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Anonym
Beiträge: 22827
19. Feb 2002, 09:06
Beitrag #1 von 8
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PDF-Direktexport


Werden PDF-Dateien in InDesign 1.5.2 direkt exportiert, werden diese massiv grösser, als wenn sie via PostScript und Distiller erstellt werden. Geht das anderen auch so?

Thanx
Albert Top
 
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
19. Feb 2002, 09:26
Beitrag #2 von 8
Beitrag ID: #803
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PDF-Direktexport


Lieber Albert
InDesign 1.5.2 komprimiert beim Erstellen der PDF-Dateien die EPS nicht. Dies kann nicht gehen, weil sonst eine Interpretation des EPS (PostScript) stattfinden müsste, InDesign aber keine Interpretation beim Erstellen des PDF's macht. InDesign schreibt nämlich direkt PDF-Dateien ohne vorher PS zu schreiben. Dies beweist vor allem InDesign 2.0, denn sonst könnten keine PDF 1.4 mit Transparenzen erstellt werden. Auch ICC-Profile könnten nicht ohne zusätzliche Tricks reingenommen werden.
InDesign 2.0 macht die PDF-Dateien effizienter und kleiner als InDesign 1.5.2. Es wird aber auch in der Version 2.0 für druckvorstufentaugliche PDF-Dateien nichts gegen den Weg über PostScript einzuwenden geben. Wie gut ein direkt exportiertes PDF für die Druckvorstufe aus InDesign 2.0 ist, wird die Praxis zeigen. Nach ersten Erfahrung mit InDesign 2.0 sind sie aber besser.

Gruss
Haeme Ulrich
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hugo
Beiträge: 13
1. Mär 2002, 19:26
Beitrag #3 von 8
Beitrag ID: #1215
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PDF-Direktexport


lieber ulrich,
welche druck(vorstufen)bedenken hast du konkret bei einem pdf "export" aus ID2 im vgl zum distiller?
Bin gerade in einer buchproduktion und habe vor, die pdfs von ID erstellen zu lassen; mit den proofs hat es keine probleme gegeben.
gruß
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
1. Mär 2002, 23:09
Beitrag #4 von 8
Beitrag ID: #1222
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PDF-Direktexport


Es ist einfach so, dass die allermeisten PDF-Dateien in der Druckvorstufe via Distiller erstellt werden und die Dienstleister solche PDF-Dateien kennen. InDesign zum Beispiel exportiert die Schriften immer als Doublebytefonts wenn aber via PS und Distiller PDF's erzeugt werden, so ergeben sich 1-Byte-Fonts. Und Doublebytefonts (CID) wiederum benötigen PostScript-3-RIP's.

Ich würde einfach einen Testlauf mit dem Dienstleister machen! Die PDF-Dateien sind eigentlich "zu gut"...

Gruss
Haeme

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hugo
Beiträge: 13
3. Mär 2002, 04:27
Beitrag #5 von 8
Beitrag ID: #1255
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PDF-Direktexport


>> Es ist einfach so, dass die allermeisten PDF-Dateien in der Druckvorstufe via Distiller erstellt werden und die Dienstleister solche PDF-Dateien kennen.

das is mir bekannt. aber du hast FAST sämtliche disiller optionen auch imm ID-PDF-Export; hast du begründte zweifel, dass ID-exportierte dokumente (unter gleichen ausgewählten optionen wie im distiller) undruckbar sind??

danke für ne antwort, anyway
gruß
hugo
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ManniB
Beiträge: 63
3. Mär 2002, 22:22
Beitrag #6 von 8
Beitrag ID: #1272
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PDF-Direktexport


Hallo Hugo,
ich übernehme mal ein bißchen den Part von Häme. Es ist in der Tat so, dass ID1.5 nicht die gleichen Distiller-Einstellungen fährt wie beim echten Distillen. Wir haben zum Teil große Probleme mit Farben und Schriften, wenn wir die Daten via Export rausgeben. Dies resultiert m.E. daher, dass die Export-Funktion nur die oberflächlichen Einstellungen nutzt, während der Distiller echtes PS erzeugt und diese dan weiterverarbeitet. Daher mein Tip, bis ID2 bei dir vorhanden ist: Dokumente nur via Distiller drucken und dafür auch nur die ppd vom Distiller verwenden. Dann klappst garantiert.
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hugo
Beiträge: 13
19. Mär 2002, 09:36
Beitrag #7 von 8
Beitrag ID: #1685
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PDF-Direktexport


Hallo Manni,
ich hab mich eigentlich auf ID2 bezogen; hab ich vergessen zu erwähnen, sorry.
als Antwort auf: [#802] Top
 
Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
19. Mär 2002, 13:14
Beitrag #8 von 8
Beitrag ID: #1698
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PDF-Direktexport


Hallo Hugo (schön, dass Du da bist!)
Auch InDesign 2 schreibt die Schriften beim Direkt-Export zu PDF als CID-Fonts in die Datei. CID-Fonts ist ein Doublebyte-Fontformat, das nicht auf allen Nicht-Adobe-RIP's verarbeitet werden kann. Und wenn es ein Originla-RIP ist, muss es ein PostScript 3 RIP sein! Wird aus InDesign in eine Datei gedruckt und sodann distillt, werden normale Type 1/TT-Fonts gebraucht, die letztlich auch in der PDF-Datei landen und in der Ausgabe weniger Probleme verursachen.
Wenn Du nun weisst, dass Dein Dienstleister CID-Fonts ausgeben kann, sollte dem Direktexport nicht viel im Wege stehen (weiteres Problem siehe unten). Wenn Du aber nicht weisst, wo Deine PDF-Datei ausgegeben wird (Inseratekampagne) gehst Du besser auf Nummer sicher und nimmst den Distiller.
Problme Nr. 2: Im Layout plazierte EPS-Dateien werden ja auch in die PDF-Datei geschrieben. EPS-Dateien sind oftmals Schuld an PS-Errors. Wird nun die PDF-Datei via Distiller erstellt, so wird die EPS-Datei von Distiller interpretiert. Und somit dürfte diese EPS-Datei in der späteren Ausgabe der PDF-Datei keine Probleme verursachen. Diese Sicherheit hast Du beim Direktexport nicht.
Ich will nicht sagen, dass man aus ID direkt keine High-End-PDF-Dateien schreiben kann, es gibt einfach zwei, drei Punkte, die man berücksichtigen muss. Wir haben Kunden, die arbeiten problemlos mit direkt exportierten Dateien für die Belichtung - schon mit Version 1.5.2. Und eben letzte Woche belichtete ich bei einem Kunden auf einem Heidelberg MetaDimension-RIP problemlos direkt exportierte PDF-Dateien aus InDesign 2. Nur ist hier zu sagen, dass der Interpreter im Meta-RIP von Adobe ist und PostScript 3 hat.

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