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Kobold
Beiträge: 508
10. Dez 2002, 22:33
Beitrag #1 von 6
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PDF-X/3-Weiterverarbeitung


Also wie ich ein PDF-X/3 erstelle, ist mir unterdessen klar und wie ich das ganze in einem Geräteunabhängigen Farbraum mache auch. Doch wie gehe ich weiter, wenn ich nun eine solche Datei in Nutzen setzen, Ausschiessen etc. will?
Was stelle ich mit dem Ausgabeprofil an, welches ja im PDF eingebunden ist? Kann ich das PDF in einem Layoutprogramm wieder importieren (z.B. InDesign - Quark funzt ja bestimmt nicht und wenn schon doch erst ab Verseion 6? - PS-Level 3 unterstützung)? Und was stelle ich dort wiederum ein, damit das Ganze auch mit dem Colormanagement funktioniert?

Vielen Dank für eure Antworten

K. Top
 
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
11. Dez 2002, 00:47
Beitrag #2 von 6
Beitrag ID: #19076
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PDF-X/3-Weiterverarbeitung


Der Output-Intent (nennen Sie Zielprofil) ist dazu gedacht, Proofs zu machen und geräteunabhängige Farbräume in den Zielfarbraum zu konvertieren (mittels Colorserver, Druck, RIP oder Acrobat PlugIn).

Die Frage ist, warum Sie überhaupt geräteunabhängig arbeiten. PDF/X-3 verlangt dies nicht, es ist "nur" erlaubt im Gegensatz zu PDF/X-1a.
Machen Sie jedenfalls sehr gründliche Tests mit Ihrem Dienstleister, wenn Sie PDF/X-3 geräteunabhängig betreiben wollen.


Gruss
Häme Ulrich
http://www.ulrich-media.ch
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Kobold
Beiträge: 508
18. Dez 2002, 21:34
Beitrag #3 von 6
Beitrag ID: #19744
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PDF-X/3-Weiterverarbeitung


Aber ist es denn nicht von ungeheurem Nutzen, wenn man als Dienstleister geräteunabhängige PDFs erstellt, damit man diese eben auf möglichst vielen Geräten ausgeben kann? Ich meine, wenn ich ein Inserat gestalte und dieses in verschiedensten Druckereien gedruckt wird, ist es ja Grundsätzlich falsch, wenn ich dazu CMYK-Daten verwende (da ja jede Druckerei eine andere Druckzunahme etc. hat.)

Meine Frage nun:
Wenn ich ein solches RGB-PDF (oder sonst irgendwie Geräteunabhängig) erhalte, wie gehe ich dann weiter? Wie kann ich das PDF auf einer Seite umbrechen? Was passiert mit den Farbprofilen (welche die Bilder beschreiben) wenn ich vom PDF ein EPS (Level-1?) erstelle? Gehen die Verloren? Wie muss ich als Anwender ein Solches PDF verarbeiten, damit ich die Profile und schliesslich den Farb-Workflow nicht unterbreche?

Danke für die Antworten
als Antwort auf: [#19060] Top
 
Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
18. Dez 2002, 23:20
Beitrag #4 von 6
Beitrag ID: #19756
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PDF-X/3-Weiterverarbeitung


