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Anonym
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3. Jul 2003, 12:52
Beitrag #1 von 10
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Hallo zusammen,

ich kämpfe gerade mit einer ID-Datei (2.02), die einen Duplex (Pantone 280 CVC, Schwarz) enthält. Beim erstellen der PS-Datei (Drucker: PostScript-Datei, PPD: Linotronic 560, In-Rip-Separation, Überfüllung aus, PS-Level 2,Pantone280CVC, HKS14, Schwarz) und dem nachfolgenden distillen mit Distiller 5.05 werden nur die Schwarz- und die HKS-Form erzeugt. Pantone wird komplett ignoriert.

Schreibe ich nun einen beliebigen Text auf die Seite, und fülle ihn mit Pantone 280, so wird eine korrekte PS-Datei mit allen 3 Farben erzeugt. Auch der Duplex ist jetzt ok.

Wähle ich jedoch statt der In-Rip-Separation die einfache Separation aus, werden alle Platten korrekt erzeugt.

Hat jemand irgendeine Idee womit das zusammenhängen könnte? Top
 
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Anonym
Beiträge: 22827
3. Jul 2003, 13:13
Beitrag #2 von 10
Beitrag ID: #42346
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Nachtrag: Wenn ich die PDF-Datei in der die Pantone-Form fehlt, wieder in eine neue ID-Datei importiere, wird sie a) am Bildschirm richtig dargestellt (also mit Blau-Anteil) und b) wird die Farbe Pantone 280 korrekt als Volltonfarbe importiert, hat jedoch in der Farbfelder-Liste ein weißes Kästchen und bei Prüfung über Farbfeldoptionen tatsächlich die CMYK-Entsprechung von 0,0,0,0.

Immer verwirrter ...

Wolfgang
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Robert Zacherl p
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3. Jul 2003, 14:04
Beitrag #3 von 10
Beitrag ID: #42355
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Hallo Wolfgang,

ein Duplex-Bild aus Adobe Photoshop (wie übrigens auch ein Triplex- und Quadruplex-Bild) ist ein PostScript 3 EPS, welches einen 2-, 3- bzw. 4-kanaligen DeviceN-Farbraum beinhaltet.
Der Versuch, ein solches Bild auf einem PostScript Level 2 RIP per in-RIP Separation korrekt zu separieren, ist zwangsweise zum Scheitern verurteilt.
Ein weiteres potentielles Problem ist die Übernahme des Kanalnamens "Schwarz" für den Schwarzkanal eines solchen Bildes. Es ist dringendst zu empfehlen diesen in "Black" umzubenennen.

Ich fürchte, dass Sie in diesem Fall den klassischen Weg über die Adobe InDesign eigene Separation gehen müssen. Obwohl dies auch nicht ganz unkritisch ist, weil dieses Separationsmethode eigentlich nicht für PostScript level 2 und PostScript 3 EPS Dateien konzipiert ist. Da aber Adobe InDesign eine andere Technologie einsetzt, müsste es klappen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Wolfgang G
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3. Jul 2003, 14:41
Beitrag #4 von 10
Beitrag ID: #42366
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Hallo Robert,

was mich dabei wundert, ist die Tatsache, dass man mit Photoshop ja schon seit Jahren Duplex-Files erstellen kann - also lange bevor PostScript Lvl 3 überhaupt angedacht war.

Mein Problem ist jedoch nicht die Belichtung (soweit bin ich ja noch gar nicht), sondern die Tatsache, dass die Buntfarbe nicht in die PS-Datei und die daraus resultierende PDF-Datei übernommen wird.

Ich habe mir jetzt damit beholfen, dass ich im Anschnitt der ID-Datei ein kleines Quadrat gezeichnet, und dieses mit Pantone 280 gefüllt habe. Hierdurch wird scheinbar die Übernahme der Farbe in die PS-Datei ausgelöst. Die resultierende PDF-Datei sieht bei mir jedenfalls ok aus. Mal sehen was das Belichtungsstudio gleich dazu sagt ...

Grundsätzlich ist das jedoch keine wirkliche Lösung ...

Ratlos ... Wolfgang
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
3. Jul 2003, 14:56
Beitrag #5 von 10
Beitrag ID: #42371
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Hallo Wolfgang,

vorsicht, nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Das was Sie jahrelang praktiziert haben war sicherlich kein composite-Workflow, sondern Sie haben sicherlich klassisch aus der Layout-Software heraus separiert. Dies klappte tatsächlich schon seit dem Adobe Photoshop Duplex-Bilder unterstützt (also mindestns Version 3.0).
Wenn Sie allerdings Ihren RIP per in-RIP Separation ansteuern wollen, dann geben Sie composite aus und dies setzt einiges mehr voraus. Nämlich ein Adobe Photoshop 5.02 oder neuer, korrekte Benennung der Farbkanäle, Deaktivierung der Export-Option "PostScript-Farbmanagement", einen Distiller 4.0 oder neuer, ein PDF 1.3 oder neuer, einen PDF 1.3 kompatiblem PDF-Importfilter (falls das PDF im Layout-Programm platziert werden sollte), Einsatz der in-RIP Separation und einen PostScript 3 Belichter-RIP.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
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3. Jul 2003, 15:56
Beitrag #6 von 10
Beitrag ID: #42381
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Das stimmt natürlich. Composit und vorsepariert sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Nichtsdestotrotz, mein Problem besteht nach wie vor. Hab's gerade mal auf einem anderen Rechner getestet: gleiches Ergebnis, keine Buntfarbe ohne eingefärbten Text bzw. anderes ID-Element.

