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VMA S
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30. Jan 2003, 13:44
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InDesign und PDF


Wir haben gerade eine 44-seitige Broschüre mit InDesign abgeschlossen. Aus InDesign exportierten wir gemäss PDF-Profil der Druckerei ein PDF 1.4 (Acrobat 5.0). Fast alles klappte problemlos; leider tauchten aber drei Fehler auf:

1. Texte in einem Farbkästchen, denen ein Absatzformat mit Papierfarbe zugewiesen wurde, werden im PDF mit der Kästchenfarbe überdruckt. Sobald wir die Texte manuell formatieren, verschwindet dieses Problem.

2. Ein Text, den wir auf ein EPS legten, erscheint im PDF nicht mit der korrekten Farbe, obwohl die Farbauszüge in der InDesign-Datei korrekt sind.

3. Ein Text mit schwarzem Schatten (keine Transparenz) darunter, der auf einer Farbfläche liegt, wird im PDF nicht korrekt gedruckt. Auch hier sind die Separationen in InDesign korrekt.

Dies waren die einzigen Fehler bei diesem doch recht komplexen Projekt mit sehr vielen Fremddaten in allen möglichen Formaten.

Meine Frage nun grundsätzlich: Ist der PDF Export 1.4; d.h. Acrobat 5.0 in InDesign noch nicht ganz stubenrein? Sollte man noch immer den Umweg über ein EPS und dann den Distiller machen?
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
30. Jan 2003, 14:03
Beitrag #2 von 3
Beitrag ID: #23219
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InDesign und PDF


Hallo VMA

Acrobat hat grundsätzlich kein Problem mit PDF 1.4. Allerdings haben sehr viele RIPs Probleme mit PDF 1.4. Ich würde unbedingt davon abraten PDF 1.4 für den Prepress-Bereich zu verwenden. Das kann man dann machen, wenn man RIPs hat, die nativ auf PDF-Verarbeitung ausgerichtet sind, also intern nicht mehr auf PostScript basieren. Zurzeit gibt es einige Anbieter, die behaupten, mit ihren neusten RIPs genau das machen zu können. Doch solche RIPs sind im Moment keine bis sehr wenige im Umlauf. Falls doch Transparenzen in der PDF-Datei sein sollten, dann hat man ein massives Problem. wenn ein RIP verwendet wird, welches weder Transparenzen intern verflachen kann noch auf PDF 1.4 basiert!

Wenn der PDF-Export verwendet werden soll, dann mit PDF 1.3. Des weiteren ist zu beachten, dass beim PDF-Export Doppelbyte-Fonts (CID-Fonts) in die PDF-Datei geschrieben werden. Damit können aber nur RIPs ab Version 3011.106 korrekt umgehen. Auch das ist ein weiterer Stolperstein. Wer auf nummer sicher gehen will, der ist gut bedient, wenn aus InDesign eine PS-Datei erzeugt wird, welche anschliessend distillt wird. Der PDF-Export ist super, allerdings nur dann, wenn auch die nötige Infrastruktur zur Verfügung steht.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
freelancer@ulrich-media
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VMA S
Beiträge: 7
30. Jan 2003, 18:20
Beitrag #3 von 3
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InDesign und PDF


Herzlichen Dank, Herr Mayerle, für die speditive und kompetente Antwort. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis auch die Druckereien die Bedürfnisse von uns "Prepresslern" zufriedenstellen können.
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