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Anonym
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19. Jan 2004, 19:36
Beitrag #1 von 4
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InDesign CS und DCS aus XPress


Liebes Forum

Es ist mir durchaus bekannt, dass DCS ein etwas "veralteter Gedanke" in der Druckvorstufe ist. Dennoch würde ich gerne eine Auskunft über eine Aussage im InDesign-CS-Manual erhalten:

InDesign CS kann, anders als sein Vorgänger, nun auch mit DCS-Dateien umgehen. Es liest die separierten Dateien als Bilder ein und ist imstande, neu berechnete Separationen auszugeben. Im Handbuch sind jedoch einige Bedingungen an das DCS-Format aufgelistet, damit das auch funktioniert. Eine davon ist, dass die DCS-Dateien zwingend in Photoshop erstellt worden sein müssen. Meine Tests haben jedoch ergeben, dass es durchaus auch mit DCS-Dateien aus XPress klappt. Zwar kriegt man beim PDF-Export eine Meldung, dass die DCS-Datei nicht richtig behandelt werden könne, aber das Resultat war jedesmal korrekt.

Kann mir jemand erläutern, in welchen Fällen die Aussage des Handbuches zutrifft?

Danke und Gruss, Marcel Top
 
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gs
Beiträge: 581
19. Jan 2004, 22:32
Beitrag #2 von 4
Beitrag ID: #66475
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InDesign CS und DCS aus XPress


marcel,

ID2 konnte in dem sinne mit DCS umgehen, wie auch XPress das kann: plazieren und onHost separiert ausgeben. Beide konnten eine DCS datei nicht composite in ein PDF einbauen, was in der vorseparierten Natur des DCS liegt.
IDCS kann nun die im DCS gespeicherten farbauszüge wieder zu einem farbbild zusammenfügen und so z.b. in ein PDF speichern. ich habe das bisher nur mit photoshop DCS getestet und als einzige einschränkung bislang festgestellt, dass in dem PH-DCS keine vektoren gespeichert sein dürfen, da sonst die erwähnte fehlermeldung kommt und nur die comp-version ausgegeben wird.

hast du die pixelobjekte bei deinen versuchen untersucht? wenn eh nur vektoren im dcs vorhanden sind, gibt es wohl keinen unterschied zwischen dem comp und den auszug-teilen.

mfg
gs
als Antwort auf: [#66444] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
20. Jan 2004, 10:58
Beitrag #3 von 4
Beitrag ID: #66515
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InDesign CS und DCS aus XPress


Hallo gs

Herzlichen Dank für deine Antwort. Es ist in der Tat so, dass nur DCS-Daten ohne Vektoren von IDCS unsepariert ausgegeben werden können. Worauf ich jedoch hinaus will ist, dass das DCS-Format gemäss Adobe zwingend aus Photoshop stammen muss. IDCS verarbeitet DCS 1.0- oder 2.0-Dateien, welche aus XPress-Dateien erzeugt wurden, bis auf die zusätzliche DCS-Fehlermeldung gleich – oder irre ich mich da?

Gruss, Marcel
als Antwort auf: [#66444] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
20. Jan 2004, 12:34
Beitrag #4 von 4
Beitrag ID: #66535
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InDesign CS und DCS aus XPress


Hallo Marcel,

ich stimme Ihnen zu als dass es, zumindest auf den ersten Blick, tatsächlich so ausseht, als ob Adobe InDesign CS auch QuarkXPress DCS-Dateien mergen würde. Dem ist aber definitiv nicht so.

Wie ist eine QuarkXPress DCS(2) Datei aufgebaut? Nun Sie besteht aus einer Masterdatei die dem aus XPress erzeugten EPS-Format entspricht und den Auszugsdateien, die den XPress Farbauszügen der Seite entspricht. Somit ist die DCS_master keine Grobbilddatei wie z.B. bei Adobe Photoshop, sondern ein vektorbasiertes, hochwertiges EPS-Format. Wenn nun so eine QuarkXPress DCS(2) Datei in Adobe InDesign platziert und anschließend unsepariert ausgegeben wird, wird nur diese Masterdatei verwertet. Somit entspricht das Ausgabeergebnis genau dem, welches auf Basis einer platzierten XPress EPS-Datei resultieren würde.

Solange also QuarkXpress in der Lage ist, sein Seitenlayout verlustfrei im EPS-Format zu sichern ist die Welt auch beim Einsatz des DCS-Formats in Ordnung. Sobald Sie aber die Grenzen der Composite-Ausgabe aus XPress überschreiten, erhalten Sie unabhängig davon, ob Sie ein EPS oder DCS(2) aus XPress in InDesign CS platzieren, ein falsches Ausgabeergebnis im composite-Modus, weil kein DCS-Merging stattfindet.

D.h. in der aus InDesign generierten Datei sind
- keine Überfüllungen enthalten
- keine Sonderfarben-Verläufe enthalten
- keine Multi-Ink Farben enthalten
- keine mit Sonderfarben eingefärbten Graustufen-Bilder enthalten (außer Sie setzen eine Xtension wie Creo Color TIFF XT ein, welche auch beim EPS-Export aus XPress das Problem beheben würde, so dass keine Notwendigkeit für ein DCS 2-Format besteht).

Beim PDF-Export aus Adobe InDesign CS verhält es sich genauso. Es gibt nur einen interessanten Unterschied. Offensichtlich kommt auch beim PDF-Export aus Adobe InDesign eine Idiom Recognition zum Einsatz, wenn platzierte EPS-Dateien ins PDF-Format konvert werden. Denn im exportierten PDF sind die falschen Sonderfarben-Verläufe aus QuarkXPress 3, 4 und 5 plötzlich korrekt.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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IMPRESSED GmbH
http://www.impressed.de
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