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Maxen
Beiträge: 66
29. Jan 2004, 15:27
Beitrag #1 von 16
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Folgendes ist mir heute in Indesign CS aufgefallen:

Drucke ich in eine Postscript-Datei (PPD: AdobePDF-Distiller) mit der Option InRip-Separation, dann bekomme ich, nach dem Distiller (Farbmanagement aus), ein PDF mit (Anzeige in PitStop 6.01) Mehrfachschmuckfarben.

Dieselbe Postscript-Datei hat bei der Ausgabe, mit der Einstellung Composite-CMYK, als PDF den Farbraum CMYK-Farbe in PitStop.

Einmal abgesehehn davon, das unser Rip (Lvl. 2) über Crackerjack bei dem Mehrfachschmuckfarben-PDF alle Farben ausspart und nicht z. B. Schwarz überdruckt (wird im Distiller beibehalten), würde mich interessieren warum nicht auch bei der InRip-Separation der CMYK-Farbraum eingehalten wird.

Außerdem wird bei der InRip-Separation das Dokumentformat inkl. des definierten Anschnitts als Box gewandelt, nicht das Dokumentformat alleine. Es wäre auch interessant welchen Unterschied es zwischen Composite-CMYK und Composite-unverändert gibt? Ist diese Variante besser als Composite-CMYK?

Maxen Top
 
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
29. Jan 2004, 16:12
Beitrag #2 von 16
Beitrag ID: #68012
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Composite/InRip aus Indesign CS?


"Unverändert" heisst, dass nicht Schmuck- oder CMYK-Farben auch also solche erhalten bleiben, btw. dass Lab in den entsprechenden CIEBased-Farbraum konvertiert wird.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
29. Jan 2004, 17:39
Beitrag #3 von 16
Beitrag ID: #68032
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Maxen,

welchen Objekttyp (Rahmen, Bild, Verlauf, ???) haben Sie denn eingefärbt und vor allem mit welcher Farbe (CMYK, Sonderfarbe, ???)?
Ich kann nämlich nicht erkennen, dass das von Ihnen Beschriebene pauschal passiert. Selbst wenn es passieren sollte, wo ist das Problem? Sie signalisiseren durch Verwendung der Acrobat Distiller 6.0 PPD, dass Sie Daten für einen PostScript 3 Interpreter generieren wollen. DeviceN, der Fachbegriff für den Mehrfachschmuckfarben-Farbraum, ist ein grundlegendes PostScript 3 Feature und wird somit von jedem PostScript 3 kompatiblem Interpreter unterstützt.

Übrigens ist der Einsatz von DeviceN auch im CMYK-Bereich nichts ungewöhnliches. So gibt z.B. QuarkXPress 6.0 sobald man den DeviceN Ausgabemodus wählt, auch CMYK-Farben mit Hilfe des DeviceN-Farbraums aus. Der Vorteile gegenüber DeviceCMYk ist, dass man sich bei DeviceN auf die Farbkanaäle beschränken kann, die tatsächlich benötigt werden.
Nehmen wir als Beispiel die Farbe 100%C 0%M 30%Y 0%K.
Als DeviceCMYK Farbe definiert bedeutet diese Farbdefinition, dass jegliche CMYK-Farbinformation die im Hintergrund liegt auch mit 0% Magenta und Schwarz überschrieben wird. Selbst wenn die CMYK-Farbe im Vordergrund überdrucken sollte. Nur durch Einsatz des Illustrator Überdruckmodus ist ein Überdrucken zu bewerkstelligen.
Definiert man diese Farbe dagegen als zweikanaligen DeviceN-Farbraum, der nur die Kanäle "Cyan" und "Yellow" definiert, dann ist sichergestellt, dass nichts versehentlich im Hintergrund ausgelöscht wird.

Was Sie mit Ihrem letzten Absatz meinen ist mir ein Rätsel. Können Sie den Effekt etwas anschaulicher beschreiben?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Maxen
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29. Jan 2004, 19:02
Beitrag #4 von 16
Beitrag ID: #68059
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Guten Tag Hr. Zacherl,

mein Eingangsposting ist in der Eile etwas knapp ausgefallen und war daher vielleicht etwas unverständlich, ich wußte zumindest was ich meinte ;-)

Nochmals zur Erklärung: Es ist eine recht einfache Indesign-Datei mit schwarzen Textelementen/Grafiken und einem gelben Verlauf als Hintergrund (alles CMYK, keine Sonderfarbe). Wenn ich nun diese, wie oben beschrieben, als Datei (InRip-Separation) drucke dann habe ich, nach der Wandlung ins PDF, eben diesen DeviceN Farbraum in PitStop. Mit der Einstellung "Composite-CMYK" im Druckdialog von IDCS bekomme ich damit CMYK-Farbe in PitStop.

