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thomyl
Beiträge: 2
23. Jun 2004, 09:31
Beitrag #1 von 7
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PCL vs Postscript-Treiber


Guten Tag!
Wir fertigen in unserer Abteilung regelmässig Publikationen mit InDesign und Acrobat an und leiten sie an diverse Druckereien weiter. Wir haben vorwiegenend HP-Laserprinter (auch Farblaser). Unser Informatikdienstleistungszentrum stellt uns lediglich PCL-Treiber für diese Drucker zur Verfügung mit der Begründung diese seien Postscriptkompatibel. Ich bin nicht dieser Ansicht. Ich denke, dass ein Postscripttreiber unumgänglich ist, damit wir die Preprint-Resultate zuverlässig betrachten können. Kann mir jemand eine fachliche Begründung PCL vs. Postscripttreiber erklären. Besten Dank! Top
 
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
23. Jun 2004, 09:43
Beitrag #2 von 7
Beitrag ID: #92720
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PCL vs Postscript-Treiber


Einfachste und kürzeste Begründung: Es gibt keine professionelle Druckerei, die über PCS ausgibt. Wie soll dann das Resultat bei Dir ohne PostScript dem der Druckerei gleichen? Aber Vorsicht: HP-Drucker haben zum Teil nicht wirklich Adobe-kompatible RIPs. Du könntest also vom Regen in die Traufe geraten.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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thomyl
Beiträge: 2
23. Jun 2004, 09:49
Beitrag #3 von 7
Beitrag ID: #92725
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PCL vs Postscript-Treiber


Vielen herzlichen Dank für die prompte Antwort. Ich erwarte nähmlich um 1000 Uhr den Accountmanager und da kommt mir Deine Antwort wie vom Himmel gefallen. Eine kleine Fragen noch, was für einen Printer sollen wir hier in der Abteilung Deiner Meinung nach verwenden um optimale Resultate zu erzielen?
als Antwort auf: [#92716] Top
 
Thomas Kaiser  M 
Beiträge: 1299
23. Jun 2004, 09:55
Beitrag #4 von 7
Beitrag ID: #92729
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PCL vs Postscript-Treiber


Hallo thomyl,

PCL und PostScript liegen grundverschiedene grafische Modelle zugrunde. Daher ist die Aussage, da wäre irgendwas kompatibel einfach Humbug. Es hängt immer von der *Kombination* Anwendung + Ausgabetreiber ab, inwiefern sich ein Prüfdruck auf einem Laser per PostScript von einem per PCL unterscheidet.

Beispielsweise würden normalerweise platzierte EPS-Dateien bei der Ausgabe via PCL nicht an den Drucker geschickt, sondern stattdessen nur eine im EPS zusätzlich vorhandene Screenpreview.

Allerdings sollte man PostScript als Druckersprache für Prüfdrucke keinesfalls überbewerten, da hier im Regelfall mit anderen PPDs, anderen Zielfarbräumen und eben im Normalfall auch anderen Interpretern gearbeitet wird, als später ausgegeben wird. Die Konsequenzen können drastisch sein, v.a. wenn die spätere Ausgabe mal separiert erfolgen sollte und Anwendungen am Start sind, die mittelalterliche Methoden zur PS-Generierung benutzen (v.a. ältere XPress-Versionen kommen einem da ins Gedächtnis)

Wirkliche Produktionssicherheit erhält man nur über den Umweg des Zieldatenformats (also bspw. separiertes PostScript für die Druckerei oder "Highend-PDF" oder TIFF/IT), das dann passend für den Prüfdruck wieder "umgewandelt" wird. Den Aufwand macht sich aber so gut wie niemand ;-)

Gruss,

Thomas Kaiser
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Thomas Kaiser  M 
Beiträge: 1299
23. Jun 2004, 09:58
Beitrag #5 von 7
Beitrag ID: #92730
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PCL vs Postscript-Treiber


Kurze Anmerkung noch: Wenn aus InDesign heraus grundsätzlich PDF erzeugt wird und dieses in Acrobat geöffnet und "Als Bild" gedruckt wird, konnte ich bisher noch keine Unterschiede zwischen PCL- und PostScript-Treibern feststellen (abgesehen von der rascheren Ausgabe im ersteren Fall)
als Antwort auf: [#92716] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
23. Jun 2004, 13:49
Beitrag #6 von 7
Beitrag ID: #92818
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PCL vs Postscript-Treiber


Hallo Thomyl,

um den Leuten aus Ihrer Informatik-Abteilung zu zeigen, wie haltlos die Behauptung bzgl. der Gleichwertigkeit von PCL und PostScript ist, würde ich einfach mal eine Vektor EPS-Datei in einem Layoutprogramm platzieren und dieses dann einmal über einen PCL- und einmal über einen PostScript-Drucketreiber auf den selben Drucker ausgeben. Mal sehen, ob sie dann immer noch der Meinung sind, dass es keinen Unterschied macht ;-)
Da EPS- und PDF-Dateien die im layout platziert werden keine Seltenheit sind, ist dieser Vergleich durchaus relevant.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

************************
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(Dieser Beitrag wurde von Robert Zacherl am 23. Jun 2004, 13:51 geändert)
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
23. Jun 2004, 14:01
Beitrag #7 von 7
Beitrag ID: #92823
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PCL vs Postscript-Treiber


Wegen der Sicherheit für Prüfdrucke. Wenn der RIP im Prüfdrucker auch ein Original Adobe CPSI ist, dann bringt dies von der Sicherheit her schon was. Es gibt auch Laserprinter, die eine InRIP-Separation problemlos unterstützen (Xerox Phaser zB). Also zu Deiner Frage nach einem geeigneten Prüfdrucker: Ich persönlich finde die Qualität des RIPs vor allem massgebend. Und da kommt meiner Meinung nach nur ein Original Adobe RIP zum Einsatz für Profi-Umgebungen. Viele unserer Kunden - wir auch - verwenden die Phaser von Xerox (farbig). Oder im Monochrom-Bereich die Xanté.


Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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