hilfdirselbst.ch
Facebook Twitter gamper-media
Wolfgang Reszel  M 
Beiträge: 4170
16. Dez 2003, 17:28
Beitrag #1 von 10
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Hi,

scheinbar arbeiten hier schon einige mit CS. Hat schon jemand Erfahrungen wie sicher nun der interne PDF-Export ist? Bei ID2 musste man ja über den Destiller PDFs erzeugen, da die von der Export-Funktion ja für einige RIPs problematische PDFs erzeugten. Ist auf dem X/3-Export verlass?

Lassen sich die CS-Dokumente unter keinen Umständen mehr mir ID2 öffnen?

Wolfgang Top
 
X
Yann Borg
Beiträge: 337
16. Dez 2003, 18:24
Beitrag #2 von 10
Beitrag ID: #62669
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Hallo Wolfgang,

InDesign CS 3.0 kann direkt PDF/X1-a und PDF/X-3 Dateien exportieren. Allerdings werden die Probleme die beim Ausgeben von PDF-Dateien aus InDesign 2.x. auftraten, künftig in ähnlicher Form auftreten: Stichwort Schrift-Kodierung. Es werden weiterhin Doppel-Byte Schriften exportiert, da es InDesign interne Schrift-Kodierung ist -- was ja auch nicht gegen die PDF/X-Spezifikationen stoßt aber bei manche ältere RIPs zu Probleme führt.

Wie Du bereits schriebs, lassen sich leider InDesign CS 3.0 Dokumente nicht mehr in InDesign 2 öffnen. In der aktuellen Publisher steht das dies an der überarbeiteten Text-Engine von InDesign CS 3.0 liegt. Wie dem auch sei, schade eigentlich :-(

Gruss,

Yann
als Antwort auf: [#62664] Top
 
typneun
Beiträge: 395
17. Dez 2003, 12:25
Beitrag #3 von 10
Beitrag ID: #62750
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


apropos doppelbyte-schriften: kann mir das jemand mal erklären? truetype, pS1 und konsorten kenn ich ja, aber doppelbyte kenn ich nur von problemen mit druckereien.

was verbirgt sich dahinter, wie umgehen? danke im voraus!
als Antwort auf: [#62664] Top
 
Kobold
Beiträge: 508
18. Dez 2003, 00:59
Beitrag #4 von 10
Beitrag ID: #62868
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Ich bin mir da jetzt nich sicher aber folgendes währe möglich:

Soviel ich weiss, sind bei "normalen" (1-Byte-Schriften) die jeweiligen Zeichen mit eben einem Byte kodiert. Dies schränkte die Zeicheninformation eines Schriftschnittes auf 256 Zeichen ein. Da von diesem Byte aber nur 7 Bit international normiert waren/sind (128 Zeichen), führte dies dazu dass in dem 8. Bit jeder Schrifthersteller oder jede Schriftvariation anders belegt war. Bekanntestes Beispiel: Textübername von DOS nach Macintosh - hier sieht man noch heute, dass es bei Umlauten/Akzente/Sonderzeichen zu Differenzen kommt.
Um dieses Problem zu beheben - nehme ich jetzt mal an - kann ich mir vorstellen, dass InDesign alle Schriften in Doppelbyte-Schriften konvertiert (vielleicht noch mit einer UNICODE-Kodierung versieht?) damit dies nicht mehr vorkommen kann/kommt.

Ob dies aber tatsächlich so ist weis ich nicht.


PS: 1 Byte = 256 Bit
2 Byte = 65536 Bit
Damit will ich aufzeigen, wieviel mehr Zeichen so in einem Font abgespeichert werden können. Soviel ich weiss basiert UNICODE auf 2 Byte. Darum können OpenType Schriften auch soviele Zeichen aufnehmen und sind Plattformübergreifend kompatibel.

Gruss
K.
als Antwort auf: [#62664] Top
 
Michel Mayerle
Beiträge: 1047
18. Dez 2003, 08:58
Beitrag #5 von 10
Beitrag ID: #62893
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Hallo zusammen

Da Adobe InDesign CS Unoicode-Fähig ist, werden bei einem PDF-Export wie bereits angesprochen die Schriften mit der CID-Codierung versehen.

