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Anonym
Beiträge: 22827
24. Jun 2004, 12:04
Beitrag #1 von 11
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Déjà VU oder CCC


Ich werde mir einen File-/Webserver einrichten mit Sicherung auf eine externe FW HD. Mit CCC hab ich bisher einige (gute) Erfahrungen gemacht. Déja VU sieht auch interessant aus. Was mir an CCC gefällt ist die Möglichkeit ASR zu verwenden.
Das zurücksichern des Systems sollte so einfach wie möglich sein, da ich den Server nicht bei mir zu Hause stehen hab.

tja, zur Datensicherheit hätt ich gerne ein RAID (RAID 1 sollte OK sein) gibt es zuverlässige und vorallem billige Lösungen über FW?

Als Server wird ein Yosemite mit genügend RAM verwendet.

Noch was anderes, macht es Sinn Mac OS X Server zu kaufen? Die verwendete Technologie ist, sowie ich das sehe, vorallem OpenSource oder schon in der Client-Version irgendwie integriert. Top
 
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Dave Uhlmann
Beiträge: 1938
24. Jun 2004, 12:50
Beitrag #2 von 11
Beitrag ID: #93049
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Déjà VU oder CCC


Hallo Anonymer

Wegen der Software: Spielt eigentlich keine Rolle, da beide das BSD-Subsystem ansteuern. Wegen der Server-Software: Da würde ich auch einen Client nehmen, es gibt die Software SharePoints, mit der kann man die Netinfo-Einträge grafisch verändern, so dass auch andere Freigaben als der Public-Ordner möglich sind.


// david uhlmann

mac os x & datahandling
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Thomas Richard  M  p
Beiträge: 17211
24. Jun 2004, 13:13
Beitrag #3 von 11
Beitrag ID: #93068
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Déjà VU oder CCC


Hallo Anonymer,

File/Webserver auf einem Gerät?
Das würde ich mir überlegen.

CCC ist nicht mein Fall, Deja Vu dagegen sehr, ist aber rein persönliche Empfindung.

Was heißt rücksichern des Systems?

Was sofort geht, ist, das System von der BU Platte zu starten.
Dann kann man rückwärts wieder aufs original schreiben.
Was verstehst du unter Rücksicherung, welches (Fehler/Ausfall) Szenario setzt du da voraus?

Warum willst du fürs BU ein RAID1 das würde eher sinn im Server machen.
Da gibt es z.B: von ATTO und/oder Acard entsprechende PCI Karten.

Statt RAID1 (was m.E: gar keinen Sinn macht, solltest du evtl. überlegen ob du nicht 2 Backup Sätze auf 2 separate FW Platten laufen lässt.

Ob OS X Client reicht, hängt davon ab, was du noch vorhast. Wenn Remote zugriff auf Clients, Netboot oder Webobjects gebraucht werden, ist der Server vorzuziehen.

Was, vor allem bei parallelem File/Web-Server Betrieb fehlt, ist eine separate Netzwerkkarte.

MfG

Thomas
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Thomas Kaiser  M 
Beiträge: 1299
24. Jun 2004, 13:23
Beitrag #4 von 11
Beitrag ID: #93073
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Déjà VU oder CCC


Hallo David,

[CCC oder DejaVu]
> Spielt eigentlich keine Rolle, da beide das BSD-Subsystem
> ansteuern.

Naja, "ansteuern"... CCC hat in der Vergangenheit ditto benutzt (das in den früheren Versionen aufgrund Beschränkungen bei Dateinamen schlichtweg ungeeignet war), dann psync und kann nun auch mit asr. Ist aber genauso wie DejaVu "externe Software", die im Falle eines GAU erstmal irgendwie an die Maschine gelassen werden will.

Warum nicht einfach die Apple-eigene Lösung nehmen? Die "asr"-Funktionalität, die seit 10.2.3 nur per Kommandozeile zur Verfügung stand, ist seit 10.3 fix in das "Festplattendienstprogramm" eingebaut (Partition anklicken --> rechts auf "Wiederherstellen" klicken und man kann ganze Partitionen -- ggf. auch im schnellen "block copy"-Modus -- sichern).

