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Exile
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24. Sep 2002, 00:00
Beitrag #1 von 10
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hallo alle zusammen!
Ich (Illustrator-Neuling) bin gerade dabei von Corel auf Illustrator 'umzusteigen'. Und schon gibt etwas was ich 'schmerzlich' vermisse (vielleicht sehe ich aber auch den Wald vor lauter Bäumen nicht).
Hilfslinien passgenau zu positionieren ist mein aktuelles Problem.
Beispiel : Man nehme eine DIN A4-Seite im Querformat, Maßeinheit mm. Nun diese Seite in vier gleiche Teile unterteilen, und zwar bei 148,5 mm in der Breite und bei 110 mm in der Höhe. Zwar kann ich die Hilfslinien aus dem Linial 'ziehen' - aber das ist mir noch 'etwas' zu ungenau. Bei Corel gibt es da eine Möglichkeit die 'horizontalen' und 'vertikalen' Hilfslinien exakt über ein Dialogfeld zu positionieren - so was kann der 'Illustrator' doch bestimmt auch, oder?

Danke vorab für jeden Tip!

Exile Top
 
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Wolfgang Reszel  M 
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24. Sep 2002, 02:31
Beitrag #2 von 10
Beitrag ID: #12039
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hi,

klar geht das in Illustrator. Hilfslinien sind im Grunde ganz normale Objekte, lassen sich also über die Transformieren-Palette positionieren. Wahrscheinlich sind sie bei die gesperrt. Du musst die Sperrung also im Ansicht-Menü aufheben und kannst dann die Hilfslinien ganz normal bearbeiten.

Hier noch zwei Tricks:
Trotz Sperrung eine Hilfslinie löschen: STRG/Apfel+SHIFT und Hilfslinie doppelt klicken (wird normales Objekt) und dann Entfernen drücken.
Trotz Sperrung eine Hilfslinie kurzfristig bearbeiten: STRG/Apfel+SHIFT und Hilfslinie doppelt klicken (wird normales Objekt), Hilfslinie bzw. Objekt bearbeiten und danach mit STRG/Apfel+5 (evtl. Ziffernblock) wieder in eine Hilfsline wandeln.

Wolfgang
als Antwort auf: [#12033] Top
 
Exile
Beiträge: 33
24. Sep 2002, 22:50
Beitrag #3 von 10
Beitrag ID: #12107
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hallo Wolfgang!

Sagt mal, wann schläfst Du eigentlich? - Anscheinend bist Du jedenfalls um 2:31 Uhr in der früh noch top fit!

Deine Antwort hat mir sehr weiter geholfen. Die von Dir beschriebene Funktion ist genau die, die ich verzweifelt gesucht habe.

Danke für die schnelle Antwort,

Exile
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Wolfgang Reszel  M 
Beiträge: 4170
25. Sep 2002, 10:08
Beitrag #4 von 10
Beitrag ID: #12124
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hi,

das Schlafen hebe ich mir für den Sarg auf ;)

Wolfgang
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hänsken
Beiträge: 1
25. Sep 2002, 10:54
Beitrag #5 von 10
Beitrag ID: #12126
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hallo zusammen,
mir geht es genau so wie Exile. Als Umsteiger vermisse ich einige Feature von Corel sehr stark.

1. Eckenradien unabhängig! von einander in mm eingeben.
2. Den Einrastwinkel beim Drehen selbst bestimmen
3. das Wichtigste: Alle Objekte während! des Zeichnens über die Info- Zeile kontrollieren.
4. Das gesamte Druckmenü (Entwurf in Originalgröße (z.B. Visicard) und erst im Druckmenü n-fache Anordnung incl. Schnittmarken pro Entwurfsgröße

Da hat Illustrator noch einiges aufzuholen.....

Vielleicht hat ja jemand Kontakte

MfG Hänsken
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Hans
Beiträge: 127
25. Sep 2002, 17:17
Beitrag #6 von 10
Beitrag ID: #12162
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hallo

Auch ich wundere mich immer wieder, wie schwerfällig der Illustrator zum Teil ist im Vergleich zu Corel-Draw! Manchmal kommt es mir so vor wie zu DOS-Zeiten, als man noch alles im Kopf haben musste.

Illustrator mag sehr gut sein für Profis, welche tagtäglich damit arbeiten und denen damit alles geläufig ist - aber für den Gelegenheitsanwender ist meines Erachtens der Illustrator wie er im Moment vorliegt nicht so sehr geeignet...

