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luke-jordan
Beiträge: 22
29. Mär 2004, 08:48
Beitrag #1 von 16
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hi NG,
ich habe ein Problem mit einer Agentur, die behauptet, ich dürfe das PDF nicht mit einer bikubischen Auflösungsverringerung auf 300dpi erstellen, da die Druckerrei "das Format" nicht verarbeiten könnte. Ich soll also die Datei ohne Auflösungsverringerung erstellen.

Liege ich richtig, wenn ich das einfach für einen schlechten Scherz halte?
Gruß
luke
(Dieser Beitrag wurde von luke-jordan am 29. Mär 2004, 09:37 geändert)
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Vladimiro
Beiträge: 147
29. Mär 2004, 09:39
Beitrag #2 von 16
Beitrag ID: #77306
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Bikubische Auflösungsverringerung


Warum sollen die es nicht verarbeiten können????? also, manchmal wundere ich mich über diese viele "Sonderwünsche"...
Schlechter Scherz ist untertrieben. ich würde mal fragen WARUM sie es nicht verarbeiten können; auf den Grund bin ich sehr gespannt!
als Antwort auf: [#77302] Top
 
luke-jordan
Beiträge: 22
29. Mär 2004, 09:49
Beitrag #3 von 16
Beitrag ID: #77307
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Bikubische Auflösungsverringerung


Vielleicht haben die ja nur Angst, dass die Qualität dann nicht mehr reicht?
Luke
als Antwort auf: [#77302] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
29. Mär 2004, 10:00
Beitrag #4 von 16
Beitrag ID: #77310
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Like,

entweder haben Sie die Aussage falsch verstanden oder der/diejenige hat keine Ahnung was er/sie von sich gibt.
Die Anwendung des Downsamplings führt zu keiner Kodierung der Bilddaten, sondern lediglich zu einer Datenreduzierung der Bilddaten. Eine Kodierung findet nur statt, wenn anstelle oder zusätzlich zum Downsampling eine Komprimierung angewendet wird.

Der einzige Nebeneffekt des Sownsamplng ist eine Qualitätsreduzierung (es werden ursprünglich vorhandene Bilddaten unwiederbringlich verworfen und bei den beiden Mittelwertverfahren Durchschnittswerte gebildet die zu einem Schärfeverlust führen).

Ob man diesen Qualitätsverlust sieht, hängt von der Stärke des Downsamplings, von der Differenz zwischen Original- und Downsampling-Auflösung und vom Bildmaterial ab. Wenn Dateigröße nicht das Problem ist, würde ich auf ein Downsampling verzichten.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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luke-jordan
Beiträge: 22
29. Mär 2004, 11:27
Beitrag #5 von 16
Beitrag ID: #77339
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Herr Zacherl,
da die Datei per Filetransfer übertragen wird, ist die Größe schon von Bedeutung - entweder 90 MB oder 46 MB.
Ich gehe bis jetzt davon aus, dass beim Druck sowieso ein downsampling auf 300 dpi stattfindet. Liege ich da etwa falsch?

Gruß
Luke
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
29. Mär 2004, 11:40
Beitrag #6 von 16
Beitrag ID: #77346
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Luke,

welches "Drucken" meinen Sie?
Das Drucken aus dem Layoutprogramm, das Drucken der PDF-Datei oder allgemein den Verarbeitungsprozeß in einem Ausgabegerät?
In keinem Fall findet, wenn Sie es nicht möchten, ein Downsampling auf 300 dpi statt und schon gar nicht während des eigentlichen RIP-Prozesses.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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andrew
Beiträge: 103
29. Mär 2004, 13:05
Beitrag #7 von 16
Beitrag ID: #77363
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Bikubische Auflösungsverringerung


hallo luke,

also sowohl beim distiller, als auch beim pdf export kann eine neuberechnung stattfinden, bei pdfx3 bsp ist es so eingestellt, das bilder die mehr als 450 dpi haben auf 300 runtergerechnet werden, natürlich bikubisch, das macht auch sinn, wenn die bilder bei glatten 300 dpi sind werden sie auch bei der PDF erzeugung nicht neu berechnet, und das ist wohl das, was die agentur von dir will, die bilder quasi in der richtigen auflösung zu halten (diese ist natürlich auch abhängig von einer eventuellen skalierung im Layoutprogramm-bei 2:1 vergrößerung müßte das original 600dpi haben)

warum die druckerei allerdings "das format nicht verarbeiten kann" ist auch mir schleierhaft.

grüße andrew

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boskop  M  p
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29. Mär 2004, 13:25
Beitrag #8 von 16
Beitrag ID: #77371
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Robert
ist die Qualität auf dem belichteten Film von einem 900dpi-Bild (Beispiel) grundsätzlich besser, als von einem auf 300dpi runtergerechneten (mit und ohne Nachschärfung)?
Gruss und Dank
Urs
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Robert Zacherl p
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29. Mär 2004, 13:53
Beitrag #9 von 16
Beitrag ID: #77379
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Urs,

diese Frage, kann so pauschal nicht beantwortet werden.
Es gibt jedenfalls genügend Beispiele dafür, dass sich ein Downsampling von Bilddaten beim Ausgabeprozeß aus dem Layoutprogramm oder im Acrobat Distiller sichtlich verschlechternd auf die Bildqualität ausgewirkt hat. Dies ist natürlich bei sehr kontraststarken und technischen Bilddaten umso wahrscheinlicher.

