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Anonym
Beiträge: 22827
24. Mai 2003, 12:40
Beitrag #1 von 9
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Hallo,

ich hab in ID ein neues Dokument erstellt, allerdings wurde das wohl in 72 dpi angelegt, wie ich erst später gemerkt habe. Ebenso ist es in CYMK...

...ich weiß, dass CYMK bei Druckvorstufe der Standard ist, aber ich kann aufgrund meiner Bildbearbeitung nicht viel anfangen, da dort alle Bilder in RGB sind. Also würde ich in ID gerne das Dukoment komplett auf RGB umstellen, damit die Farben der Bilder beim Import nicht verfälscht werden.
Ebenso müsste ich natürlich die Dokument auflösung auf 300 Dpi erhöhen, da in 72 Dpi der Ausdruck wertlos ist und wenn ich 300 Dpi Bilder in das 72 Dpi Dokument einfüge und sie dann dort skaliere, dann verpixeln sie und damit ist das Ganze ebenfalls wertlos.

Ich hoffe mir kann jemand helfen, da die Hilfe von ID völlig nutzlos für mich war und ich auch sonst im Netz nix gefunden habe. Top
 
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Oliver Wendtland S
Beiträge: 726
26. Mai 2003, 08:02
Beitrag #2 von 9
Beitrag ID: #36892
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


..ich weiß, dass CYMK bei Druckvorstufe der Standard ist, aber ich kann aufgrund meiner Bildbearbeitung nicht viel anfangen, da dort alle Bilder in RGB sind. Also würde ich in ID gerne das Dukoment komplett auf RGB umstellen, damit die Farben der Bilder beim Import nicht verfälscht werden.
Umgekehrt ist es richtig:
Da IMMER CMYK gedruckt wird, ist es sinnvoller die Bilder in 4c umzuwandeln, sonst werden Sie beim Druck überrascht sein.
Fordern Sie einen Proof wenn Sie viel Wert auf die Farbigkeit legen.
Auch kann die Druckerei oder wer auch immer weiterverarbeitet
die RGB-Bilder meist sehr gut auf den Workflow abgestimmte Umwandlungen in CMYK mittels Kurven vornehmen.
So schön, wie die Bilder auf dem Monitor aussehen, werden Sie Sie im Druck selten hinbekommen, da der CMYK-Farbraum wesentlich kleiner
als der RGB-Farbraum ist (Leuchtkraft zB.)

"Ebenso müsste ich natürlich die Dokument auflösung auf 300 Dpi erhöhen, da in 72 Dpi der Ausdruck wertlos ist und wenn ich 300 Dpi Bilder in das 72 Dpi Dokument einfüge und sie dann dort skaliere, dann verpixeln sie und damit ist das Ganze ebenfalls wertlos."

Bei <diesen> 72 dpi handelt es sich lediglich um die Darstellung für den Bildschirm. Die Auflösung der Bilder wird durch das Dokument nicht verändert.

Oliver Wendtland
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Ich habe mich nicht verirrt. Ich bin nur ... richtungsmäßig herausgefordert.
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
26. Mai 2003, 08:32
Beitrag #3 von 9
Beitrag ID: #36894
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Hallo zusammen

Das Erstellen eines medienneutralen Layouts im RGB-Farbraum kann nur mit durchgängigem Farbmanagement erfolgreich praktiziert werden! Hierbei sollten sämtliche importierten Bilder, Grafiken und Logis ein eingebettetes ICC-Profil enthalten, welches den Farbraum des Bildes charakterisiert. Des weiteren sollte in allen Applikationen mit identischen Farbeinstellungen, gearbeitet werden. Dies gewährleistet, dass Arbeitsfarbräume, Rendering-Intents, CMM sowie Farbmanagement-Richtlinien konsistent umgesetzt werden. Ebenfalls ist eine klare Vorstellung wichtig, wann und wi die Farben in den Zielfarbraum transformeirt werden sollen. Dies kann entweder bei der Ausgabe mit Adobe InDesign geschehen, oder es könnte ein ColorServer wie iQueue oder ein PlugIn wie Supercolor von Heidelberg eingesetzt werden. Auf Betriebssystemebene könnte auch mittels ColorSync (Mac) eine Farbraumtransformation erfolgen.


Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
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Oliver Wendtland S
Beiträge: 726
26. Mai 2003, 08:44
Beitrag #4 von 9
Beitrag ID: #36898
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Herr Mayerle!

