haben, sind wohl gewisse Zusatzwerkzeuge unentbehrlich.

Außerdem werde ich mich zu dieser Thematik noch etwas schlauer machen:
Dazu habe ich erstmal die „Kochrezepte“ für medienneutrale und verfahrensangepasste PDF-Erstellung besorgt, den PDF-X-Inspector, sowie Ihre interessante Abhandlung über die Distillerkonfiguration.

Übrigens: unser Test-PDF (Quelldok: InDesign 2.0 mit 2 Spotfarben) welches laut SignaStation 2 Spot- und 4c-Farben enthält hat laut einem Prüfdurchlauf in PDF-X Inspector tatsächlich nur 2 Farbauszüge!!! Dasselbe Ergebnis in Preps. Da wird Ihr Verdacht (PDF-Importfilter) wohl wieder mal zutreffend sein!

Nochmals Dank und Grüße

Gert


als Antwort auf: [#53816] Top
 
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