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Anonym
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8. Jan 2004, 11:49
Beitrag #1 von 6
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InDesign für technische Dokumentation?


Hallo Forum,
Wir wollen ein neues DTP-Programm für technische Dokumentationen anschaffen. Zur Debatte steht neben FrameMaker auch InDesign. Informationen über den Leistungsumfang zu bekommen ist aber nicht ganz einfach.
Hier einige Laienhafte Fragen:
Arbeitet jemand mit InDesign in der TD?
Kann InDesign ähnliche Knaller wie FM? Bedingten Text, Stabil auch bei 1000-Seiten-Büchern?

So, hoffe ich bekome auf die ersten Fragen schon mal eine Antwort. Vielen Dank schon mal,
Axel
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Anonym
Beiträge: 22827
8. Jan 2004, 14:53
Beitrag #2 von 6
Beitrag ID: #64731
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InDesign für technische Dokumentation?


Wie wäre es (Win2000 oder WinXP) der Publisher Ventura10?
Es ist gerade für Mengensatz inklus. Fußnoten etc. sehr gut geeignet.
Manfred
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
8. Jan 2004, 17:15
Beitrag #3 von 6
Beitrag ID: #64765
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InDesign für technische Dokumentation?


InDesign und FrameMaker sind vom Ansatz her unterschiedliche Produkte. InDesign ist primär ein Layoutprogramm, um aufwändige Gestaltungen sehr elegant zu realisieren.
FrameMaker ist für technische Dokus gemacht, eben Fussnoten...
Jedoch ist FrameMaker in der Ausgabe nicht ganz einfach, weil er im Composite-Modus primär RGB ausgibt, was später (in PostScript oder besser PDF) nach CMYK transformiert werden muss für den professionellen Druck.

Ein anderer Ansatz ist, InDesign mit PlugIns zu erweitern. Wir kennen Firmen, die dies machen, weil halt InDesign technisch gesehen einige Knaller bietet.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
http://www.ulrich-media.ch
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Neu: CREATIVE DINNER - Seminare für Kreative in Verbindung mit einem gediegenen Abendessen. 13.1.2004 zu Adobe Creative Suite
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Anonym
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13. Jan 2004, 15:53
Beitrag #4 von 6
Beitrag ID: #65470
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InDesign für technische Dokumentation?


salve, ich habe jahrelang mit framemaker technische dokumentationen erstellt. framemaker ist das ideale programm wenn es sich um einen sehr starren seitenaufbau handelt, mit viel text, der in viele unterkapitel unterteilt ist z.b. 1, 1.1, 1.1.2,... sowie immer wieder aufzählungen, tabellen oder formeln enthält. wenn ja kann ich dir nur raten framemaker zu verwenden. man kann mit framemaker unglauglich viel automatisieren z.b. tote und lebende kolumnentitel. die ganze automatisation hat halt den nachteil das man sehr sauber arbeiten muss und manchmal unflexibel ist wenn mal was ganz aus der reihe tanzen soll. inhaltsverzeichnise und stichwortverzeichnisse genieren funktioniert auch einwandfrei.
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gs
Beiträge: 581
13. Jan 2004, 17:20
Beitrag #5 von 6
Beitrag ID: #65501
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InDesign für technische Dokumentation?


ein weiterer Kommentar: ich habe meine Diplomarbeit seinerzeit in FrameMaker gesetzt und würde es jederzeit wiedermachen. zu dem, was bereits gesagt wurde: bedingter Text, mehrere Indizes (Autoren, Sachwort, Bildverzeichnis), echte Querverweise, echter Marginalsatz sind Sachen, die Indesign so schnell nicht lernen wird.
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tomreuter S
Beiträge: 798
13. Jan 2004, 22:53
Beitrag #6 von 6
Beitrag ID: #65550
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InDesign für technische Dokumentation?


Hallo Axel,

ich würde für eine technische Dokumentation nur notgedrungen InDesign einsetzen.

Auch Hämes Bedenken kann ich nicht ganz teilen: bei technischen Dokumentationen kommt es nicht so sehr auf perfekte CMYK-Finessen an, sondern auf präzise wiedergebenes Ingenieurs-Wissen. Der Leser ist da nicht so auf Farbspielereien trainiert: das hindert nur beim Wiederfinden. Ich habe übrigens mal - nur aus Spaß - eine 4-Farb-Zeitung in FrameMaker gemacht, nur um zu beweisen, daß es geht. Überbund-Bilder sind gewöhnungsbedürftig. Man muß etwas mehr aufpassen als in InDesign.

Der Sinn und Zweck von technischer Dokumentation ist:
- nachvollziehbar strukturieren
- Schnelles Nachziehen von Dokumentationen zu technischen Änderungen
- Inhaltsverzeichnisse, Listen, Abbildungsverzeichnisse, Indices
- Querverweise in Hülle und Fülle
- Ausgefeilte PDFs "on-the-fly" mit living-links ohne stundenlange Handarbeit

Das alles _kann_ InDesign auch. Aber der Aufwand ist wesentlich höher als in FrameMaker. InDesign-Tabellen sind ja mittlerweile auch ganz gut, aber an das FrameMaker-Tabellarium kommt das noch lange nicht ran.

Einziges Problem, leider nur für Mac-Benutzer: Adobe scheint die Mac-Schiene von FrameMaker boshaft zu vernachlässigen. Denen sollte mal einer eine Sahnetorte in die Hütte schmeißen.

Viele Grüße,
Thomas Reuter
(Mac G4DP867, OS 10.3)
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