Sie haben natürlich völlig recht, nur hörte es sich für mich so
an, als ob "anonym" nicht so mit der Technik vertraut ist.
(Ich bitte das nicht falsch aufzufassen!!!).
Mit diesem Wissensstand Colormanagement einzusetzen halte
ich nicht für ratsam - man sollte unbedingt wissen was
man tut (haben Sie ja auch geschrieben: "Ebenfalls ist eine klare Vorstellung wichtig, wann und wie die Farben in den Zielfarbraum transformiert werden sollen.")
Wenn man nicht so erfahren ist oder keine Ahnung von CM hat (so wie ich zB), fährt man mit 4c wohl besser und erlebt keine unliebsamen
Farbüberraschungen ;-)

Oliver Wendtland
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
26. Mai 2003, 09:05
Beitrag #5 von 9
Beitrag ID: #36901
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Herr Wendtland

Vielen Dank für Ihren Beitrag. Genau um die von Ihnen angesprochene Problematik geht es mir. Ich möchte aufzeigen, dass der Aufbau eines medienneutralen Dokumentes doch einiges an Erfahrung erfordert. Mein Beitrag soll einerseits zeigen, dass man sich doch so einige Gedanken machen muss, andererseits sollen aber auch andere Leser die Möglichkeit haben, dich mit einer ganzheitlichen Antwort vertraut zu machen. Nachdem Sie nach Ihrem Beitrag sehr schön grundlegende Anregungen und Gedanken vermittelt haben, wollte ich einfach noch die technische Seite kurz angesprochen haben, schliesslich lesen hier im Forum ja einige Leute mit, die das vielleicht interessieren dürfte.

Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
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Oliver Wendtland S
Beiträge: 726
26. Mai 2003, 09:35
Beitrag #6 von 9
Beitrag ID: #36905
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Herr Mayerle!

Ich habe Ihre Antwort zu sehr auf den Threadersteller bezogen
und fand sie für einen "Unerfahrenen" zu technisch bzw. unverständlich.
Da Sie ja nur die Verhältnisse klarstellen wollten,
ist daran nichts auszusetzen.

Oliver Wendtland
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Christoph Grüder S
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26. Mai 2003, 09:38
Beitrag #7 von 9
Beitrag ID: #36909
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Hallo zusammen,

so ganz ungewöhnlich halte ich den Wunsch nicht, RGB-Daten in InDesign aufzubauen. Bei einem Lamda-Print z.B. muss ich die Daten als RGB liefern, mit CMYK gäbe es da nur eklatante Farbabweichungen im Ergebnis.

herzliche Grüße,
Christoph Grüder
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Oliver Wendtland S
Beiträge: 726
26. Mai 2003, 09:44
Beitrag #8 von 9
Beitrag ID: #36913
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Ungewöhnlich ist der Wunsch nur im Zusammenhang mit der Formulierung
der Fragen. Vielleicht sollte der Threadersteller noch einige Informationen ergänzen, bevor wir weiter ins Blaue schiessen ;-)

Oliver Wendtland
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iDesign
Beiträge: 20
26. Mai 2003, 22:13
Beitrag #9 von 9
Beitrag ID: #37086
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Dokumentauflösung und Farbmodus nachträglich ändern?


Wie schon angesprochen ist der Umgang mit diversen Profilen für ein "medienneutales" Dokument nicht ganz einfach mal so aus der Westentasche zu schiessen. Ich würde gemessen auch am eigenen Erfahrungshorizont einmal die These aufstellen, das sich jeder erst eimal gewaltig die Finger verbrennt, oder gar verbrennen muss, um sich in die Thematik der medienübergreifenden Farbsycronisationen via Profiltechnologie (z.B LAB Farbraum etc) rein zu denken und das Thema richtig zu verinnerlichen.

Das Groh unserer Branche wird zur Gegenwart, wie auch in naher Zukunft immer noch jeden Job entsprechend dem Ausgabemedium seperat aufarbeiten. Dieses ist ja auch unterschwellig ein "organischer" Entwicklungsprozess innerhalb unserer Branche. Nachkommende Designergenerationen werden mit diesem Themeninput bereits geboren, während (unsere) Oldie-Generation verzweifelt versucht die Evolution in Form einer Genmanipulation voran zu treiben ;-).
Vielleicht etwas überspitzt, aber mal ehrlich ...wie schaut es denn in der Praxis quer über die Dörfer und den sogenannten Medienmetropolen aus?

Zurück zur Farbe: Es gilt noch immer der Klassiker : RGB hat den größeren Farbraum, jedoch sollte man, wie bereits ein Kollege hier erwähnte" für den Printbereich alle "Werkstücke" im CMYK Farbraum aufbauen. Damit erspart man sich später unliebsame Überraschungen.
Oder, falls man schon das Fegefeuer durchlaufen hat, steht dem Einsatz diverser Farbprofile nichts im Wege ;-)

Grüße an die Runde
Tom
als Antwort auf: [#36743]
(Dieser Beitrag wurde von iDesign am 26. Mai 2003, 22:14 geändert)
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