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issnix
Beiträge: 69
6. Nov 2003, 10:11
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In-RIP-Separationen


Hallo zusammen
Habe da eine Frage zur PDF-Erstellung aus InDesign via Druckdialog. Ich kann bei der Ausgabe ja zwischen Composite-CMYK und In-RIP-Separation auswählen, wenn ich ein Composite-PDF erstellen will. Ich habe da was gehört, dass die In-RIP-Separation besser sei, da zum Beispiel die Überfüllungen besser dem PS-Datenstrom mitgegeben wird und somit besser vom Distiller interpretiert wird. Was gibt es sonst so für Vor- und Nachteile? Auf was muss "weiterhinten" auch noch geachtet werden?

Auch zum Druckfarben-Manager habe ich einige Fragen: Ich denke, damit kann zum Beispiel ein fünfte Farbe als Lack-Farbe ausgegeben werden. Aber welche "Art" müsste man denn dafür wählen (deckend, deckend ignorieren oder transparent; ich denke logischerweise deckend - was heissen denn diese Optionen?). Für was steht denn genau die neutrale Dichte?

Danke für eure Antworten.

Grüessli
issnix
(Dieser Beitrag wurde von issnix am 6. Nov 2003, 10:16 geändert)
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
6. Nov 2003, 11:09
Beitrag #2 von 2
Beitrag ID: #57726
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In-RIP-Separationen


Hallo issnix,

prinzipiell ist eine Ausgabedatei die mit der Einstellung "Composite CMYK" erzeugt wurde inhaltlich identisch mit einer, die per Option "in-RIP Separationen" generiert wurde. Der Unterschied ist, dass letztere zusätzlich Steuerbefehle beinhaltet, wie ein in-RIP separationsfähiges Ausgabegerät die composite Farbdaten separieren soll.

Rein technisch gesehen spräche auch nichts dagegen in beiden composite Ausgabemodi Überfüllungen zu integrieren. Adobe hat sich eben entschieden InDesign's eigene Überfüllungen nur im "in-RIP Separationen" Modus auszugeben. Der Hintergedanke ist wohl, dass der "Composite CMYK" Modus primär für die Ansteuerung von einfachen Farbausgabesystemen gedacht ist, welche standardmässig im CMYK-Farbmodus arbeiten und keine Überfüllung benötigen.

In der Praxis zeigt sich, dass es im Falle von Adobe InDesign im Detail doch immer wieder kleine inhaltliche Unterschiede in beiden Modi gibt, so dass ich jedem PDF-Anwender der druckvorstufen-taugliche PDFs erzeugen will dringend dazu raten möchte den "in-RIP Separationen" Modus zu verwenden. Dies setzt aber dann auch unbedingt den Einsatz einer InDesign Programmversion 2.0.2 voraus (frühere Versionen hatten da noch die eine oder andere Macke).

Die Farbart hat folgende Bedeutungen und spielt nur eine Rolle wenn tatsächlich überfüllt wird (entweder von Adobe InDesign selbst oder per in-RIP Trapping eines PostScript 3 RIPs):

Normal: Für lasierende Druckfarben (CMYK und "normale" Sonderfarben)

Deckend: Für stark deckende bzw. dunkle Sonderfarben, welche pauschal unterfüllt werden sollen.

Deckend ignorieren: Für absolut deckende Farben die keine Über-/Unterfüllung benötigen. Klaasischer Verwendungszweck Metallikfarben und Stanzkonturen.

Transparent: DIe Farbe wird bei der Überfüllung komplett ignoriert. Alle darunter liegenden Objekte werden weiterhin zueinander überfüllt (vorausgesetzt die Farbe überdruckt!). Klassischer Verwendungszweck ist ein Lackierauszug.

Die neutrale Dichte ist für die Farbart "Normal" wichtig. Sie gibt die Dichte und damit die visuelle Dunkelheit der Farbe wider. Je höher die Dichte desto dunkler die Farbe und desto eher wird sie von angrenzenden Farben unterfüllt, weil beim Trapping von lasierenden Farben meistens die Grundregel einzuhalten ist: Nur die heller Farbe in die dunklere hinein vergrößern niemals umgekehrt.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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