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Anonym
Beiträge: 22827
1. Mär 2003, 13:12
Beitrag #1 von 12
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Belichtungsproblem


Hallo XPress-Freunde,
ich hatte eine 2farbige Broschüre beim Drucken und auf einer Seite mit nur einer Sonderfarbe hatte ich vergessen, dass dahinter noch ein schwarzer Rahmen lag, der so ja nicht sichbar war.
Dieser Rahmen lag nach dem Druck auf der Sonderfarbe, obwohl er dahinter lag? Beim Laserausdruck erschien er auch nicht vorne.
Kann es sein, dass Schwarz mit der Funktion »Schwarz überdrucken« auch dann sichtbar wird, wenn sie dahinter liegt? Oder hat da jemand an der Datei gefummelt?

Danke im Voraus schon mal für eine Anwort

Peter K. Top
 
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Bernhard Werner p
Beiträge: 4785
1. Mär 2003, 14:40
Beitrag #2 von 12
Beitrag ID: #26550
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Belichtungsproblem


Hallo Peter,

an deiner Datei hat sicherlich keiner gefummelt. Es ist auch egal, ob schwarz überdruckt. Fakt ist, der Rahmen ist auf dem Schwarz-Film und schwarz wird i.d.R. zum Schluss gedruckt. Ich kenne zwar dieses Phänomen, kann es aber nicht erklären. Conny? :-)

Aber ein Tipp fürs nächste mal: Filme vorher optisch kontollieren. Dazu gibt es in Quarks Druckmenü die Option "Auszüge drucken". Entweder über eine PDF oder mit einem s/w-Laser, am Besten auf Overhead-Folie ausgedruckt. So lassen sich am Leuchtkasten auch Überfüllungen kontrollieren.
Vielleicht ist dein Belichter-Mensch auch so nett und gibt dir "seine" PPD.

Gruß
Bernhard

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Anonym
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1. Mär 2003, 14:58
Beitrag #3 von 12
Beitrag ID: #26551
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Belichtungsproblem


Danke für die Antwort, da muß ich in Zukunft wohl noch besser kontrollieren.
als Antwort auf: [#26544] Top
 
Bernhard Werner p
Beiträge: 4785
1. Mär 2003, 18:07
Beitrag #4 von 12
Beitrag ID: #26577
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Belichtungsproblem


Hallo nochmal,

mich würde aber auch interessieren, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt, diese Fehlerquelle zu umgehen? Vielleicht hat der ein oder andere noch eine bessere Lösung?!

Gruß
Bernhard

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gerrie25
Beiträge: 112
1. Mär 2003, 18:37
Beitrag #5 von 12
Beitrag ID: #26582
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Belichtungsproblem


Hallo Peter,
kann es sein, dass die Sonderfarbe auf "Überdrucken" gestellt war?
Gruß Gerrie
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Nice S
Beiträge: 215
1. Mär 2003, 21:15
Beitrag #6 von 12
Beitrag ID: #26590
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Belichtungsproblem


also, wenn ich das richtig verstanden habe, gab es eine Fläche in einer Sonderfarbe, dahinter lag ein schwarzer Rahmen. Da "schwarz" immer auf Überdrucken steht, wird das natürlich im Druck später sichtbar. Egal ob das schwarz vor oder hinter dem anderen Element liegt. Es überdruckt ja.

viele Grüße
Nicole
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gerrie25
Beiträge: 112
1. Mär 2003, 21:52
Beitrag #7 von 12
Beitrag ID: #26593
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Belichtungsproblem


Hallo,
ich denke "Schwarz überdrucken" gilt nur, wenn Schwarz im Vordergrund steht und das dahinterliegende Objekt sichtbar bleiben soll.
Gruß Gerrie
als Antwort auf: [#26544] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
1. Mär 2003, 22:58
Beitrag #8 von 12
Beitrag ID: #26594
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Belichtungsproblem


ich gebe gerrie recht - die überfüllungseinstellungen in xpress wirken "nach unten". ein überdruckendes objekt kann nur die unter ihm liegenden objekte überdrucken. nach oben geht überhaupt nichts.
im konkreten fall war das "korrekte" objekt auf überdrucken gestellt, weshalb dieses die schwarze fläche überdruckt hat - nicht umgekehrt!

dass die schwarze druckfarbe erst als letzte der cmyk-farben gedruckt wird, hat wohl damit zu tun, dass schwarz ja den kontrast darstellt und deshalb auch brillant sein muss und nicht von nachfolgenden unterfarben (lasierend zwar, aber trotzdem) zugedeckt und "verstumpft" werden soll.

gruss. gremlin
als Antwort auf: [#26544] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
2. Mär 2003, 07:00
Beitrag #9 von 12
Beitrag ID: #26603
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Belichtungsproblem


Die Zeiten mit der Druckreihenfolge CYMK oder CMYK sind lang vorbei. Mag vielleicht bei 1cNudlern noch so sein.
Empfehle allen die es interessiert mal eine Druckerei mit 5oder 10farb Maschinen zu besuchen.
als Antwort auf: [#26544] Top
 
Bernhard Werner p
Beiträge: 4785
2. Mär 2003, 08:10
Beitrag #10 von 12
Beitrag ID: #26604
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Belichtungsproblem


Hey Leute, jetzt hängt euch nicht an der Druckreihenfolge auf, das wird das Problem nicht lösen. Es diente lediglich zur Erklärung, warum die schwarze Fläche jetzt VOR der anderen liegt und nicht DAHINTER.

