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peter
Beiträge: 168
5. Dez 2002, 11:20
Beitrag #1 von 9
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CMS für Laserdruck


Hallo Leute

Nun wenn ich CMS schön ausführe, wie in meinem Letzten Beitrag beschrieben wurde, dann funktioniert das für normalen Offsetdruck. Wenn ich aber die Daten so der gleichen Druckerei gebe und die das dann auf einem Xerox DocuColor (Laserdruck) rauslassen, dann scheint es auch nicht schlecht zu sein. Schalte ich aber sämtliche CMS-Einstellungen aus, speichere die Bilder original in RGB und schicke es nochmal, dann findet eine Brillianz statt, die ich in keinem Offset-Druck gesehen habe.

Was meint Ihr dazu?

Gruss Peter
(Dieser Beitrag wurde von peter am 5. Dez 2002, 11:21 geändert)
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
5. Dez 2002, 14:52
Beitrag #2 von 9
Beitrag ID: #18590
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CMS für Laserdruck


Hallo

Einige Bemerkungen zu diesem Thema:
Es gibt einerseits reine RGB-Drucker und es gibt reine CMYK-Drucker. Auf einem RGB-Gerät kommen die Farben von RGB-Bildernnatürlich wesentlich besser als wenn CMYK-Bilder auf einen RGB-Drucker geschickt werden. Wenn nämlich CMYK-Bilder auf ein RGB gerät geschickt werden, findet eine zusätzliche Farbraumtransformation statt, die natürlich mit Qualitätsverlusten verbunden ist.

Des weiteren muss man sich bewusst sein, dass es nicht die Aufgabe des CMS ist, die Bilder so gut wie möglich auf ein Ausgabegerät zu schicken. Mit ColorManagement will man im ganzen Workflow konsistente Farben erzeugen. Das heisst, man will auch am Monitor bzw auf dem Drucker/Proofer simulieren, wie das farbliche Ergebnis im Druck aussehen wird. Wenn Sie mit einem Zeitungsprofil ein Bild auf den Drucker schicken, dann werden Sie kein sehr schönes Resultat erzielen, aber es wird den Druck angemessen simulieren, sofern die richtigen Profile verwendet werden.

Es kann also sehr gut der Fall sein, dass Sie ohne ColorManagement brilliantere Bilder auf einen Laserprinter drucken können. Doch viele dieser Farben werden Out of Gamut liegen. Das heisst, dass sie vom kleineren Farbraum einer Druckmaschine nicht wiedergegeben werden können.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
freelancer@ulrich-media
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peter
Beiträge: 168
17. Dez 2002, 08:15
Beitrag #3 von 9
Beitrag ID: #19530
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CMS für Laserdruck


Hallo

Dass es RGB- Geräte und CMYK- Geräte gibt weiss ich. Aber ein normaler Farblaserdrucker funktioniert doch im Prinzip immer noch im subtraktiven Farbsystem also CMYK. Oder? Wo soll es also dann RGB-Drucker geben?

Dass es die Aufgabe des CMS ist, Farbkverbindlichkeit zu erstellen und nicht einfach schöne Bilder zu erzielen ist mir auch klar. Trotzdem, wenn die Bilder mit jeglichen CMYK-Dateien und jeglichen Profilen schlechter kommen als im RGB-Modus sehe ich da ein Problem. Das sieht sogar auch der Fachmann (Workylow und CMS-Spezialist)bei Xerox so, den ich mit diesem Problem befragt habe. Er empfiehlt sogar die Bilder im RGB zu erstellen. Und jetzt kommt der Hammer: Er empfiehlt auch das CMS abzuschalten, da beim Druckworkflow automatisch ein Profil hinzugefügt wird. D.h. speichere ich meine Bilder mit Profilen ab, kann es durch eine Profil-Überlagerung zu Farbverschiebungen kommen und sogar ein Eindruck von Unschärfe entstehen.

Ich denke der Workflow mit einem Laserdruck kann je nach Typ und Hersteller der Maschine sehr varieren. Natürlich erreicht auch der Laserdruck nicht die Qualität eines Offset's. Aber in den letzten Jahren ist diese Technik immer qualitativer geworden und das Preis/Leistungsverhältniss enorm gestiegen. Und da ich durch Kleinkunden, die unter eine Auflage von 500 Ex. bestellen möchten, nur diese Möglichkeit habe, werde ich mich auch weiterhin mit dieser Technik und dessen Problemen umherschlagen müssen.

Gruss Peter
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
17. Dez 2002, 09:16
Beitrag #4 von 9
Beitrag ID: #19541
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CMS für Laserdruck


Hallo Peter

Tintenstrahldrucker verwenden sehr oft RGB-Tinte (zum Beispiel mein Flöcklidrucker daheim). Sie können ganz einfach feststellen, womit Sie drucken: Schauen Sie einfach nach, was Sie für Tonerfarben im Drucker verwenden.

