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Kobold
Beiträge: 508
27. Mär 2003, 20:59
Beitrag #1 von 6
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PDF, InDesign, Delta-RIP und Rasterwinkelungen


Neulich ist mir aufgefallen, dass wenn ich ein PDF (in InDesign 2.0.2 platziert) auf ein Delta-RIP (separiert) schicke/drucke, dass dann die Rasterwinkelungen (zum Beispiel Schwarz) nicht wie in InDesign eingestellt auf 45º, sondern auf einem vollkommen anderen Wert liegt!

Kann sich dies jemand erklähren?

Danke im Voraus

K. Top
 
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
27. Mär 2003, 21:43
Beitrag #2 von 6
Beitrag ID: #29568
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PDF, InDesign, Delta-RIP und Rasterwinkelungen


Hallo Kobold,

was bedeutet in diesem Zusammenhang "separiert"? Meinen Sie "vorsepariert" also SOftwareseitig bereits in die einzelnen Farbkanäle zerlegt oder meinen Sie den Einsatz der in-RIP Separation im Ausgabegerät?
Die einzige empfehlenswerte Separationsmethode bei Einsatz platzierter PDF- oder Level 2 bzw. 3 EPS-Dateien ist die in-RIP Separation eines PostScript 3 RIPs. Die softwaremaässige Separation ist in ihren Gründzügen eine PostScript Level 1 Technologie. Adobe schafft es zwar mit Hilfe der in Adobe InDesign integrierten Technologien die Grenzen dieser Technologie weit nach außen zu schieben (viel weiter als ein QuarkXPress oder andere Layout-Programme) aber auch dieser Software sind gewisse Grenzen gesetzt. Wenn die Grenzen überschritten werden resultiert dies in falschen Separationsergebnissen und/oder unliebsamen Seiteneffekten. Eine falsche Rasterwinkelung könnte durchaus ein solcher sein.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
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27. Mär 2003, 21:47
Beitrag #3 von 6
Beitrag ID: #29569
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PDF, InDesign, Delta-RIP und Rasterwinkelungen


ich meine damit also schon, composite Bilder (z.B. CMYK-Bilder, welche nicht vorsepariert sind). Doch sobald ich die Rasterwinkelung des Bitmaps (Schwarzauszug) auf dem RIP betrachte, ist die Winkelung jenseits von 45 Grad!

Kann es sein, dass das Delta-RIP seine eigenen Ideen hat, auf welcher Winkelung das Schwarz zu liegen hat?
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
27. Mär 2003, 21:57
Beitrag #4 von 6
Beitrag ID: #29571
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PDF, InDesign, Delta-RIP und Rasterwinkelungen


Hallo Kobold,

das beantwortet nicht meine Frage. Die Tatsache, dass es sich um CMYK-Bilder handelt, sagt nichts uber die verwendete Separationsmethode aus (CMYK ist nur ein Farbraum, keine Separationsmethode). Ein vorsepariertes CMYK-Bild wäre wiederum ein DCS 1 oder 2 Bild. In diesem Fall käme aber auch nur eine vorsperierte Ausgabe aus Adobe InDesign in Frage (außer Sie nennen einen OPI-Server mit DCS-Merging Funktion Ihr eigen).

Drucken Sie also aus Adobe InDesign mit der Einstellung "Separationen" oder "In-RIP-Separationen"?
Sofern die Bilder übrigens im EPS- oder PDF-Format platziert wurden, können durchaus bereits "falsche" Rastereinstellungen mit den Bilddaten abgespeichert worden sein, die dann bei der Endausgabe durchschlagen.
Weisen denn nur die Bilder im Schwarzkanal eine von 45 Grad abweichende Winkelung auf oder auch die Vektorelemente auf dem Schwarzauszug. Falls es nur die Bilder sind, würde dies meine Aussage im vorherigen Absatz bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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(Dieser Beitrag wurde von Robert Zacherl am 27. Mär 2003, 22:01 geändert)
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Anonym
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27. Mär 2003, 22:24
Beitrag #5 von 6
Beitrag ID: #29576
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PDF, InDesign, Delta-RIP und Rasterwinkelungen


Die Dateien wurden immer mit "Separation" gedruckt. Die Rasterwinkelung ist aber nicht nur bei Bildern, sondern auch bei gerastertem Text falsch.
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
27. Mär 2003, 22:40
Beitrag #6 von 6
Beitrag ID: #29578
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PDF, InDesign, Delta-RIP und Rasterwinkelungen


Hallo Kobold,

es wundert mich doch sehr, dass Sie als Anwender eines modernen PostScript 3 fähigen RIPs und Adobe InDesign nicht dessen in-RIP Separations Steuerungsmöglichkeiten nutzen. Dies brächte Ihnen sowohl Geschwindigkeitsvorteile als auch Produktionssicherheit.

Eine "falsche" Rasterwinkelung im gesamten Auszug kann eigentlich nur zwei Ursachen haben:
- Entweder wurde bereits im Druckdialog die "falsche" Winkelung definiert (z.B. durch ein falsches PPD oder eine falsche Rasterwinkeleinstellung)
- Oder durch eine RIP-Konfiguration, die die im Druckauftrag definierten Rastereinstellungen ignoriert und durch im RIP hinterlegte Standardwerte ersetzt. Je nach RIP-Hersteller kommen dann unterschiedlichste Rastertechnologien und somit auch Rasterwinkel- und Rasterweiten-Kombinationen zustande. Wenn dann der Schwarzauszug nicht 45 Grad aufweist, ist dies nicht automatisch ein Fehler, sondern unter Umständen so vom Hersteller gewollt. So sind z.B. 15 Grad Schwarzwinkelung keine Seltenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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(Dieser Beitrag wurde von Robert Zacherl am 27. Mär 2003, 22:41 geändert)
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