...aber ich nehme mal an, dass Illustrator-11 zB die sich anpassende Eigenschaftsleiste auch endlich haben wird - hoffentlich... dies wäre ja schon mal was ;-)

Und: Wo gibt es denn zB sowas noch, dass ich Sonderzeichen mit Alt-Kombinationen eingeben muss?

Einige Fehler hat der Illustrator-10 auch noch drin - weiss der T....., wann der deutsche Update endlich erscheint. Ich verstehe nicht, dass Adobe mit dieser unfertigen Version eine solche (an und für sich guten) Aktion startet, wie sie im Moment im Gange ist. Corel-Leute wird es vielfach abschrecken... und sie bleiben ein für alle Mal bei CorelDraw! Adobe denkt offenbar nur an das schnelle (kurzfristige) Geld - und schadet sich dabei sehr.

PS: Der Adobe-Service ist auch kein Grund zu Adobe zu wechseln. Man hört einfach nichts mehr nach einer (berechtigten) Intervention :-(

Sorry - ich habe mir jetzt gerade mal Luft gemacht ;-)
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tomreuter S
Beiträge: 798
25. Sep 2002, 18:02
Beitrag #7 von 10
Beitrag ID: #12168
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hallo Hänsken,

1. Eckenradien unabhängig! von einander in mm eingeben.
Da kenne ich auch keine "Direkt-Lösung: muß man einzelne Kreise ziehen und die dann mit den Pfad-Werkzeugen übereinanderlegen.

2. Den Einrastwinkel beim Drehen selbst bestimmen
Gibt's da nicht in den Voreinstellungen was zu?

3. das Wichtigste: Alle Objekte während! des Zeichnens über die Info- Zeile kontrollieren.
Och - ich guck immer in die Info-Palette ...

4. Das gesamte Druckmenü (Entwurf in Originalgröße (z.B. Visicard) und erst im Druckmenü n-fache Anordnung incl. Schnittmarken pro Entwurfsgröße
Ja, das geht nicht. Für sowas mache ich immer eine Karte und importiere die dann mehrfach in ein anderes Template.

Viele Grüße,
Thomas

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Wolfgang Reszel  M 
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26. Sep 2002, 01:43
Beitrag #8 von 10
Beitrag ID: #12218
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hi,

ich finde das Umsteiger-Angebot auch etwas gewagt, CorelDraw ist viel leichter zu begreifen und bietet viele schöne Arbeitserleichterungen, die man beim Illustrator etwas vermisst. Es scheint, als hätte niemand bei Adobe mal richtig mit Corel gearbeitet. Viele Umsteiger sind enttäuscht, weil Illustrator nur eine Seite pro Dokument verwaltet und große Seiten beim Drucken nicht auf z.B. A4 automatisch runterskalieren kann.

Vielen ist beim Umstieg einfach nicht klar, das Illustrator ein reines Grafikprogramm ist, mit dem man Grafiken erstellt, welche irgendwie weiterverwendet werden (z.B. in Indesign, Quark etc.). CorelDraw will eben alles in einem Programm erledigen, was es ja mittlerweile auch sehr gut beherrscht.

Nun zu den Kritikpunkten:

1. Eckenradien unabhängig! von einander in mm eingeben.
Das geht wirklich nur mit einem Notbehelf, indem man sein Objekt so mit der Schere zerschneidet, dass einzelne Objekte mit jeweils nur einer Ecke entstehen. Alternativ gäbe es noch das Plugin CadTools von Hotdoor.

2. Den Einrastwinkel beim Drehen selbst bestimmen
Das geht mit den Magnetischen Hilfslinien, welche man in den Voreinstellungen anpassen kann oder in dem man sein Objekt numerisch dreht und dann nötigenfalls mit STRG/Apfel+D die Drehung weiterführt.

3. das Wichtigste: Alle Objekte während! des Zeichnens über die Info- Zeile kontrollieren.
Dafür gibt es doch die Informationen-Palette.

4. Das gesamte Druckmenü (Entwurf in Originalgröße (z.B. Visicard) und erst im Druckmenü n-fache Anordnung incl. Schnittmarken pro Entwurfsgröße
Illustrator ist ein Profiprogramm und Profis stückeln ihre Ausdrucke nicht und wenn, dann macht das der Weiterverarbeiter mit der entsprechenden Software ;) Ich kenne leider keinen wirklich brauchbaren Trick.

Warum steigen Corelanwender überhaupt auf Illustrator um? Der Preis ist es wohl nicht alleine, oder?

