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Wolfgang G
Beiträge: 67
17. Jul 2003, 17:21
Beitrag #1 von 9
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Druckbares PDF aus Freehand MX Win


Gibt es eine Möglichkeit, aus Freehand MX Win eine PDF-Datei für die In-RIP-Separation zu erstellen? Eine In-RIP-Separation-Einstellung gibt es im Druckdialog ja nicht. Weiß jemand, was man da einstellen muß?

Danke schonmal

Wolfgang Giersberg Top
 
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
17. Jul 2003, 17:31
Beitrag #2 von 9
Beitrag ID: #44148
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Druckbares PDF aus Freehand MX Win


Hallo Herr Giersberg,

was wollen Sie damit bewirken?

Der Acrobat Distiller selbst ist nicht in der Lage eine in-RIP Separation durchzuführen. Alles was er kann ist die Steuerinformation für diese (sofern ein Programm verwendet wurde die zu generieren) in Form eines eingebetteten Portable Job Tickets ijn die PDF-Datei zu integrieren (sofern diese Distiller-Einstellung aktiviert ist). Hier werden Sie sich allerdings wiederum schwer tun ein Workflow-Sytstem zu finden, welches von diesen Informationen profitieren könnte.

Ein "normale" CMYK-Composite Ausgabedatei ist mit einer in-RIP Separationsdatei wietgehend identisch bis auf die Tatsache, dass die Steuerinformation fehlt und Rastereinstellungen nicht explizit für jeden Farbkanal definiert werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Wolfgang G
Beiträge: 67
17. Jul 2003, 17:47
Beitrag #3 von 9
Beitrag ID: #44149
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Druckbares PDF aus Freehand MX Win


Hallo Herr Zacherl,

mir geht es darum, z.B. Pantone-Farben korrekt in die Composit-PDF-Datei zu transportieren. Wenn ich aus InDesign eine solche PDF-Datei erstelle, wähle ich die "In-RIP-Separation".
Wenn ich dagegen Composit-CMYK anwähle, wird die Pantone-Farbe doch in CMYK konvertiert, oder nicht?

Wenn nicht, dann könnte ich also in FH die Option "Probedruck" wählen, den Distiller als Drucker festlegen und - Bingo - meine PDF-Datei ist fertig und belichtbar (inkl. Sonderfarbe). Für InDesign wäre dann die entsprechende Option "Composit-CMYK".

Oder bin ich jetzt total auf dem Holzweg?

Wolfgang Giersberg

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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
17. Jul 2003, 17:51
Beitrag #4 von 9
Beitrag ID: #44151
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Druckbares PDF aus Freehand MX Win


Herr Giersberg,

der Druck-Modus "Composite-CMYK" löscht keineswegs im Dokument enthaltene Sonderfarben. Er wandelt nur (sofern für die Layout-Software möglich) alle nicht-CMYK und nicht-Sonderfarben in CMYK um.
Das Pendant zu "Composite-CMYK" in FreeHand ist tatsächlich "Probedruck" und somit sind Sie auch nicht auf dem Holzweg sondern liegen goldrichtig.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Wolfgang G
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17. Jul 2003, 18:10
Beitrag #5 von 9
Beitrag ID: #44155
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Druckbares PDF aus Freehand MX Win


Hallo Herr Zacherl,

erstmal vielen Dank für die immer wieder prompte Hilfe!

Ein Letztes noch: Da die Einstellung "Composit-CMYK" ja schon alles beinhaltet, was das Belichterherz begehrt, stellt sich mir die Frage, warum Adobe ins ID dann noch die "In-RIP"-Option eingebaut hat.

Ist das Programm vielleicht auch da seiner Zeit voraus, will sagen, speichert es Informationen ab, die z.Z. sowieso kaum ein RIP verarbeiten kann? Analog zum PDF-Direktexport, der ja auch nur mit aktuellsten RIPs funtioniert?

Wolfgang Giersberg
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
18. Jul 2003, 09:15
Beitrag #6 von 9
Beitrag ID: #44215
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Her Giersberg,

ich sage ja bereits, dass das "Plus" einer in-RIP Separationsdatei gegenüber einer Composite-Datei das ist, dass erstere sämtliche Steuerinformationen beinhaltet, die dem RIp sagen, wie es mit der Datei umzugehen hat. Dazu zählt
- welche Farbauszüge sollen in welcher Reihenfolge ausgegeben werden
- Rasterweite und Rasterwinkelung pro Farbauszug inklusive der Sondarfarben-Kanäle

Die Technologie der in-RIP Separation existiert seit Anfang der 90er Jahre (als PostScript Level 2 eingeführt und in Form des 2017-Interpreterupdates aktualisiert wurde). Somit kann man hier nicht von "der Zeit voraus" sprechen. Leider ist aber die in-RIP Separation selbst für Anwender moderner PostScript Level 2 oder PostScript 3 RIPs immer noch ein Fremdwort. Ganz nach dem Motto "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht".

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Wolfgang G
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18. Jul 2003, 11:00
Beitrag #7 von 9
Beitrag ID: #44251
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Druckbares PDF aus Freehand MX Win


Nochmal zur Klarstellung (auch auf die Gefahr hin, dass ich nerve):

Bei einer Freehand-Composit bzw. einer ID-Composit-Datei ist es also Aufgabe es Dienstleisters, Rasterwinkel und -weite einzustellen, während er bei einer ID-In-Rip-Separations-Datei prinzipiell nicht mehr eingreifen müsste. Richtig?

So langsam sehe ich Licht am Ende des Tunnels ...

Wolfgang Giersberg
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Robert Zacherl p
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18. Jul 2003, 11:04
Beitrag #8 von 9
Beitrag ID: #44253
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Druckbares PDF aus Freehand MX Win


Herr Giersberg,

das ist korrekt.
Darüber hinaus muss er bei einer normalen composite-Datei seinem RIP aber eben auch sagen, wie es mit den enthaltenen Farben umgehen soll. Sollen die Sonderfarben (alle) ausgegeben werden? Sollen Sie in CMYK konvertiert werden?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Wolfgang G
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18. Jul 2003, 11:08
Beitrag #9 von 9
Beitrag ID: #44254
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Herr Zacherl,

ich hab's endlich kapiert! Nochmal ein großes DANKE für die Erklärung. Jetzt können wir (mein Drucker und ich) dem nächsten Job deutlich entspannter engegensehen ... :)

Wolfgang Giersberg
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