Da DeviceN ein Postscript Lvl. 3 Feature ist, wäre diese Frage für mich soweit geklärt, denn ich bin leider technisch nicht in der Lage dieses, wie von mir gewünscht, an unserem RIP auszugeben. Ich bleibe dann wohl bei der Composite-CMYK/unverändert Einstellung.

Was meine ich mit dem letzten Absatz? Beim ausgeben der Datei mit der Einstellung InRip-Seperation, habe ich beim PDF nicht wie gewohnt (also wie mit der Einstellung Composite-CMYK) die richtige Media/Trim/Bleed-Box sondern nur einen definierten Rahmen mit der Größe des Indesign-Dokuments inkl. dem angegebenen Anschnitt (z.B. A3 +3mm Anschnitt = Rahmen mit dem Format 303x426mm). Dabei ist es egal ob ich mit Schnittmarken oder ohne drucke.

Ich hoffe etwas Licht in die Sache bringen zu können :)

Maxen
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Maxen
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29. Jan 2004, 19:09
Beitrag #5 von 16
Beitrag ID: #68061
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Composite/InRip aus Indesign CS?


@Haeme Ulrich

Danke für die Info. Ihre Erklärung interpretiere ich jetzt für mich so, das ich zukünftig Composite-unverändert anstatt Composite-CMYK beim schreiben in eine Postscriptdatei verwende, da hier Dokumentfarben nicht verändert werden.

Oder ist das "egal" für eine Wandlung ins PDF?

Maxen
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Robert Zacherl p
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29. Jan 2004, 22:58
Beitrag #6 von 16
Beitrag ID: #68096
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Hallo Maxen,

das Problem mit den PDF-Seitenrahmen ist nicht nachvollziehbar für mich. Da Adobe InDesign ist nicht auf eine Idiom Recognition des PostScript 3 Interpreters im Acrobat Distiller angewiesen ist um die PDF-Dateien mit Trim- und BleedBox zu versehen, sondern entsprechende pdfmark Befehle in den PostScript-Code einbettet, sind auch keine Beschnittzeichen notwendig (im Gegensatz zu QuarkXPress). Diese Ausgabe von pdfmark Anweisungen geschieht meines Wissens unabhängig vom Ausgabemodus.

Die Ausgabe des schwarzen Textes als einkanaliger Separation Farbraum (so ist es zumindest bei mir) stellt sicher, dass kein anderer als der Schwarzkanal des darunterliegenden CMYK-Farbverlaufs beeinflußt wird. Denn wenn der Text als CMYK-Schwarz ausgegeben wird, muss sichergestellt sein, dass
- der verarbeitende Interpreter in der Lage ist ein CMYK-Vektorobjekt einen CMYK Smooth Shade (PostScript 3 Farbverlauf) überdrucken zu können (Schwarz überdruckt standardmässig in InDesign)
- der Illustrator Überdruckmodus aktiv ist und vom Interpreter berücksichtigt wird, da ansonsten der schwarze Text aussparen würde

Sie sehen also, dass die Anforderungen an den Interpreter was er können muss, wesentlich höher ausfallen.

Da normale CMYK-Farbdrucker eh kein Überdrucken unterstützen spielt dies alles bei der Composite-CMYK Ausgabe keine Rolle und deshalb verzichtet Adobe auf den Einsatz von Separation und DeviceN Farbräumen, um den Code so anspruchslos als möglich zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Maxen
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30. Jan 2004, 09:52
Beitrag #7 von 16
Beitrag ID: #68160
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Nochmals schönen Tag Hr. Zacherl,

zum besseren Verständnis der Problematik mit den PDF-Seitenrahmen habe ich die folgenden Testdokumente online gestellt:

http://idisk.mac.com/...InRip-Seperation.pdf

http://idisk.mac.com/...t_Composite-CMYK.pdf

Das InRip-PDF hat gleiche Werte in Acrobat 6 für die Trim/Bleed/Artbox, im Gegensatz zum Composite-CMYK-PDF das die richtigen Werte für die Trim/Artbox hat.

