Hallo wuschel,
um deine Frage zu beantworten, muss man erstmal wissen, was dein Kunde von den Messwerten erwartet.
Dann muss man wissen, welche Variablen bei den zu messenden Druckprodukten eine Rolle spielen.
Zur Erwartung: Es handelt sich um ein Messgerät mit Kugelgeometrie. Wenn dein Kunde erwartet, dass die Messwerte das zeigen, was er an einem typischen Leitstand sieht, wird er enttäuscht sein. Kugelgeometrie beleuchtet komplett diffus. Komplett diffuse Beleuchtung ist aber eher selten in der praktischen Abmusterung.
Für die Anforderung einer absoluten Korrelation mit dem Aussehen braucht man ein Goniometer. Das ist langsam, teuer und auch nicht in letzter Konsequenz verfügbar.
Wenn er erwartet, dass zwei Produkte mit gleichen Werten auch gleich aussehen, sieht es schon besser aus.
Damit wären wir bei den Variablen:
Wenn ihr immer die gleiche Art von Metallic-Effekt einsetzt, ist die Chance gross, dass das Gerät euch hilft.
Die Vorgehensweise wäre dann ähnlich dem, was bei der Prozesskalibrierung für den PSO passiert. Ein Referenzmuster, dass visuell freigegeben wurde (das sind beim PSO heute die Lab-Werte) wird mit dem 700d vermessen. Diese Werte (das ist bei der Prozesskalibrierung für PSO die Dichte) sind dann die Kontrollwerte für den Druckprozess. Ändert man nichts an den Parametern (Druckfarbe, Bedruckstoff...), weiss man, dass der Messwert bestätigt, dass die Produktion so aussieht wie die Referenz.
Für den Fall der Auflagen- und Wiederholauftragskontrolle könnte das also durchaus sehr gut funktionieren.
Viele Grüße
Loethelm
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