Im Normallfall ist in einer Offsetproduktion im 60er oder 70er Raster praktisch kein qualitativer Unterschied zwischen einem scharfen 300 dpi und einem 600 dpi Bild zu erkennen, wenn es sich um "normale" Bildinhalte handelt (Ausnahmen bestätigen die Regel). 900 dpi dagegen sind für diesen Zweck jehnseits von Gut und Böse und würden gegenüber 600 dpi höchstens nochmals eine dramatische Zunahme des Datenvolumens bewirken.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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luke-jordan
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29. Mär 2004, 15:37
Beitrag #10 von 16
Beitrag ID: #77409
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hi Andrew,
die Behauptúng mit der Druckerei hat die Agentur sicher nur gemacht, da sie einerseits Indesign nicht kennen, arbeiten mit Quark, und andereseits die Qualität sichergestellt haben wollten.
Da die Bildatei auch von denen geliefert wurde (als EPS - ich weiß also nicht in welcher Auflösung) kann ich das grundsätzlich verstehen.
Warum die aber nicht einfach sagen, dass sie aus Qualitätsgründen keine Reduzierung auf 300 dpi wollten, ist für mich einfach nur ein ganz schlechter Stil - oder Unwissenheit des Mitarbeiters.

Ich frage mich jetzt nur, warum Indesign keine höher auflösende Einstellung bei PDF Export definiert hat. Ich bin daher davon ausgegangen, dass die Einstellung "druck" aus den PDF Vorgaben absolut saubere Ergebnisse erzeugen würde.
Gruß und Danke
Luke
als Antwort auf: [#77302]
(Dieser Beitrag wurde von luke-jordan am 29. Mär 2004, 15:39 geändert)
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Anonym
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29. Mär 2004, 16:09
Beitrag #11 von 16
Beitrag ID: #77426
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo,

EPS-Bilddaten auf 300dpi umzurechnen wäre allerdings möglicherweise wirklich fatal, nämlich wenn in der EPS Vektorelemente vorhanden sind.
als Antwort auf: [#77302] Top
 
Robert Zacherl p
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29. Mär 2004, 16:36
Beitrag #12 von 16
Beitrag ID: #77433
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo anonymer Poster,

nur zur Information: Ein Downsampling im Acrobat Distiller oder bei der Ausgabe aus dem Layoutprogramm würde alleinig die Bilddaten betreffen und NIEMALS die Vektordaten. Somit ist Ihr Einwand unbegründet.
Nur wenn man die PDF-Datei in einer Bildbearbeitungssoftware wie z.B. Adobe Photoshop öffnen würde, würde der von Ihnen beschriebene Effekt eintreten.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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boskop  M  p
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29. Mär 2004, 20:34
Beitrag #13 von 16
Beitrag ID: #77461
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Robert
zugegeben, 900dpi sind jenseits von Gut und Böse! Ich selbst praktiziere eigentlich die Methode, die Bilder auf die benötigte Grösse zu rechnen/zu scannen und diese präzise zu schärfen. Dann erübrigt sich ein Downsampling.
Aber in Hinblick auf einen medienneutralen Workflow mit einem "Bild für alles" auf dem Server (ECI-RGB, am liebsten 16Bit und riesengross) muss man sich überlegen, wie man vorgehen will, damit man beste Qualität erreicht und trotzdem keine redundaten Datenberge anhäuft! Da kommt der Wunsch nach einem Workflow auf, der einem bei PDF schreiben die runtergerechneten Bilder in Photoshop zum nachschärfen präsentiert ...
Wenn man dann noch bedenkt, das sich ein RGB-Bild kaum je ohne Korrekturen in verschiedenste CMYK-Profile separieren lässt, kehrt man bald wieder zum gewohnten zurück!
Gruss und Dank
Urs
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Anonym
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31. Mär 2004, 16:48
Beitrag #14 von 16
Beitrag ID: #77792
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Herr Zacherl

Zitat: "Ein Downsampling ... bei der Ausgabe aus dem Layoutprogramm würde alleinig die Bilddaten betreffen und NIEMALS die Vektordaten."
-----
Ich denke, MIT INDESIGN ist es sehr wohl möglich AUCH Vektordaten downzusampeln, nämlich wenn eine Transparenzreduzierung erfolgt. Im entsprechenden Dialogfeld hat Adobe ja sogar einen Regler dafür vorgesehen?!

Gruß, Thomas
als Antwort auf: [#77302] Top
 
Robert Zacherl p
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31. Mär 2004, 17:11
Beitrag #15 von 16
Beitrag ID: #77799
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Bikubische Auflösungsverringerung


Hallo Thomas,

wir können jetzt gerne anfangen spitzfindig zu werden aber wo der Widerspruch in meiner Aussage? Wenn eine Transparenzreduzierung stattfand die zur Generierung von Bilddaten führt, dann sprechen wir eben wieder über die Auflösungsreduzierung von Bilddaten und nicht von Vektoren. Vektoren können nicht in Ihrer Auflösung reduziert weren, weil sie keine Auflösung haben.

Dass man extrem vorsichtig sein muss mit dem Einsatz des Downsamplings und der verlustbehafteten Komprimierung wenn verflachte Dokumente ins PDF-Format gewandelt werden, darauf habe ich auch in diesem Forum schon mehrmals hingeiesen. So z.B. zuletzt in

http://www.hilfdirselbst.ch/...2&topic_id=15291

Sobald man den Qualitäts-Schieberegler übrigens rechts von der Mitte platziert, werden die generierten Bilddaten (sofern sie überhaupt entstehen) nur noch zur Füllung von Vektormasken benutzt. Die Vektormasken werden aus den von der Transparenz betroffenen Vektorobjekten errechnet. Somit leidet niemals die Kantenschärfe bei Einsatz des Downsamplings (da Vektoren davon niemals betroffen sind), sondern "nur" die aus Bilddaten bestehende Füllung. Aber auch dies sollte natürlich wenmöglich vermieden werden.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#77302] Top
 
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