Vielleicht habt Ihr recht. Vielleicht hilft es auch, sich über die Kunden aufzuregen. Was wäre das doch alles einfach ohne Kunden.
Aber...
ist es nicht vielleicht unser großes Glück, dass wir Wissen haben, welches andere nicht haben? Ist es nicht das Schicksal des Experten? Sind wir vielleicht nur nicht in der Lage, unser Wissen so zu kommunizieren, dass der Kunde
1. endlich kapiert, dass wir auf unserem Gebiet Spezialisten sind und
2. das dann auch bereit ist, zu bezahlen...
Ich weiß, dass das nicht immer klappt, aber manchmal schon. Ich hatte letztens eine Kundin, die ihr Logo in Excel gestaltet (!) hat. Nungut. Ich hab mir die Mühe gemacht und ihr erklärt, was dabei ein Problem werden könnte.
Und siehe da, die 15 min Gespräch und Erklärungen haben gewirkt. Denn nun weiß sie zwar immer noch nicht, was eingebettet, vektorisoiert und CMYK ist, sie hat aber nun die Ahnung, dass ich als Spezialistin IHRE Arbeit gut hinbekomme.
...
noch ein kleines Beispiel. Ich fahre gern Auto. Manchmal ist es auch kaputt, muss in die Werkstatt. Und ich will NICHT wissen, wo genau mit welchen Werten die Zündung neu eingestellt werden muss. Ich will, dass das Ding an der Kreuzung anbleibt! Und dafür zahle ich der Werkstatt viel Geld pro Stunde. Das ist für die meisten völlig okay. Wir Grafiker sollten nun langsam auch die gleichen Rechte wie Schornsteinfeger, Monteure und Autowerkstätten verlangen. Seid nett zum Kunden und informiert ihn einfach, dass Ihr keine Pixelschieber seid!
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noch eins, manche Kunden geben mehr für ein gestalteten Teekessel von Alessi aus als für ihr Logo! Darüber sollten sie sich mal Gedanken machen. Sagt das denen doch mal!
tibby
Viele Grüße,
Heike
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moliri = in Bewegung bringen!
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