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Anonym
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16. Jul 2003, 21:08
Beitrag #1 von 7
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Indesign Einstellungen für Erstellung PDFs mit Acrobat6 (mac OSX)


Hallo,
Welchen Einstellungen sollte ich vornehmen wenn aus Indesign2.0.2 mit Acrobat 6 eine PDF für PRESS erstellen will?
also ich wähle Drucken, Adobe PDF usw.was sollte ich unter "Ausgabe" auswählen, Composite-CMYK oder in-Rip-Separation?
Wenn in RIP, welche Überfüllung und Raster soll ich benutzen?

Die Broschüre die ich belichten muss ist CMYK, ohne Sonderfarbe.

Ich habe probiert für ein paar Seiten eine PDF zu erstellen (mit Composite-CMYK. Habe leider trotz Acrobat6 den Eindruck dass es extrem lange dauer die PDF zu umrechner (G4 800). Mach ich was Falsch?

Die PDF soll ich nach Tschechen senden und bin mir fast sicher dass sie kein PS-Level3 haben. Was passiert mit den Schatten, Maske und transparen-Effekte meiner Datei?


Ich bedanke mich herzlich für Unterstützung
sercast




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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
17. Jul 2003, 16:05
Beitrag #2 von 7
Beitrag ID: #44131
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Indesign Einstellungen für Erstellung PDFs mit Acrobat6 (mac OSX)


Sercast

Wenn die Überfüllung durch den Dienstleister gemacht wird, dann wähle Composite CMYK. Wenn der Dienstleister nicht überfüllen kann, dann würde ich mit Standard überfüllen und bei der Auflösung 175 lpi/2400 dpi wählen.

Dass es lange dauert liegt nicht an falschen Einstellungen. Der Distiller ist unter dem Mac - auch OS X - nach wie vor langsam. Schneller geht es, wenn Du eine PostScript-Datei erstellst und diese danach distillst.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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barbagianni S
Beiträge: 495
23. Jul 2003, 11:41
Beitrag #3 von 7
Beitrag ID: #44700
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Indesign Einstellungen für Erstellung PDFs mit Acrobat6 (mac OSX)


vielen Dank für die Hilfe!

Ich hatte leider die PDF (PS-Datei mit Composite und Distiller) schon vesendet.
Mal schauen ob in Tschechen überfüllen können. bin sehr gespannt.

Sind die Press-Einstellungen von Distiller6 für jeder Postscript3-Belichten geheignet?

Kann man PDFX3 für Druckvorstufe verwendet? Ich nehme an, da hier um PDF 1.3-Kompatibilität handelt, dass die Trasparenzen von InDesign nicht unterstuzt werden.
Ist es richtig so?



Beste Grüße
sercast
als Antwort auf: [#44025]
(Dieser Beitrag wurde von barbagianni am 23. Jul 2003, 11:49 geändert)
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
23. Jul 2003, 23:36
Beitrag #4 von 7
Beitrag ID: #44761
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Indesign Einstellungen für Erstellung PDFs mit Acrobat6 (mac OSX)


Sercast
Die Press-Einstellungen machen PDF 1.4. Zwar wird, weil Sie ja PostScript hatten zum Distillen, keine Transparenz mehr in der PDF 1.4-Datei sein. Aber trotzdem gibt es RIP's, die sich an PDF 1.3 verschlucken. Von daher empfehlen wir für die Druckvorstufe momentan in den meisten Fälle PDF 1.3.

Ja, PDF/X-3 ist sogar für die Druckvorstufe gemacht worden. Einzig müssen Sie vorsichtig sein, weil bei dieser Joboptions die Bilder möglicherweise als JPEG komprimiert werden und dies Kompression nicht verlustfrei ist.

Die Transparenzen in InDesign sind sowieso bereits reduziert, wenn Sie PostScript aus InDesign machen für den Distiller. Das heisst, dass die Transparenzen nur simuliert werden.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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Robert Zacherl p
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24. Jul 2003, 08:24
Beitrag #5 von 7
Beitrag ID: #44780
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Indesign Einstellungen für Erstellung PDFs mit Acrobat6 (mac OSX)


Häme,

ergänzend sei hier noch anzumerken, dass die mitgelieferten PDF/X-3 Joboptions

- ein Downsampling aktivieren, welches ebenfalls (wenn es zum Einsatz kommt) qualitativ Einfluss nehmen kann, was vor allem im Zusamenspiel mit verflachter Transparenz, welche zur Bildung von höher als die Downsample-Grenzauflösung (450 dpi) aufgelösten Bitmaps führen kann, kritisch ist.