Hat vielleicht jemand Lust und Zeit, mal ein Beispiel-EPS zu testen?

Ach ja, ich arbeite unter WinXP.

Wolfgang
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Robert Zacherl p
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3. Jul 2003, 16:02
Beitrag #7 von 10
Beitrag ID: #42382
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Wolfgang,

nur zur Sicherheit nachgefragt: Senden Sie mit dem Ausgabemodus "Composite-CMYK" oder der Einstellung "in-RIP Separation" aus Adobe InDesign auf Ihren RIP? Nur letzteres wäre korrekt.
Und zweite Frage: Haben Sie denn überhaupt einen PostScript 3 RIP an Ihrem Linotronic-Recoder hängen? Ihr PPD signalisiert etwas anderes. Und wie bereits gesagt ist PostScript 3 absolut erforderlich. Wenn Sie ein PostScript 3 RIP hätten, dann frage ich mich natürlich, warum Sie eine Level 2 PPD zur Ansteuerung verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Wolfgang G
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3. Jul 2003, 17:42
Beitrag #8 von 10
Beitrag ID: #42417
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Robert,

ich selbst habe gar kein RIP. Ich sende die Daten an eine Druckerei, die belichten dann.

Mein Problem ist aber eben, dass ich ohne eingefärbtes ID-Element keine in Acrobat sichtbare Pantone-Form erhalte. Setze ich ein solches z.B. in den Anschnitt funktioniert die Belichtung einwandfrei.

Gibt es eigentlich ein bezahlbares Programm, mit dem man die Separation eines PDF simulieren kann? ID eignet sich in meinem Fall nicht, da ich ja herauskriegen will, ob ID einen Fehler macht, Photoshop rechnet die Sonderfarben ja in CMYK um und in Acrobat 5 ist Separation nicht eingebaut.

Hatte in der Datei nämlich noch zusätzlich das Problem, dass ein Graustufenbild auf einer roten Fläche zwar in der vorseparierten Version ausgespart wurde (Kontrolle in Acrobat), jedoch der Belichter dann anrief und sagte, dass es in der Composit-Datei überdruckt. :( Weiße Füllung für den Bildrahmen war die Lösung, jedoch würde ich solche Sachen lieber kontrollieren, bevor ich die Datei wegschicke.

Wolfgang
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Wetter
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4. Jul 2003, 07:49
Beitrag #9 von 10
Beitrag ID: #42471
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Hallo Robert

So wie ich gelesen habe, kannst Du in Acrobat 6 die Separtionsplatten einzeln betrachten in einem Composit-PDF. Ich weiss noch nicht, ob Acrobat 6 schon erhältlich ist.

Gruss
André Wetter
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Robert Zacherl p
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4. Jul 2003, 08:44
Beitrag #10 von 10
Beitrag ID: #42481
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ID 2.02, Duplex --> sehr seltsames Phänomen


Herr Wetter,

das ist korrekt. Acrobat 6 Professional bietet eine Separationsvorschau. Allerdings ist dies nur eine Simulation des späteren Separationsergebnisses. Wenn bei der tatsächlichen Separation die In-RIP Separation zum Einsatz kommt, dann stimmt aber das Eregbnis der Simulation nur dann mit dem tatsächlichen Ausgabeergebnis überein, wenn

- es sich bei dem Ausgabegerät um ein PostScript 3 RIP handelt
- es sich um ein 100%ig Adobe-kompatiblem Interpreter handelt
- es 100%ig PDF 1.3 bzw. PDF 1.4 kompatibel ist (sofern das PDF nativ verarbeitet wird)
- die Überdruckeinstellungen und Transferfunktionen 1:1 aus der PDF-Datei übernommen werden
- bei Verwendung von nicht-CMYK und nicht-Sonderfarben Farbräumen im PDF (also z.B. RGB, Lab, ICC-basiertes RGB, usw.) die selben Rendering Intents und das selbe Zielprofil bei der Farbanpassung im RIP zum Zuge kommen wie sie im PDF bzw. in Acrobat 6 definiert sind.
- der Acrobat 6 Professional Anwender versteht, die erweiterten Druckoptionen seines Programms korrekt zu konfigurieren (vor allem wenn er on-Host Farbmanagement von Acrobat 6 ausnutzen will/muss).

Sie sehen also, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass das simulierte Ergebnis mit dem tatsächlichen übereinstimmt.

Das konzeptionelle Problem der Separationsvorschau in Acrobat 6 Professional ist primär, dass das Simulationsergebnis nicht auf Basis der momentan gewählten Druckeinstellungen generiert wird (was das einzig sinnvolle wäre), sondern aufgrund der in den Acrobat Grundeinstellungen definierten Arbeitsfarbräume.
Ich prophezeie jetzt schon, dass das so manchem PDF-Anwender noch böse Überraschungen bescheren wird.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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