Wolfgang

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Hans
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26. Sep 2002, 08:09
Beitrag #9 von 10
Beitrag ID: #12223
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hallo Wolfgang

"Warum steigen Corel-Anwender um?"

zB:

1. Ich bin umgestiegen, weil ich Ill-10 im Designer-Packet hatte und ich mir einen geschlossenen Workflow erhoffte und ich ohnehin einmal reinschauen wollte in den Illustrator. Ich erhoffte aber auch, dass die Shortcuts gleich sind wie in den anderen Programmen: Illustrator enttäuscht mich etwas in dieser Hinsicht.
Mit Photoshop arbeite ich nun schon 2 Jahre... bin jedesmal begeistert. InDesign gefällt mir auch sehr gut ausser ein paar Mängel. Acrobat ist super.

2. Die momentane Aktion ver-leitet doch einige umzusteigen. PS: Man kann jemanden leiten - aber auch ver-leiten... wie man fahren kann - und ver-fahren kann.


...obwohl ich doch erwähnen muss, dass der Illustrator meines Erachtens viele tolle Features bietet - und vor allem für den Profi im Alltagsgebrauch wahrscheinlich super ist. Aber eben: Für den Gelegenheitsbenutzer ist der Illustrator schwerer zugänglich als CorelDraw! Zu erwähnen ist auch, dass Illustrator nicht diese tollen Bilderbibliotheken bietet wie Corel. Man bringt diese Bilder auch nur mit Tricks in den Illustrator rein - geht nicht direkt... schade.

Wäre noch interessant, eine Meinung von jemandem zu vernehmen, welcher beide wirklich in- und auswendig kennt: Illustrator-10 und CorelDraw.
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Wolfgang Reszel  M 
Beiträge: 4170
26. Sep 2002, 13:56
Beitrag #10 von 10
Beitrag ID: #12276
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Hilfslinien - passgenau, aber wie?


Hallo Hans,

die wichtigsten Schortcuts sind doch Identisch z.B. mit Photoshop. Dass z.B. der Zauberstab nicht auf der Taste W liegt, hängt unter anderem damit zusammen, dass es ihn erst seit Illustrator 10 gibt und die Taste W seit Generationen schon anders belegt war. Zudem ist der Zauberstab in Illustrator auch nicht so wichtig wie in Photoshop. Das man mit dem Kürzel aus Illustrator für "Objekt nach oben" in InDesign "Objekt nach unten" ausführt, liegt mehr an der schlechten lokalisierung von Adobe-Programmen. In Illustrator kannst du übrigens fast alle Shortcuts an deine Wünsche anpassen. Ich finde das ist in fast allen Programmen sowieso notwendig auch in CorelDraw. Photoshop ist da schon eine Ausnahme, da sind die Kürzel recht umfassend und sinnvoll.

Also ich würde nur Umsteigen wenn ich mit meinem Programm unzufrieden bin oder das neue Programm Features hat, die ich unbedingt brauche.

Ich wage fast zu behaupten, dass der Umstieg auf Illustrator schwieriger ist als der Neueinstieg.

Das mit den Cliparts stört mich persönlich weniger, weil ich eigentlich Illustrator mehr zum Zeichnen verwende als zum Platzieren von fertigen Grafiken. Dazu reicht ja meist schon Word aus.

Also ich habe bis CorelDraw 8 fast ausschließlich damit gearbeitet und bin dann über einen kurzen Umweg auf Freehand bei Illustrator hängen geblieben.

An Corel fehlten mir damals präzise Zeichenfunktionen, zuverlässige(!) booelsche Operation (Beim Verschmelzen gabs oft Probleme), saubere Bildschirmdarstellung, gute Skalier- und Rotier-Werkzeuge (die von Corel waren zwar auf den ersten Blick einfacher, versagten aber wenn man exakt arbeiten wollte). An Corel gefiel mir besonders, dass man viele Dinge mit der Maus (also einhändig) machen konnte, allerdings hat sich meine Arbeitsweise jetzt verändert, so dass es nicht mehr stört. An Illustrator haben mich schon immer die abgerundeten Rechtecke und die Sterne genervt, weil man sie nicht nachträglich anpassen kann. Ganz wichtig war für mich auch die Ebenenverwaltung und da war Corel damals katastrophal. Sicherlich hat sich mittlerweile einiges verbessert und Corel 11 wird auch einige Rückstände wieder wett machen, aber vorerst überwiegen für mich die Vorteile von Illustrator.

Mein heimlicher Favourit ist übrigens Xara, ohne das CorelDraw niemals so komfortabel geworden wäre. Das aktuelle Xara X ist immer noch das schnellste Vektorprogramm am Markt. Leider ist es auf Web-Grafik festgelegt und es fehlen viele Grundfunktionen.

Ok, will nicht weiter ausschweifen.

Wolfgang
als Antwort auf: [#12033] Top
 
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