Adobe InDesignCS hat ein vollkommen neues Dateiformat, welches in Adobe InDesign2 nicht mehr geöffnet werden kann. Auch die ehemals existierende Aussage, dass mit dem InDesign Interchange-Format die InDesign-Datei in der Version 2 mit Hilfe eines PlugIns geöffnet werden kann, wurde wieder wiederlegt! Der Grund des neuen Dateiformates liegt nicht nur in der überarbeiteten Font-Engine sondern hat vielseitige Argumente.

Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
http://www.ulrich-media.ch

Attraktive Schulungen unter
http://www.media.college.ch
als Antwort auf: [#62664] Top
 
Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
18. Dez 2003, 17:52
Beitrag #6 von 10
Beitrag ID: #63010
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Doppelbyte-Schriften sind Fonts, deren Kodierung auf 2-Bytes basiert - in aller Regel ist dies Unicode. OpenType-Fonts sind solche Schriften.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
http://www.ulrich-media.ch
-
Neu: CREATIVE DINNER - Seminare für Kreative in Verbindung mit einem gediegenen Abendessen. 13.1.2004 zu Adobe Creative Suite
http://www.media-college.ch/schulung.php?texts=122
als Antwort auf: [#62664] Top
 
Kobold
Beiträge: 508
18. Dez 2003, 18:00
Beitrag #7 von 10
Beitrag ID: #63014
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Für was ist denn das Interchange-Format?
als Antwort auf: [#62664] Top
 
Wolfgang Reszel  M 
Beiträge: 4170
19. Dez 2003, 03:19
Beitrag #8 von 10
Beitrag ID: #63060
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Hallo,

Danke für die Antworten. Schreibt Indesign denn auch Doppelbyte-Kodierungen in die PDF, wenn eine normale 1-Byte Postscript-Schirft verwendet wird?

Warum die neue Text-Engine dafür sorgt, dass die Dateien nicht runtergespeichert werden könne, weiß wohl nur Adobe. Technisch unmöglich wär's jedenfalls nicht, evtl. mit Verlusten. Wenn man sich hunderprozentig auf den PDF-Export verlassen kann, wird's immer unwichtiger, offene Dateien rauszugeben und Indesign CS lohnt sich. Wenn Druckereien und Verlage aber schon ewig brauchten, bis Indesign 2 angeschafft wurde, denke ich kaum dass die bald umsteigen werden.

Achja, was passiert eigentlich wenn man über die Zwischenablage Daten von Indesign CS nach Indesign 2 kopiert?

Wolfgang
als Antwort auf: [#62664] Top
 
Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
19. Dez 2003, 09:07
Beitrag #9 von 10
Beitrag ID: #63069
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


@ Wolfgang: Ja, weil InDesign intern alles in Unicode handelt
Das Problem bei der Rückwärtskonvertierung sind eher Funktionen wie:
Sonderfarben in PSD und Tiff
Gemergte DCS-Daten
Verschachtelte Formate

@ Kobold: Das Interchange Format war mal angedacht für den Austausch zwischen InDesign CS und InDesign 2.0. Es basiert auf XML. In den Handbüchern steht es auch noch so, wurde aber mittlerweile offiziell dementiert.


Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
http://www.ulrich-media.ch
-
Neu: CREATIVE DINNER - Seminare für Kreative in Verbindung mit einem gediegenen Abendessen. 13.1.2004 zu Adobe Creative Suite
http://www.media-college.ch/schulung.php?texts=122
als Antwort auf: [#62664]
(Dieser Beitrag wurde von Haeme Ulrich am 19. Dez 2003, 09:08 geändert)
Top
 
Yann Borg
Beiträge: 337
22. Dez 2003, 01:39
Beitrag #10 von 10
Beitrag ID: #63280
Bewertung:
(2383 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

InDesign CS und PDF-X/3


Hallo Wolfgang,

ergänzend zu all dem was gesagt wurde:

- InDesign 2 exportiert auch CID-Schriften.
- Kopiert man von InDesign 3 etwas nach InDesign 2, so wird die Zwischenablage in einem PDF umgewandelt und das Eingefügte ist nicht mehr editierbar. Ändert man die Standardeinstellung, so dass die Zwischenablage kein PDF wird, so kann nichts in InDesign 2 eingefügt werden.

Also, updaten, Dokumente konvertieren und InDesign 2 wegschmeissen und vergessen ;-)

Gruss,

Yann
als Antwort auf: [#62664] Top
 
X