Hallo Kobold

Mit Ihrer Frage beantworten Sie eigentlich schon sehr viel selber. Lassen Sie mich erklären!
Optimal wäre natürlich ein geräteneutraler Workflow (RGB mit ICC-Profil/Lab). Nur ist leider weder die Durchschnitts-Druckerei KnowHow-Mässig noch der Noch-Layout-Moloch Quark soweit, heute gerätunabhängige Workflows vernünftig umzusetzen. Dazu kommt, dass PostScript ein eigenes - nicht ICC - Farbmanagement hat (CSA, CRD). Was will ich damit sagen? Solange wir PDF via PostScript erstellen müssen, ist es nicht trivial, ICC-Profile in PDF-Dateien zu schreiben, weil PostScript gar keine ICC-Profile kennt. Und solange Xpress nicht mal in der Lage ist, eine Zeile PostScript 3 zu schreiben, wie soll es denn in der Lage sein, PDF direkt ohne PostScript zu schreiben, dies wäre ja die nächste Stufe und notwendig, um einfach geräteunabhängige PDF's zu schreiben.
Angenommen, man wendent alle verfügbaren Tricks an und erstellt ein geräteuanhängiges PDF, dann ist die nächste Frage, wie dieses PDF in den gewünschten Zielfarbraum transformiert wird. Heute arbeiten 9 von 10 Druckereien so, dass RGB (auch mit ICC-Profil) und Lab im Preflight als Fehler abgefangen wird. Um PDF sauber zu transformieren bedarf es eines Farbservers (iQueue, PitStop-Server) oder sonstigen Acrbat PlugIns. Eine weitere Variante wäre, die Farben erst im RIP mit PostScript-Farbmangament zu transformieren. Hierzu könnte zum Beispiel der Druckdialog von Acrobat 5.x zum Zuge kommen. Weiter wäre mit diesem Druckdialog auch eine Farbtransformation On-Host möglich. Die Frage ist nur, wass denn mit RGB-Schwarzem Text passiert, welcher ja ein max GCR für die Umwandlung braucht, damit er im K-Kanal landet. Sie sehen, viele Punkte, die beachtet werden müssen. Mir sind in der Schweiz nur wenige Druckereien bekannt, die dies können.

Noch ein Wort zu Ihrer Idee mit dem EPS Level 1. Sie müssen wissen, dass PostScript Level 1 nicht in der Lage ist, PDF höher als 1.1 verlustfrei abzubilden. Das heisst, wenn Sie ein PDF/X-Datei (PDF 1.3) verlustfrei zu EPS wandeln möchten, dann müssen Sie PostScript 3 machen! Dies wiederum heisst, dass diese Datei nicht mehr zuverlässig On-Host separiert werden kann - sondern auf eine In-RIP-Separation zurückgegriffen werden muss


Gruss
Häme Ulrich
http://www.ulrich-media.ch
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Anonym
Beiträge: 22827
6. Jan 2003, 12:23
Beitrag #5 von 6
Beitrag ID: #20634
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PDF-X/3-Weiterverarbeitung


Sehr geehrte Herren,
wenn ich lese, wie unten beschrieben

"Um PDF sauber zu transformieren bedarf es eines Farbservers (iQueue, PitStop-Server) oder sonstigen Acrbat PlugIns. "

ist Pitstop Server auch ein Colorserver?
Können wir uns dann weitere " Colorserver " sparen?
vielenb Dank für Ihre Antwort
Günther Hüniger
Kaiserslautern
gh@mcg-hueniger.de
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
6. Jan 2003, 15:22
Beitrag #6 von 6
Beitrag ID: #20649
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PDF-X/3-Weiterverarbeitung


Sehr geehrter Herr Hüniger

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob PitStop-Server OutputIntents von PDF/X3-Dateien auswerten und verarbeiten kann. Falls es tatsächlich möglich sein sollte, dann nur via Umweg über Aktionslisten. Denn über die normale CMS-Funktionalität von PitStop-Server können keine Output-Intents von PDF/X3-Dateien verarbeitet werden.

Viel einfacher gestaltet sich dies mit einem Programm wie iQueue von Gretag Macbeth. Mit iQueue lassen sich Warteschlangen oder Hotfolder einrichten, mit denen unter anderem automatisiert Farbraumtrasformationen relisiert werden können. Mit iQueue können Sie bequem den Output-Intent einer PDF/X3-Datei in der Weiterverarbeitung berücksichtigen. Eine neutrale PDF-Datei im RGB- oder LAB-Farbraum kann so einfach mittels Auswertung des Output-Intents in den Ausgabefarbraum konvertiert werden. Falls Sie mehr Informationen über iQueue haben möchten, können Sie mich unter folgender Mailadresse direkt anschreiben:

mayerle@ulrich-media.ch

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
freelancer@ulrich-media
als Antwort auf: [#19060] Top
 
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