Des weiteren spielt es natürlich auch eine Rolle, ob der Drucker PostScript-fähig ist bzw. ob Sie ein PostScript-RIP für den Drucker verwenden. Leider ist es so, dass nicht PostScript-fähige Geräte mit SolorManagement sehr schlecht umgehen können. Die einzige Möglichkeit ein optimales Ergebnis auf einem solchen Gerät zu erzielen wäre ein explizites Ausgabeprofil für den Drucker, welches Sie selber erstellen müssten. Die Farbraumtransformation zu CMYK (wenn Sie einen CMYK-Drucker haben) müsste bereits korrekt im Photoshop erfolgen, weil nicht PostScript-Fähige Drucker keine saubere Farbraumtransformation machen können. Des weiteren können nicht PostScipt-fähige Drucker auch nicht mit ICC-Profilen umgehen.

Es ist schwierig eine universelle Antwort auf Ihr Problem zu geben. Das ColorManagement zu deaktivieren wäre eine Möglichkeit. Wenn Sie mit ColorManagement arbeiten möchten, bräuchten Sie Hard- und Software um ein Ausgabeprofil für Ihren Drucker erstellen zu können. Nur somit liesse sich mit ColorManagement ein gutes Resultat erzielen. Doch das kostet Geld und erfordert ausserdem viel KnowHow im Umgang mit ColorManagement. Daher sind Sie wohl in der Tat besser bedient, wenn Sie das CMS deaktivieren.

Mit freundlichenGrüssen
Michel Mayerle
freelancer@ulrich-media
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Michel Mayerle
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17. Dez 2002, 16:09
Beitrag #5 von 9
Beitrag ID: #19589
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CMS für Laserdruck


ANMERKUNG

Um überhaupt korrekt CMYK drucken zu können, müssen Sie einen Drucker oder ein RIP haben, welches PostScript-fähig ist!

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
freelancer@ulrich-media
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peter
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18. Dez 2002, 08:54
Beitrag #6 von 9
Beitrag ID: #19638
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CMS für Laserdruck


Postsricpt Level 2 erläuterte mir Xerox.
als Antwort auf: [#18562] Top
 
peter
Beiträge: 168
18. Dez 2002, 09:06
Beitrag #7 von 9
Beitrag ID: #19643
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CMS für Laserdruck


Hallo Michel

Ich glaube da gibts noch ein Verständigungsproblem. Es ist nicht irgend ein kleiner Drucker, es ist auch nicht mein Drucker. Sondern eine ziemlich grosse Druckmaschine von Xerox, die in einer Druckerei steht. Da das Personal der Druckerei mit solchen Problemen leicht überfordert war, habe ich mich direkt an Xerox gewendet. Nun trotzdem vielen Dank für die Antworten.

Gruss Peter
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
18. Dez 2002, 09:35
Beitrag #8 von 9
Beitrag ID: #19651
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CMS für Laserdruck


Hallo Peter

Da habe ich Sie wirklich missverstanden. Trotzdem, das oben geschriebene gilt in den meisten Punkten immernoch. Wenn Ihre Druckrei für dieses Gerät ein Level2-RIP verwendet, dann ist das leider nicht so berauschend. Level2-RIPS sind erst ab Version 2017 tauglich für In-RIP-Separationen! Ein Level3-RIP eignet sich für das Erzeugen konsistenter Farben besser! Ich würde daher folgendes vorschlagen:

Fragen Sie Ihre Druckerei einmal, ob es möglich wäre, dass sie Ihnen ein ICC-Profil für dieses Gerät erstellen können. Dann können Sie Ihre Bilder in Photoshop bereits gemäss diesem Profil bearbeiten.

Falls Ihnen die Druckerei kein Profil liefern kann, dann würde ich der Druckerei einfach RGB-Biler schicken. Dann soll die Druckerei die Bilder so bearbeiten, wie sie es immer machen für dieses Gerät. Optimal wäre natürlich, wenn Ihnen Ihre Druckerei genau sagen könnte, wie sie denn die Bilder selber jeweils für dieses Gerät bearbeiten. Es wäre zum Beispiel super, wenn Ihnen die Druckerei sogenannte CSF-Files (Color Settings-File) schicken könnte. Dieses können Sie dann im Photoshop gebrauchen. In einem solchen File sind alle Separationsparameter usw bereits gespeichert. So könnten Sie die Bilder selber genau nach den vorgegebenen Spezifikationen bearbeiten!

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
freelancer@ulrich-media
als Antwort auf: [#18562] Top
 
peter
Beiträge: 168
18. Dez 2002, 11:04
Beitrag #9 von 9
Beitrag ID: #19660
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CMS für Laserdruck


O.K. vielen Dank nochmal für den Lösungsvorschlag. Ein Profil der Druckmaschine habe ich von Xerox direkt bekommen, die Rersultate werden aber einiges schlechter, da der Druckjob bei der Druckerei nicht korrekt geschickt wird. Nun, weil die Leute bei der Druckerei vom ganzen leider nicht viel Ahnung haben, muss ich wohl einfach RGB-Dateien schicken.

Vielen Dank nochmals
Peter
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