- Schrift-Untergruppen gebildet werden

- Rastereinstellungen pauschal entfernt werden (was einen Eingriff in die künstlerische Freiheit bedeuten kann)

- ein Überschreiben der Distiller-konfiguration durch Distiller-Parameter im PostScript-Code zulassen (siehe Option "Überschreiben der Adobe PDF-Einstellungen durch PostScript zulassen")

- das Output Intent Profil "Euroscale Coated v2" einbetten was in den meisten Fällen nicht der Realität entsprechen wird. Wenn der PDF_erezuger nicht weiss was ein Output Intent ist bzw. nicht aussagen kann in welchem Farbraum er sein Dokument angelegt hat, dann ist es wohl sinnvoller als Profil "Ohne" anzugeben (was nebenbei auch noch 1 bis 2 MB an Datenmenge einspart).

Es ist darüber hinaus sowieso fraglich, ob es Sinn macht ein PDF/X-3 zu erzeugen oder ob es nicht sinnvoller wäre eine PDF/X-1a Datei zu generieren. Denn sofern der Datenerzeuger nichts mit Farbmanagement am Hut hat, birgt PDF/X-3 immer die Gefahr in sich, dass geräteneutrale Farbbeschreibungen die sich in die Daten eingeschmuggelt haben, nicht als Fehler erkannt werden. Dies würde erst passieren, wenn anschließend eine Prüfung per Preflight mit Hilfe eines PDF/X-3 Profils geschieht, welches auf 4C + Schmuckfarben restriktiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
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24. Jul 2003, 13:01
Beitrag #6 von 7
Beitrag ID: #44817
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Indesign Einstellungen für Erstellung PDFs mit Acrobat6 (mac OSX)


Vielen Dank für die zahlreiche Hinweise!

jetzt habe ich aber ein Problem mit meiner Datei, denn die Druckerei (in Teschechen) unterstützt angeblich Postscript 3 aber nur PDF 1.2. Kann es sein???
In der Beschreibung ftp://80.188.193.70/download/postscritovani.pdf (siehe in der Datei ganz unten) bei Distiller-Einstellungen ist zu lesen: Kompatibilität Acrobat 3.0.

meine Frage wäre nun:
Wie soll ich meine Indesign-Datei die Schatten und Transparenzen enthält belichten können wenn der belichter kein PDF 1.3 unterstüzt?

Soll ich aus jeder Seite ein EPS erstellen?



Grüße aus München
barbagianni

als Antwort auf: [#44025] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
24. Jul 2003, 13:24
Beitrag #7 von 7
Beitrag ID: #44821
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Indesign Einstellungen für Erstellung PDFs mit Acrobat6 (mac OSX)


Hallo Barbagianni,

PostScript 3 und PDF 1.3 Fähigkeit sind keine Synonyme für einander. So werden Sie sich z.B. lange suchen müssen einen PostScript 3 Laserdrucker zu finden der direkt PDF verarbeiten kann. Bei den Belichter-RIPs entscheidet der Hersteller ob er es unterstützt oder nicht. Wenn er es unterstützt, dann entscheidet wiederum die Aktualität der intern zum Einsatz kommenden Technologie darüber welche PDF-Formate er unterstützt.
Wenn es sich um einen RIP handelt der auf einem Adobe PostScript 3 CPSI-Interpreter basiert, dann ist, wie hier schin unzählige Male erwähnt, mindestens ein CPSI 3011.106 Interpreter erforderlich um PDF 1.3 uneingeschränkt und fehlerfrei verarbeiten zu können. Es ist auch leicht nachvollziehbar, dass nicht jeder PostScript 3 RIP PDF 1.3 kompatibel sein kann. PostScript 3 wurde 1997 veröffentlicht. PDF 1.3 dagegen erblickte erst 1999 das Licht der Welt. Somit sind schon mal alle PostScript 3 RIPs die seit 1998 nicht mehr aktualisiert wurden automatisch nicht PDF 1.3 kompatibel. Selbst Adobe konnte erst vor ca. 2 Jahren den benötigten 3011.106 Interpreter an die OEM-Partner ausliefern.

Ein ganz anderes Bild ergibt sich wieder bei den sog. Clone-RIPs die nicht auf original Adobe Interpretern basieren. Einer der bekanntesten ist z.B. das Harlequin-RIP. Hier wird meines Wissens mindestens ScriptWorks 5.3r4 benötigt, um PDF 1.3 verarbeiten zu können.

In diesem Fall nun auf PostScript 3 ausweichen zu müssen, stellt keine qualitatve Restriktion dar. Auch PDF 1.3 kann keine echte Transparenz wiedergeben (geht erst ab PDF 1.4). Somit müssen Sie also auch bei einer erzeugten PDF 1.3 Datei eine Transparenz-Reduzierung durchführen. Dies geschieht mit den selben Mitteln wie bei der PostScript-Ausgabe.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#44025]
(Dieser Beitrag wurde von Robert Zacherl am 24. Jul 2003, 13:26 geändert)
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