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issnix
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31. Okt 2003, 12:05
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CMS in Acrobat 6


Hallo Leute
An einem Punkt bin ich wohl noch nicht ganz gestiegen, was das ColorManagment in Acrobat 6 betrifft.
In den Grundeinstellungen gebe ich ja Acrobat bekannt, in welchen Arbeitsfarbräumen ich arbeite.

1. Frage
Oeffne ich nun ein PDF, dem ein Quellprofil angehängt ist, wandelt Acrobat mir das automatisch in den entsprechenden Farbraum? Wenn ja, dann würde ich gerne, dass er mich informiert. (So ähnlich wie Photoshop)

2. Frage
In den Grundeinstellungen kann ich die Option "Ausgabe-Intention überschreibt Arbeitsfarbräume" aktivieren. Ich bin mir da nicht ganz sicher, was diese Option bedeutet, tippe aber mal auf folgendes. Ich Druckdialog vom Acrobat in der Option "Weitere Optionen" kann ich bei der Ausgabe auch ein Druckerprofil anwenden. Da gebe ich ein Zielprofil bekannt. mit der Option "Ausgabe-Intention überschreibt Arbeitsfarbräume" lässt nun Acrobat zu, dass die Farben beim Drucken zum Ziel-Profil gewandelt werden. Ist das so? Habe ich das richtig interpretiert?

3. Frage
Gerade zu diesen Druckerprofilen in den "weiteren Optionen" im Druckdialog habe ich auch noch ne Frage. Was passiert denn eigentlich genau, wenn ich Drucker-/PostScript-Farbmanagment auswähle?
Bei "übereinstimmend mit Quelle" nehme ich an, fasst Acrobat meine Farben nicht an und lässt sie so, wie sie dem PDF mitgegeben werden. Was passiert aber, wenn ich in den Grundeinstellungen, dass Farbmanagment aktiviert habe?

4. Frage
Wenn ich die Option "Arbeitsfarbbereiche anwenden" aktiviere, wedann werden ja die Farben vom Quell-Profil zu meinem Profil, dass ich in den Grundeinstellungen angegeben habe, in meinen Arbeitsfarbraum gewandelt. Aber was passiert nun, wenn ich im Druckprofil ein ganz anderes Profil anwähle, welches hat Priorität?
Das gleiche gilt mit der Option "Proof-Einstellungen anwenden". Logischerweise sage ich aber dem Softproof, dass es die Arbeitsfarbräume darstellen soll, dann nehme ich, dass es mit der Option "Arbeitsfarbräume anwenden" gleichgestellt werden kann. Oder liege ich da ganz falsch?

Klar beschreibt mir Acrobat unterhalb im Druckdialog die Einstellungen, aber mir fehlt, so glaube ich, noch gewisse Hintergrund-Informationen, bevor ich da ganz durchblicke und ich hoffe, dass sie mir jemand geben kann :)

Ich danke euch

iss wieder viel los hier
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
31. Okt 2003, 12:48
Beitrag #2 von 3
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CMS in Acrobat 6


Hallo issnix,

heute ist wohl Ihr Farbmanagement-Tag? ;-)

Zu 1)
Jedes im PDF befindliche Quellprofil hat Vorrang gegenüber den in den Grunsdeinstellungen definierbaren Arbeitsfarbräumen. Dieses dienen ausschließlich dazu geräteabhängige Farben im PDF-Dokument näher zu spezifizieren. Durch das CMYK-Arbeitsfarbraumprofil weis ein Acrobat 5 oder 6 z.B. wie es den im PDF evtl. gefundenen DeviceCMYK-Farbraum darstellen soll.
Es ist tasächlich wie in Adobe Photoshop nur dass Acrobat keinen Warndialog präsentiert wenn ein Profil fehlt, sondern "still und heimlich" sich der Grundeinstellungen bedient.

Zu 2) Diese Option zeigt nur Auswirkung wenn Sie eine PDF/X-kompatible PDF-Datei in Acrobat 6.0 öffnen. Wenn sie aktiviert ist, werden DeviceCMYK-Farben im PDF nicht mit Hilfe des Arbeitsfarbraum CMYK-Profils wiedergegeben, sondern mit Hilfe des im PDF/X-Dokument enthaltenen OutputIntent Profils.

Zu 3)
Siehe Antwort im Adobe InDesign Forum.
Die Option "Übereinstimmend mit Quelle" alleine benutzt läßt Ihre Dokument-Farben unangetastet und ist für den Fall gedacht, dass die Farbe bereits korrekt im PDF vorliegt und keiner weiteren Farbraumtransformation unterliegen darf/soll.

Zu 4)
Die Aktivierung der Option "Arbeitsfarbräume anwenden" entspricht exakt den Mechanismen die bei der Bildschirmdarstellung zum tragen kommen. Wenn in der zu druckenden PDF-Datei geräteabhängige Farben gefunden werden (DeviceGray, DeviceRGB oder DeviceCMYK), dann wird diesen Farbräumen das in den Grundeinstellungen definierte ICC-Profil zugeordnet und somit aus einer ehemal geräteabhängigen eine geräteunabhängige Farbbeschreibung gemacht. Ist die Farbe bereits im PDF geräteneutral definiert, ändert diese Option erst einmal nichts an den Quellfarben. Wird in einem anderen Farbraum augegeben als im PDF vorliegt, dann erfolgt bei deaktivierter Option eine einfache, nicht ICC-Farbmanagement gestützte Farbraumtransformation. DeviceRGB wird also z.B. mit UCR- und BG-gestütztem Ansatz konvertiert (konkret mit maximalem Schwarzaufbau). Außerdem findet auch keine CMYK-nach-CMYK-Transformation statt. Sehr wohl aber wenn die Option aktiviert ist und CMYK-Arbeitsfarbraum und CMYK-Zielfarbraum unterschiedlich gewählt werden.

Die Proof-Option bringt ganz einfach eine zweite, weitere Farbraumtransformation ins Spiel. Zuerst wird in den laut Softproff-Einstellungen definierten Simulationsfarbraum konvertiert und anschließend in den Ausgabe-/Zielfarbraum. Dies erlaubt die Simulation eines anderen Druckverfahrens auf einem Ausgabegerät.

Es ist unmöglich solch komplexe und auch teilweise komplezierte Zusammenhänge in ein paar Sätzen zu vermitteln und auch zu verstehen. Hier wäre sicherlich eine entsprechende Schulung der richtige Weg.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
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31. Okt 2003, 22:40
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CMS in Acrobat 6


Gut gebrüllt, Löwe
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