Obwohl sich das Alphabet mit 26 Zeichen über die Jahrhunderte kaum veränderte, ist der Drang, Schriften zu gestalten, ungebrochen. Zeit, die Klassiker in die Vitrine zu stellen.
Als Kulturgut ist die Schrift immer auch Zeitzeuge, wie dies Höhlenmalereien oder die ersten Schwarz-Weiss-Fotografien sind. Die Gutenberg-Bibel, die ersten Inkunabeln, die ersten Zeitungen, Anzeigen um 1900 – Schrift und Drucktechniküberliefern die Geschichte der Menschheit und sind Zeuge von Schönheitsidealen ihrer Zeit. Bezüglich Drucktechnik brauchen wir gerade mal 500 Jahre zurückzuschauen und nehmen erstaunt zur Kenntnis, dass sich die Urformen der Buchstaben seit damals kaum verändert haben. 1470 wurde die Schrift Jenson geschaffen, 1495 die Bembo, 1530 die Garamond.
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