Nach einigen testen hat sich auch noch herausgestellt das sich bei der Ausgabe als Postscript-Datei der Composite-unverändert-Modus doch nicht als vorteilhaft erweist, denn die Schnittmarken werden dabei als 100% Schwarz - optional Grau(!) - definiert und nicht als Registerfarbe (100c/100m/100y/100k), wie bei der Composite-CMYK Einstellung.

Zitat Anfang ---

Da normale CMYK-Farbdrucker eh kein Überdrucken unterstützen spielt dies alles bei der Composite-CMYK Ausgabe keine Rolle und deshalb verzichtet Adobe auf den Einsatz von Separation und DeviceN Farbräumen, um den Code so anspruchslos als möglich zu gestalten.

Zitat Ende ---

Das der Code so anspruchslos als möglich gestaltet ist, halte ich, für meine technischen Möglichkeiten, als äußerst hilfreich und rücksichtsvoll von Adobe ;)

Maxen

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Robert Zacherl p
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30. Jan 2004, 10:54
Beitrag #8 von 16
Beitrag ID: #68171
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Hallo Maxen,

ist dieser Doppelnutzen im A4 Doppelseitenlayout mit aktivierter Druckoption "Druckbögen" ausgegeben worden oder haben Sie ein A4 Querformat als Dokumentenformat eingerichtet?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Maxen
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30. Jan 2004, 11:13
Beitrag #9 von 16
Beitrag ID: #68175
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Hallo,

das Dokument ist im Format 424 x 297 mm, mit 2 mm Anschnitt, definiert. Also keine Druckbögen aktiviert. Ich habe noch vergessen zu erwähnen, das diese Datei von einer Indesign-Version 2.02 nach IDCS konvertiert wurde. Allerdings wurden die vorherigen, manuell erstellten Anschnitts-Hilfslinien gelöscht, dann der Anschnitt neu eingegeben und die Datei mit neuem Namen gespeichert.

Maxen
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Robert Zacherl p
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30. Jan 2004, 16:51
Beitrag #10 von 16
Beitrag ID: #68269
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Hallo Maxen,

kann ich die CS-Datei ohne die platzierten Daten mal zur Ansicht erhalten?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Maxen
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31. Jan 2004, 12:30
Beitrag #11 von 16
Beitrag ID: #68320
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Das ist leider erst wieder am Montag möglich, da ich jetzt keine Möglichkeit auf den Zugriff der Daten habe.

Schönes Wochenende,
Maxen
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Maxen
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2. Feb 2004, 08:40
Beitrag #12 von 16
Beitrag ID: #68442
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Composite/InRip aus Indesign CS?


An Hr. Zacherl,

hier finden Sie das original Indesign-CS Dokument:

http://idisk.mac.com/maxen/Public/test.indd

Beste Grüße und erfolgreiche Woche,
Maxen
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Robert Zacherl p
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2. Feb 2004, 10:00
Beitrag #13 von 16
Beitrag ID: #68453
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Hallo Maxen,

vielleicht bin ich nur zu doof die Datei korrekt herunterzuladen, aber jedenfalls gelingt es mir nicht die Datei ohne Fehlermeldung in Adobe InDesign zu öffnen. Da es sich um Binärdaten handelt wäre es anzuraten die Daten vorher zu kodieren. So z.B. per .ZIP oder .SIT oder .HQX.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Maxen
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2. Feb 2004, 10:12
Beitrag #14 von 16
Beitrag ID: #68459
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Composite/InRip aus Indesign CS?


So, ich hoffe das es jetzt funktioniert. Ich habe zwar auch die vorherige Datei getestet und öffnen können, aber gleich komprimiert wäre wohl besser gewesen.

http://idisk.mac.com/...Public/test.indd.sit
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Robert Zacherl p
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2. Feb 2004, 20:15
Beitrag #15 von 16
Beitrag ID: #68559
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Composite/InRip aus Indesign CS?


Hallo Maxen,

ich konnte die Datei nun erfolgreich downloaden und in Adobe InDesign CS öffnen.
Ich habe drei verschiede Ausgabemodi getestet, PDF-Export, "Composite-CMYK" und "in-RIP Separation" PostScript-Ausgabe. In allen drei Fällen enthielt die PDF-Datei das korrekte Endformat (TrimBox) und die laut Dokumenteinstellungen oder Export-/Druckdialog definierten Anschnitt-Einstellungen (BleedBox).
Ich habe keine Ahnung was bei Ihnen da schief läuft.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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