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Olaf
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9. Nov 2003, 00:29
Beitrag #1 von 4
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Duplex mit weichem Übergang zum Hintergrund


Hallo meine lieben Experten,
habe natürlich brav zuerst alle postings zu duplex und transparenz gelesen.
Würde mir aber gerne von Euch nochmal kurz bestätigen lassen, daß es so funktioniert wie ich mir das überlegt habe.
Kunde wünscht ein sepiafarbenes Bild (HKS 71K+Black) mit weichem Übergang zu einem Volltonhintergrund (HKS 41K). (Die Schmuckfarben sind Verlagsvorgaben)
Mein Vorgehen: Duplex als Photoshop-PDF gespeichert und in ID 2.02 in einen Handgemachten Pfad mit "weicher kante" (12mm verschwommen) platziert. Sieht gut aus, muß aber sicherlich auf einem PS 3-RIP verarbeitet werden. Da wir leider nur ein RIP 50 vor unseren Belichter(LCT 560) geklemmt haben, müssen wir in diesem Fall wohl fremdbelichten.
Bei den optimalen Ausgabeeinstellungen für PS-3 aus ID weiß ich leider nicht so genau bescheid. Welche PPD soll ich auswählen, geräteunabhängig oder acrobat distiller, und wie sieht es mit den Auflösungseinstellungen (152lpi/2540dpi?), SeperationInRIP? und den Überfüllungseinstellungen aus? um bestmögliche Qualität zu erreichen?
Reicht Distiller PDF1.4 Erzeugung aus, um ein einwandfreies Composite-PDF zu erzeugen, oder lieber garnicht distillern?
Ich bin da leider noch etwas unsicher aber mein Tip wäre:
PPD: Acrobat Distiller
Seperation: InRIP
Überfüllung: Adobe InRIP
Raster: muß 152lpi/2540dpi(Belichterauflösung) wähle 200lpi/3600dpi
Soll ich die PS-Datei noch distillern (Welche Einstellung?) und so ein PDF erzeugen oder ist es sicherer die PS-Datei direkt verarbeiten zu lassen?

Danke und liebe Grüße Olaf

PS: Welches PS-3 RIP ist Eurer Meinung nach momentan in der "Leading Position", denn demnächst muß das RIP 50 in Rente, damit ich die volle Power von InDesign nochbesser ausnutzen kann und bei so was nicht fremdgehen muß.
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gs
Beiträge: 581
9. Nov 2003, 21:09
Beitrag #2 von 4
Beitrag ID: #58172
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Duplex mit weichem Übergang zum Hintergrund


hallo olaf,

da die ganze transparenz auf pixelbasis stattfindet, ist dieser fall relativ unproblematisch.
das duplex kannst du als zwei pixelschichten betrachten, die überdruckend übereinander liegen. aus der volltonfarbe im hintergrund berechnet indesign für den bereich unter dem duplex eine einfarbige (hks41) pixelschicht, die entsprechend der weichen kante nach weiss verläuft. du hast also grob gesprochen drei einkanalige pixelschichten mit verschiedenen volltonfarben zugewiesen, die sich teilweise überdrucken. das sollte indesign sogar direkt separiert auf deinem alten rip ausgeben können. (mein test war, eine separierte postscript datei durch den distiller zu schicken)
PS3 brauchst du, wenn du vektorverläufe (womöglich mit schmuckfarben) hast, für pixelverläufe macht PS3 meines wissens keinen unterschied (es gibt zum glück leute hier, die mich in diesem fall korrigieren könnten ;o)
probier also doch mal folgendes: mit distiller PPD in postscript schreiben. unter "ausgabe" separation (es sei denn, du hast acrobat 6, dann kannst du unter ausgabe "inrip" wählen und die separation von acrobat durchführen lassen), unter erweitert "hohe auflösung" als transparenzreduzierungsformat. auflösung, lpi etc. werden später in acrobat gesetzt, sind in indesign also noch nciht wichtig.
dieses mit deinen bevorzugten distiller einstellungen konvertiert ergibt ein vorsepariertes pdf (es sei denn, du hast "inrip" gewählt, das ergibt ein sauberes farbiges pdf), das auch auf alten belichtern auszugeben ist.