Wie gremlin schon sagt, wirkt sich das Überdrucken nur "nach unten" aus. Es ist also egal, ob schwarz überdruckt und hat scheinbar auch nichts damit zu tun, denn dieses "Phänomen" tritt nur dann auf, wenn ein Element KOMPLETT von einem anderen überdeckt wird, da Quark dann das OBERE Objekt automatisch auf "Überdrucken" stellt, egal ob Prozess- oder Sonderfarbe. Stelle ich diese nun manuell auf "Aussparen" oder "Überfüllen", dann gibt Quark es auch korrekt aus. Das kann aber nicht die Lösung sein, denn ich muss ja vorher wissen, dass sich noch etwas hinter dem Rahmen befindet. :-)

Wir werden aber sicherlich nicht die Ersten sein, die mit diesem Problem kämpfen...

Gruß
Bernhard

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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
2. Mär 2003, 13:23
Beitrag #11 von 12
Beitrag ID: #26629
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Belichtungsproblem


Hallo,

es ist doch bestens bekannt, dass QuarkXPress sich gerne mal bei der Vergabe der Überdruckeneinstellungen irrt (trotz korrekter Konfiguration innerhalb des Farbendialogs und der Trapping-Palette). Dies passiert spätestens dann, wenn sich mehrere Text- und Bildrahmen berühren.
Das geht sogar soweit, dass manchmal von den innerhalb der Trapping-Palette angezegten Werten abweichende Parameter in den generierten PostScript-Code geschrieben werden (was laut Palette ausspart, überdruckt in der Ausgabe oder umgekehrt).

Da QuarkXPress bis heute keine Überdruckenvorschau bietet (das wäre doch ein nettes 6er Feature oder?) darf man sich auf die Bildschirmdarstellung sowieso nicht verlassen.
Da auch normale composite Ausgabesysteme wie z.B. Desktop Printer kein Überdrucken im unseparierten Ausgabemodus wiedergeben können, darf man sich auch nicht auf einen unseparierten Kontrollausdruck verlassen, weil ja auch im Druckdialog keine Überdruck-Simulation geboten wird.

Somit bleibt nur der separierte Kontrollausdruck oder die Erzeugung einer unseparierten PDF-Datei, welche in Acrobat 5 mit aktivierter Überdruckenvorschau betrachtet wird.

Ich will hier nicht wieder den alten Grabenkrieg zwischen QuarkXPress und Adobe InDesign Anwender auflodern lassen. Aber genau dies sind Funktionalitäten innerhalb von Adobe InDesign, die die technologische Überlegenheit demonstrieren. Klar ist QuarkXPress aufgrund des Fehlens solcher Funktionen subjektiv "schneller" aber was nutzt mir das, wenn wegen solcher Probleme jeder x-te Auftrag sich verzögert oder gar gegen die Wand gefahren wird bzw. mir als Anwender umständliche, zeitintensive Umwege (separierte Kontrollausdrucke bzw. PDF in Acrobat 5 kontrollieren) aufgebürdet werden?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

************************
IMPRESSED GmbH
http://www.impressed.de
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Conny
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2. Mär 2003, 16:27
Beitrag #12 von 12
Beitrag ID: #26652
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Belichtungsproblem


Hallo liebe Diskutierenden,

bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich habe noch arbeiten müssen, was es mir nicht ermöglichte ins Forum zu schauen.

Die ganze Diskussion möchte ich versuchen ein wenig zu ordnen.

Druckreihenfolge:
Richtig ist, dass Schwarz schon immer entweder am Beginn oder am Ende (je nach Motiv) gedruckt wurde, das hat keinerlei Zusammenhang mit Mehrfarbenmaschinen. Ebenso spielt das keine Rolle bei der Überfüllenfunktion, da es sich nur um die Separation auf Film handelt.

Überdrucken:
Man kann Farben, egal welcher Coleur, auf überdrucken stellen, was dann zur Folge hat, dass diese überdruckt (also vollflächig unterfüllt) werden und nicht umgekehrt. Dass Quark da Fehler macht, habe ich wenn ich ehrlich bin noch nicht wirklich erlebt, denn es liegt meißt an den Standardüberfüllungs-Einstellungen, die man im Programm selbst einstellen kann. Auch liegt es oft daran, dass Quark "Programmfremde" Objekte nicht beeinflussen kann. Das führt dann oft zu Problemen wie der berühmten "Fettung" (hervorgerufen durch die zwangsweise Überfüllung) der Schrift, wenn der Textrahmen z.B. den Bildrahmen berührt. Dabei ist es unerheblich ob der Text das Bild berührt. Wenn man das einen Fehler nennen will dann ist das aber auch seit der Version 5 erledigt. Ich hatte das eigens augetestet. Wobei ich bei solchen Tests immer die Sandarteinstellungen des Programms belasse.

Zum Ausgangsproblem:
Ich gehe davon aus, dass die Spotfarbe auf überdrucken eingestellt war und deswegen nicht im Schwarzfilm ausgespart wurde. Praktische Abhilfe kann man aber durch das Ausgeben in eine Datei einer Farbseparation erlangen. Wenn das dann über Distiller in ein PDF-Format gebracht wird kann man die Richtigkeit der Separation überprüfen - was ich persönlich immer mache. Außerdem wurde bei Produktionen in der Vergangenheit grundsätzlich wenigstens ein Proof oder gar einen Andruck produziert. Für professionelle Produktionen dürfte das heute noch so sein, denn sonst hat der Drucker kaum eine Chance die Farben an der Druckmaschine korrekt zu messen bzw. auf der Druckmaschine zu fahren.

Ich hoffe jetzt, dass ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen konnte und entschuldige mich nocheinmal für meine späte Antwort.

Gruß
Conny
--
mailto
cornelius.hoffmann@cicero-point.net
web
http://www.cicero-point.net
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