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gurkerl
Beiträge: 74
22. Jun 2004, 09:47
Beitrag #1 von 3
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Kostenvoranschlag überholt


Hallo!

Ich hab da ein kleines Problem. Ein neuer Kunde hatte zwei Flyer auf seinem Rechner erstellt. Meine Aufgabe war es, die Flyer lediglich für die Druckerei aufzubereiten. Da ich es jedoch nicht lassen konnte, zumindest die Titel ein wenig schöner zu gestalten, ging es los. Der Kunde war so begeistert, dass er mir die Grafik die er noch nachreichen wollte nur in einer Rohfassung schickte und es mir überließ sie zu überarbeiten, damit sie alleine schon von der Größe her ins Layout passte. Dann schickte er immer wieder neue Bilder, die ausgetauscht gehörten und dann auch noch einen Aufkleber.

Das alles ging so schnell, aber trotzdem saß ich dann statt der vereinbarten zwei Stunden über 8 Stunden.

Was soll ich jetzt abrechnen? Was macht ihr in solchen Fällen, wenn euch der Kunde mit einem nach dem anderen überrumpelt. Leider hab ich nichts gesagt, dass bei Mehraufwand auch mehr fällig ist.

Weist ihr den Kunden bei Eintritt von Mehraufwand darauf hin und wie macht ihr dass? Top
 
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Rodger
Beiträge: 1323
22. Jun 2004, 09:58
Beitrag #2 von 3
Beitrag ID: #92485
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Kostenvoranschlag überholt


Hallo Gurkerl

bei uns sieht es so aus, dass Mehrarbeit nach Aufwand angeboten und auch abgerechnet wird. Falls der Fall eintrifft, dass versteckte Mehrarbeit angelegen hat - es also vorher nicht seperat angeboten worden ist, versuchen wir den Kunden davon zu überzeugen das es notwendig war. Wenn der Kunde dann auch noch selber Arbeit in Auftag gibt wird es mit einer entsprechenden Erklärung des Mehraufwandes berechnet.

Da der Kunde anscheinend mit der Arbeit zufrieden war, würde ich ihn darauf ansprechen.

Gruß
Rodger

MAC Dual 533 MHz PC G4 (1.12 GBRAM)
MAC OS X (Vers. 10.3.4)
als Antwort auf: [#92484] Top
 
typomaniac S
Beiträge: 250
22. Jun 2004, 13:20
Beitrag #3 von 3
Beitrag ID: #92538
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Kostenvoranschlag überholt


Hi gurkerl,

Solche Fälle gibts, und da muss man abwägen:
- Ich verrechne dann jeweils nur einen Teil des Mehraufwandes mit dem Hinweis auf das Entgegenkommen. 8 Stunden sind für ein Projekt schnell mal verbraten. Wenn Du also 4 Stunden verrechnest, sind die restlichen 4 Stunden beste Investition in einen Folgeauftrag. Wichtig ist einfach, dass das so kommuniziert wird.

- Ich spreche die Kunden auch darauf an, was sie sich so für ein Budget gesetzt haben. Denn dass irgendeine professionelle Leistung kostenlos daherkommt, das nimmt nicht mal der dümmste Kunde an, vergiss das nicht!

- Falls Deine Auftragsbücher so voll sind (Gratulation!!!), dass Du es Dir leisten kannst, verrechne z.B. 75% und gib anstandshalber noch 25% Ermässigung (gehört sich einfach so bei solchen Erstaufträgen...).

Und: ja, der Mehraufwand gehört schon kommuniziert. Das kannst Du sehr, sehr diplomatisch halten, indem Du z.B. fragst, ob einfach der Mehraufwand verrechnet oder aber zuvor noch eine Pauschale vereinbart werden soll. Ideal im ersten Fall ist die Verwendung z.B. von iWork, dann hast Du eine saubere Zeiterfassung.
Wenn diese Diskussion beim Kunden zu Problemen führt, ist es besser, die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Auftrag zu beenden, glaub mir!

Gruss
typomaniac
als Antwort auf: [#92484]
(Dieser Beitrag wurde von typomaniac am 22. Jun 2004, 13:31 geändert)
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