does this help?
als Antwort auf: [#58119] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
10. Nov 2003, 05:51
Beitrag #3 von 4
Beitrag ID: #58195
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Duplex mit weichem Übergang zum Hintergrund


Hallo GS,
Ich dachte PS-3 ist grundsätzlich besser bei Verläufen?!
Lasse heute mal eine testbelichtung über ein xitron-softwarerip ps 3 ausgeben und vergleiche dies mit meinen Filmen die ich über das RIP-50 ausgeben werde.

Danke olaf

als Antwort auf: [#58119] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
11. Nov 2003, 09:15
Beitrag #4 von 4
Beitrag ID: #58384
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Duplex mit weichem Übergang zum Hintergrund


Olaf,

Sie fragen nach Ausgabeeinstellungen. Für welchen Workflow? Wollen Sie den Job auf Ihrem RIP 50 ausgeben, wollen Sie eine PDF-Datei erzeugen oder eine Druckdatei für die Fremdbelichtung erezugen. Je nach gewählter Variante, muss natürlich die passende PPD-Datei gewählt werden.

PostScript 3 heißt nicht automatisch bessere Verläufe. Es hängt von mehreren Faktoren ab. Die bessere Qualität bezieht sich primär auf die PostScript 3 smooth shadings, mathematisch generiere Füllungen von Vektorobjekten. Wenn ein Layoutprogramm bei der Ausgabe keine smooth shadings unterstützt, der PostScript 3 Interpreter im RIP/Distiller nicht in der Lage ist eine Idiom Recognition durchzuführem um klassische, aus Einzelobjekten zusammengesetzte Verläufe zu erkennen und zu substituieren oder gar kein Vektorobjekt, sondern eine 8 Bit Bitmap als Verlauf ausgegeben wird, resultiert keine besser Qualität als bei einem Level 1 oder 2 RIP.
Ein weiterer Einflußfaktor is der sog. smoothness Parameter, der steuert wie glatt ein smooth shading wiedergegeben wird. Gerade RIP-Lösungen die auf dem Harlequin-Interpreter basieren sind hier sehr benachteiligt, weil ein Smooth shade der vom Distiller per Idiom Recognition generiert wirde einen recht groben smoothness Wert beinhaltet. Da Xitron-RIPs aber auf Adobe Interpretern beruhen, ist das kein Problem.
Ein letzter zu beachtender Punkt ist dann schlißlich das eingesetzte Rasterungsverfahren. Theoretisch kann PostScript 3 bis mit bis zu 12 Bit oder 4096 Grausstufen pro Farbkanal ausgeben. Allerdings muss das eingestzte Rasterungsverfahren natürlich abhängig von der Ausgabeauflösung in der lage sein, diese Anzahl von Abstufungen zu reproduzieren. Wenn mann das klassische auf regelmässig angeordneten Rasterzellen basierte Rasterungsverfahren betrachtet, dann kann ein Geräte mit einer physikalischen Auflösung von 2400 dpi bei 150 lpi max. 256 Graustufen wiedergeben, weil eine Rasterzelle dann aus 16 x 16 Pixeln aufgebaut ist. Sie sehen also, dass Adobe bzw. der RIP-Hersteller tief in die Trickkiste greifen muss, um auf 4096 Graustufen zu kommen, den die physikalische Ausgabeauflösung läßt sich ja nicht beliebig erhöhen.

Im Bereich von Bilddaten ist nur ein bessere Verlaufsqualität zu erreichen, wenn die Bitanzahl pro Farbkanal erhöht wird. PostScript läßt bis zu 12 Bit zu. Allerdings ist mir keine Software bekannt welche diese bei der Bilderzeugung im EPS-Format ausnutzen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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IMPRESSED GmbH
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