Eine 10.3er System-CD beinhaltet das Festplattendiensprogramm, man kann also im worst case einfach davon booten, dann den Installationsprozeß übergehen und simpelst per Menü asr via "Festplattendienstprogramm" zum Zurück-Klonen benutzen.

> Wegen der Server-Software: Da würde ich auch einen Client nehmen,

Bzgl. "Client": Die Unterscheidung zwischen der Server- und der "normalen" MacOS X Version beruht nur darin, daß dem Server noch ein paar mehr Dienste und Verwaltungswerkzeuge dazugepackt wurden (die aus der OpenSource-Ecke funktionierten von Anfang an, das Apple-Eigengebräu so leidlich seit kurzem). Insofern finde ich es ein wenig mißverständlich, wenn eine Unterscheidung "Client"/"Server" bei den Betriebsystemen getroffen wird, da "Mac OS X Server" als Produkt die normale MacOS X Version quasi fast vollständig enthält.

Zur Tauglichkeit der normalen Version als Dateiserver: Der AppleFileServer ist in der Variante auf maximal 10 gleichzeitige AFP-Verbindungen beschränkt.

> es gibt die Software SharePoints, mit der kann man die Netinfo-
> Einträge grafisch verändern, so dass auch andere Freigaben als der
> Public-Ordner möglich sind

SharePoints ist in der Tat nett -- insbesondere seit Michael Horn, auch die bisher verborgen liegenden NetInfo Einträge implementiert hat, die MacOS X Server benutzte (kam mit Version 3.1)

Allerdings sollte gerade im Zusammenhang mit externen Firewire-Platten nicht verschwiegen werden, daß man dabei schnell in ein kleines (bzw. riesiges) Problem rennt: http://groups.google.com/...ews.uni-stuttgart.de

Gruss,

Thomas
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durruti
Beiträge: 12
24. Jun 2004, 14:33
Beitrag #5 von 11
Beitrag ID: #93105
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Déjà VU oder CCC


>File/Webserver auf einem Gerät?
>Das würde ich mir überlegen.
Es sollte nur ein Webserver zu test Zwecken werden. Evtl. nur per Intranet erreichbar

>Was heißt rücksichern des Systems?
Was ich möchte ist ca. wöchentlich ein Backup des ganzen Systems (am besten eigentlich als ASR) und täglich ein Backup der Daten.


>Warum willst du fürs BU ein RAID1 das würde eher sinn im Server >machen.
>Da gibt es z.B: von ATTO und/oder Acard entsprechende PCI Karten.
Ja, das hab ich eigentlich auch damit gemeint, Auf dem RAID sollten nicht das Backup sondern die Arbeitsdaten, sprich die Server-Volumes sein.


>Statt RAID1 (was m.E: gar keinen Sinn macht, solltest du evtl. >überlegen ob du nicht 2 Backup Sätze auf 2 separate FW Platten laufen >lässt.


>Was, vor allem bei parallelem File/Web-Server Betrieb fehlt, ist eine >separate Netzwerkkarte.
hmmm... das hab ich nicht gewusst.


>Naja, "ansteuern"... CCC hat in der Vergangenheit ditto benutzt (das >in den früheren Versionen aufgrund Beschränkungen bei Dateinamen >schlichtweg ungeeignet war), dann psync und kann nun auch mit asr. >Ist aber genauso wie DejaVu "externe Software", die im Falle eines >GAU erstmal irgendwie an die Maschine gelassen werden will.

Danke für die hilfe

ach, ich hock gerade nicht vor einem Mac gibt es "dd" auch unter OS X?
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Thomas Richard  M  p
Beiträge: 17211
24. Jun 2004, 14:59
Beitrag #6 von 11
Beitrag ID: #93116
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Déjà VU oder CCC


Hallo Thomas,

> Ist aber genauso wie DejaVu "externe Software", die im Falle eines
> GAU erstmal irgendwie an die Maschine gelassen werden will.

Wieso?

Wenn ich auf eine FW Platte per CCC, DejaVu oder FDP (;-)) ein Backup nebst System ziehe, und mir stirbt meine Systemplatte, so starte ich von der FW Platte. Stirbt eine Datenplatte, so habe ich auch noch ein laufendes BU Tool.

