Hallo Michael,
Antwort auf:
Kann man die Ausführungen von Dr. Johannes Hoffstadt irgendwo nachlesen? Mir ist durchaus bewußt, dass die verwendete Messtechnik eine große Rolle spielt. Dennoch halte ich den Vergleich des Monitor-Weißpunkts mit einem Papierweiß unter 5000K eher gewagt.
den Vortrag haben wir mal in den Downloadbereich von
www.basICColor.de gestellt.
Übrigens, Loethelm, da gibt´s nix zuzugeben – ist einfach eine physikalische Tatsache, dass die Messung umso genauer wird, je näher die Lichtquelle im Messgerät an D50 dran ist, wenigstens für Aufsicht und D50-Messungen (bei Monitormessung spielt die Lichtquelle keine Rolle, da abgeschaltet). Bei D65-Messungen sieht´s dann schon wieder anders aus. Da ein Spektralfotometer aber für jede Lichtart messen soll, muss in den meisten Fällen ohnehin digital "gefiltert" werden.
Zum Thema selbst: Die Beleuchtung im Lichtkasten ist entscheidend für die Monitorkalibration, nicht das Papier, das drin liegt. Sonst müsste ich ja für jedes Papier den Monitor anders kalibrieren. Die Papiersimulation wird dann vom CM erledigt, in Photoshop z.B. durch "Proof einrichten" mit dem Häkchen bei "Papierweiß". Wenn die Papierfärbung auf dem Monitor dann nicht stimmt (zu blau), dann liegt es meistens an optischen Aufhellern im Papier, die vom Licht des Messgeräts angeregt im blauen Spektralbereich strahlen. In einem solchen Fall hilft es nicht, die Monitorkalibration zu "verdrehen", da hilft nur, den Weißpunkt im Druckprofil zu editieren. Das Monitorprofil beschreibt nämlich den Weißpunkt des Monitors und kompensiert ihn in der Darstellung in einem CM-fähigen Programm. Da das Bezugsweiß des Druckprofils D50 ist, wird auch auf dem Monitor dahin gerechnet. Im besten Fall ist die chromatische Adaption im Profil so gut, dass die Farbverschiebungen korrigiert werden, die unter einem anderen Betrachtungslicht entstehen. Im schlechteren Fall sieht man zum falschen Weißpunkt auf dem Desktop (da wird er nicht "korrigiert") auch noch Falschfarben im CM-fähigen Programm.
Fazit: Kalibration des Monitors auf den Weißpunkt des Normlichtkastens, der verwendet wird oder ersatzweise auf D50, wenn kein Normlichtkasten verwendet wird, oder kein Spektralfotometer zur Verfügung steht, um diesen zu messen. Papiersimulation über Druckprofil und "Ansicht".