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PatrickKByte
Beiträge: 42
23. Okt 2003, 14:38
Beitrag #1 von 6
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Belichtung aus Acrobat 5


Eine in InDesign 2 gestaltete Anzeige wird in PDF 1.4 per Distiller6 konvertiert.

Bei der Belichtung hatte unsere Druckerei Probleme mit dem Schlagschatten-Effekt, der sehr unschön im PDF sichtbar wurde. Bei aktivierter "Überdrucken"-Vorschau sah das PDF astrein aus.

Die Druckerei sagte uns, es sei nicht üblich, dir "Überdruck-Features" aus dem Acrobat zum Belichten zu nehmen.

WAS um Himmels Willen können wir tun, um dennoch die "Überdruck"-Vorschau für die Druckvorstufe zu nehmen? Oder liegt's echt an der Druckerei....

#patrick# Top
 
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Uwe Laubender S
Beiträge: 3685
23. Okt 2003, 16:54
Beitrag #2 von 6
Beitrag ID: #55763
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Belichtung aus Acrobat 5


Hallo, Patrick!

Zunächst 'mal würde ich in ein PDF 1.3-Format speichern. Dabei wird jegliche Transparenz verflacht, sodaß die Druckerei kein Problem mehr haben dürfte. Sollten bei der Verflachung überdruckende Elemente erzeugt werden, um die Transparenz zu simulieren (Habe ich so bei InDesign 2.0.2-Objekten noch nicht erlebt, die per PostScript ausgegeben werden. Ich kann mir aber vorstellen, daß ein Illustrator 9 oder ein Acrobat 5 solche erzeugt), muß der verarbeitende RIP natürlich so eingestellt werden, daß Überdrucken honoriert wird.

Hat zur Beurteilung in der Druckerei ein Proof oder ein inhaltlich verbindlicher Ausdruck vorgelegen?

Wenn ja, liegt das Problem eindeutig bei der Druckerei. Wenn nein, würde ich bei nächster Gelegenheit, einen eindeutigen Workflow mit der Druckerei besprechen.

Gruß,

Uwe Laubender
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PatrickKByte
Beiträge: 42
23. Okt 2003, 17:02
Beitrag #3 von 6
Beitrag ID: #55764
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Belichtung aus Acrobat 5


Ich versuch mal den Weg über das 1.3er PDF, was, wie du ja sagst, schon von Haus aus reduziert.

Danke für den Tipp

#patrick#
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
23. Okt 2003, 18:36
Beitrag #4 von 6
Beitrag ID: #55784
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Belichtung aus Acrobat 5


Patrick, Herr Laubender,

in einer PostScript-Datei, welche die Ausgangsbasis für die PDF-Erstellung per Acrobat Distiller datstellt, kann keine echte Transparenz enthalten sein, weil das Grafikmodell von PostScript keine Transparenz zulässt. Somit fand bereits bei der Ausgabe aus dem Transparenz-unterstützenden Layoutprogramm eine Transparenzverflachung statt. Somit ist es aus dieser Hinsicht vollkommen irrelevant, ob im PDF 1.3 oder PDF 1.4 erzeugt wird. Aus anderer Hinsicht ist es aber durchaus relevant. Da PDF 1.3 bereits leistungsfähiger ist als PostScript 3 macht es wiederum aus diesem Blickwinkel für einen Druckvorstufen-Anwender herzlich wenig Sinn ein neueres PDF-Format zu erzeugen als Version 1.3. Sie riskieren nur, dass Sie sich eine Inkompatibilität mit einem Ausgabe- oder Workflow-System einhamstern, welche meist auf die Verarbeitung von maximal PDF 1.3 ausgelegt ist.

Die Überdruck-Simulation im Druckdialog moderner Adobe Applikationen ist rein für die Ausgabe auf Composite-Drucksysteme (z.B. Farbdrucker) gedacht, welche in der Regel nicht in der Lage sind ein Überdrucken wiedergeben zu können. RIP-Systeme die entweder mit Farbauszügen beschickt werden oder die per in-RIP Separation die Farbauszüge generieren, sind sehr wohl in der Lage ein Überdrucken wiedergeben zu können und sind somit auf diesen Simaulationsmodus nicht angewiesen. Er darf auch nicht zum Einsatz kommen, weil ein Nebeneffekt die Wandlung aller Sonderfarben in den CMYK-Farbraum ist (was bei einem CMYK-Farbdrucker sowieso notwendig ist).
Wenn die Datei also in Ordnung ist, dann hat definitiv Ihr Dienstleister einen Fehler bei der Weiterverarbeitung gemacht. manche RIP-Systeme lassen z.B. zu zu konfigurieren ob und wie mit Job-eigenen Überdruckeneinstellungen umgegangen werden soll. Vielleicht ist hier der Fehler zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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IMPRESSED GmbH
http://www.impressed.de
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
23. Okt 2003, 22:11
Beitrag #5 von 6
Beitrag ID: #55817
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Belichtung aus Acrobat 5


Hallo zusammen

Wir erleben dieses Szenario sehr oft bei InDesign-Support. Die meisten Dienstleister haben ihre RIP so eingestellt, dass sämtliche Überdruck-Parameter ignoriert werden und Schwarz bis zu einem bestimmten Schriftgrad überdruckt.
Nun, dies ist für reduzierte Transparenzen der Tod. Denn Adobe-Produkte reduzieren oft so, dass auch andere Farben als Schwarz auf überdruckend gestellt werden, um eben den Transparenz-Effekt zu "simulieren". Der Ball liegt beim Dienstleister, entsprechen zwei Queues aufzubauen. Eine für Xpress, wo das Eingreifen beim Überdruck bis Version 4.11 sowieso notwendig ist und eine für aktuellere Software wie InDesign, wo den Überdrucken-Einstellungen durchaus geglaubt werden darf.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
http://www.ulrich-media.ch
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http://www.media-college.ch/schulung.php?texts=122
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PatrickKByte
Beiträge: 42
23. Okt 2003, 22:23
Beitrag #6 von 6
Beitrag ID: #55819
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Belichtung aus Acrobat 5


Wow, da scheine ich ja echt ein Thema angerissen zu haben! Ich hab mich übrigens wundprobiert, ihr habt ja alle Recht, auch mit PDF 1.3 bessert sich das nicht... es muss echt am RIP liegen.

#patrick#
als Antwort auf: [#55726] Top
 
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