Oder hab ich da was verpasst?

> Allerdings sollte gerade im Zusammenhang mit externen Firewire-
> Platten nicht verschwiegen werden, daß man dabei schnell in ein
> kleines (bzw. riesiges) Problem rennt: http://groups.google.com/...ews.uni-stuttgart.de

Die Geschichte bekomm ich hier nicht auf die Reihe, bei einem Kunden läuft die Konstellation. Der Server läuft als User oder am Anmeldefenster. Und einer der Clientuser hat auch Zugriff auf die FW Backupplatten.

Werde das aber mal die Tage vor Ort eruieren.

Die Sache mit der Gast-nach-User-ist-quasi-User-Anmeldung muss ich mal probieren, das wäre in der Tat happig.

MfG

Thomas
als Antwort auf: [#93024] Top
 
Thomas Kaiser  M 
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24. Jun 2004, 15:52
Beitrag #7 von 11
Beitrag ID: #93131
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Déjà VU oder CCC


Hallo Thomas,

> Wenn ich auf eine FW Platte per CCC, DejaVu oder FDP (;-)) ein
> Backup nebst System ziehe, und mir stirbt meine Systemplatte, so
> starte ich von der FW Platte.

*Dieses* Szenarium spreche ich bewußt gar nicht an.

Vorab: Es gibt in den Köpfen vieler Menschen das arge Missverständnis, ein stumpfes Klonen eines Volumes könne etwas wie ein Backup ersetzen. Dem will ich schon mal von vorneherein keinen Vorschub leisten.

Dann... Gesetzt den Fall, dieser Klon der Systemplatte ist tatsächlich das einzige "Backup" weit und breit, so würde ich unter keinen Umständen davon booten. Wenn nicht eindeutig ein Hardware-Defekt dazu geführt hat, daß von der ehemaligen Systemplatte nicht mehr gebootet werden konnte, also die Ursache "irgendwo" in Software zu suchen ist, dann kann es sein, daß es das nun gebootete Ersatzsystem ebenso zerreißt (laß es irgendeinen amoklaufenden Prozeß sein; laß es etwas "Böses" sein, das sich eingenistet hat -- ich bspw. würde, *wenn* ich Würmer/Viren für den Mac schreiben *würde*, versuchen, mich an die /Library/StartupItems-Schwachstelle zu hängen und auf dem Weg beim nächsten Neustart viel Ungemach anrichten)

Insofern gilt für mich die Prämisse, diese Kopie unbeschadet aufzuheben, und -- wenn möglich -- nur read-only drauf zuzugreifen (wie ich es mir erlauben kann, wenn ich per asr davon retour sichere)

Vielleicht ist ein Vergleich mit einem Tonband bildlicher? Wenn mein "Original" vom Rekorder zu häßlichem Bandsalat verarbeitet wird, stecke ich doch nicht auch noch die einzige Sicherungskopie in dasselbe Gerät, um diese auch noch schreddern zu lassen? Bei der Metapher wäre der Rekorder die aktuell laufende Installation, wenn sie denn auch aktiv läuft -- Software ist eben schwer zu "begreifen" ;-)

Gruss,

Thomas
als Antwort auf: [#93024] Top
 
Thomas Richard  M  p
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24. Jun 2004, 16:39
Beitrag #8 von 11
Beitrag ID: #93143
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Déjà VU oder CCC


Hallo Thomas,

für den Fall das das System Amok läuft, es also _nicht_ ein HW Defekt der Platte ist, würde ich vor jedem Neustart, sowieso erst mal das Backup in Sicherheit bringen.

Wenn dann nämlich das 'böse' auch schon auf dem Backup hockt und evtl. auch nur aktiv wird/werden kann, wenn es auf dem laufenden System hockt, würde mir nach dem Rücksichern ja wieder gleiches drohen.

Von daher hast du natürlich völlig recht, das ein möglicherweise verseuchtes System erstmal nur von einem lesenden Medium aus wiederbelebt wird.


> Vorab: Es gibt in den Köpfen vieler Menschen das arge
> Missverständnis, ein stumpfes Klonen eines Volumes könne etwas wie
> ein Backup ersetzen. Dem will ich schon mal von vorneherein keinen
> Vorschub leisten.

Diese hehren Vorsätze sind sehr löblich, aber ich denke das ein stumpfer Klon allemal besser ist, als garkein Backup.

Über die Tauglichkeit eines Backup entscheidet letztendlich eh der Grad des Automatismus mit dem er abläuft und der Krisensicherheit.
Soll heißen wie sicher ist das Szenario gegen Panikmassnahmen im Worstcase.

Eine andere wichitge Massnahme bei solchen Szenarien:

Worscase duchspielen.

Mich hätte nämlich beinahe mal bei einem IDE RAID die Tatsache eiskalt erwischt das das Tool zum reorganisieren des RAIDs nur unter OS9 lief.
Sowas am falschen OS X Rechner und der ganze Effekt ist für die Füsse.

MfG

Thomas
als Antwort auf: [#93024] Top
 
Thomas Kaiser  M 
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24. Jun 2004, 17:01
Beitrag #9 von 11
Beitrag ID: #93153
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Déjà VU oder CCC


Hi Thomas,

> ich denke das ein stumpfer Klon allemal besser ist, als garkein
> Backup

Ich nicht, denn wenn das Ganze nicht den Kriterium, die man an eine echte Datensicherung stellen muß, genügt, dann wähnt man sich nur in falscher Sicherheit.

Oder anders ausgedrückt: Wenn ich weiß, daß ich von irgendwas keine Sicherungskopie habe, behandele ich es um Welten vorsichtiger als mit :-)

Kloning läuft bei mir allenfalls als Teil einer Verfügbarkeits-Strategie aber aufgrund der offensichtlichen Mängel (entweder nicht mehrere Datengenerationen im Zugriff oder immenser Speicherbedarf) nicht als "Backup"-Ersatz...

Gruss,

Thomas
als Antwort auf: [#93024] Top
 
Thomas Richard  M  p
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24. Jun 2004, 17:30
Beitrag #10 von 11
Beitrag ID: #93165
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Déjà VU oder CCC


Hallo,

was hältst du denn davon:

Auf die Backupplatte kommt ein sicheres System. Ab da wird sie durch ein regelmässiges Backup nur mit Daten befüllt. (evtl. sogar auf einer 2. Partition und die erste macht man dicht.

Damit hätte man auf der einen Seite den "autarken Aushilfsserver", zum anderen eine reine Datensicherung.

Aber wenn ich mir das so überlege, ist das ja das was du per ASR vorgeschlagen hast.

... ich geb' auf ;-)

MfG

Thomas
als Antwort auf: [#93024] Top
 
Dave Uhlmann
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24. Jun 2004, 18:33
Beitrag #11 von 11
Beitrag ID: #93173
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Déjà VU oder CCC


Es gibt da noch ein weiteres Tool, das ein ASR-Image erstellt: SuperDuper. Damit lassen sich auch verschiedene Optionen wie z.B. trennen von Apple-Only und ThirdParty Applications einfach verwirklichen.

Klon ist Klon und von mir aus gesehen auch kein Backup. Daher finde ich es nicht notwendig, ein Backup bootfähig zu halten, ist in meinen Augen sogar eher ein schlechter Ansatz. Denn: Beim Backup möchte ich verschiedene Versionen meiner Daten sichern können, u.U. auch mit verschiedenen Sets. Und beim Klon einen definierten Zustand des Systems wieder zurückspielen können. Ich sage das nur, weil in der Vergangenheit bei vielen Backup-Software-Tests auf dem Mac-Markt die Bootfähigkeit eines Backups ein absolutes Muss für die Tester war und ist. Und das geht völlig neben der Aufgabe eines Backup-Programmes vorbei...

Wegen Deja vu vs. CCC: Ich setze häufig und mit gutem Erfolg auf Tri-Backup, wenn es um Backup-Lösungen der Daten geht. Und wenns ein ASR-Image sein soll, dann auf SuperDuper, da ich hier sehr gut komprimieren kann, also ein komplettes System auf einer DVD Platz hat.



// david uhlmann

mac os x & datahandling
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als Antwort auf: [#93024] Top
 
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