hilfdirselbst.ch
Facebook Twitter gamper-media

Publishing-Events

m+
Beiträge: 63
18. Mär 2003, 10:47
Beitrag #1 von 15
Bewertung:
(8414 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Hallo!
Ich bin leider noch ziemlich weit am Anfang auf meinem Weg zu einem professionellen PDF-Ersteller ;-)
Jetzt habe ich ein Problem an dem ich fast verzweifle und brauche dringend eure Ratschläge.
Ich habe eine Postkarte erstellt. Die Vorderseite mit Photoshop (in CMYK) und die Rückseite mit InDesign wegen größerer Menge an Text. Jetzt geht es um die Vorderseite:
Wenn ich die aus Photoshop audrucke bekomme ich was völlig anderes als auf dem Bildschirm. Klar, dass da immer Abweichungen sind aber das ist doch etwas zu viel des Guten. Ein helles blau (C 100%, M 5%, Y 0%, K 0%) wird z.B. plötzlich türkis. Wenn ich die Datei jetzt exportiere (z.B. TIFF) und sie in InDesign platziere und dann ausdrucke ist alles viel dunkler. (Fast ein wenig dunkler als in der Vorlage, aber damit könnte ich leben.)
Nächster Schritt: Das ganze soll für die Druckerei als PDF-File gespeichert werden. Wenn ich die Datei also ins PDF-Format exportiere (egal ob mit PS oder ID) bekomme ich wieder das Ergebnis, das ich schon aus dem Photoshop-Ausdruck kenne.
Wonach soll ich mich jetzt noch richten? Jedesmal erhalte ich wieder ein "völlig neues" Bild...
Übrigens: Farbmanagement ist immer ausgeschaltet!

Ich hoffe jemand weiß weiter...
Bin dankbar für jeden Tip!
Vielen Dank und viele Grüße
m+ Top
 
X
Anonym
Beiträge: 22827
18. Mär 2003, 10:51
Beitrag #2 von 15
Beitrag ID: #28511
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Kurz und Bündig!
Aussehen ist egal. Nur die Werte zählen.



Kurz
als Antwort auf: [#28509] Top
 
m+
Beiträge: 63
18. Mär 2003, 12:58
Beitrag #3 von 15
Beitrag ID: #28533
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Aber dann müssen doch wenigstens die Ausdrucke gleich sein oder? An irgendwas muss ich mich doch orientieren...

Gruß
m+
als Antwort auf: [#28509] Top
 
martinW
Beiträge: 71
18. Mär 2003, 13:26
Beitrag #4 von 15
Beitrag ID: #28541
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Hallo m+,

wenn du dich an irgendetwas orientieren möchtest, also ein "what you see, is what you get" haben möchtest, solltest du deinen Workflow (Scanner, Monitor, Drucker und am besten die Druckmaschine) kalibrieren.

Ansonsten kauf dir ein Farbwertebuch. Da kannst du deine Farben "besser" beurteilen. Denn 100c 5m sind mit sicherheit kein helles blau, sondern reines cyan. Und das kann schon mal, je nach Drucker, wie türkis aussehen.

Am Ende gilt halt für den Offsetdruck: auf die Werte kommt es an.

Grüsse aus Frankfurt
Martin
--
Kundenzitat: Nix gesagt ist genug gelobt
als Antwort auf: [#28509] Top
 
Michel Mayerle
Beiträge: 1047
18. Mär 2003, 14:02
Beitrag #5 von 15
Beitrag ID: #28550
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Hallo zusammen

Ich hätte auch noch eine Anregung. Wurde das ColorManagement in Photoshop ebenfalls deaktiviert? Davon kann ich nur abraten! Das macht die Möglichkeit für eine konsistente, vorhersehbare Farbreproduktion noch unmöglicher. In InDesign kann das ColorManagenemt für die Ausgabe deaktiviert werden.

Ebenfalls darf unter keinen Umständen die Option PostScript-Farbmanagement aus Versehen aktiviert werden. Diese Option versteckt sich im Photoshop im EPS-Sicherungsdialog. Dies könnte eine unkontrollierbare Farbraumtransformation im RIP hervorrufen.

Ich stimme zu, dass es am einfachsten wäre, wenn die eingesetzten Geräte (Scanner, Monitor, Drucker) kalibriert und profiliert werden könnten. Ich würde aber zumindest empfehlen, im Photoshop mit dem CSF-Setting für Eursocale Coated zu arbeiten.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
InDesign- und PDF-Integration
als Antwort auf: [#28509] Top
 
m+
Beiträge: 63
18. Mär 2003, 14:05
Beitrag #6 von 15
Beitrag ID: #28551
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Das Teil wird in der Druckerei übrigens im Digitaldruck hergestellt. Wenn aber kalibrieren nicht in Frage kommt und ich auch keinen Packen Geld für ein Farbbuch übrig habe, was mache ich dann?
Wenn ich auf dem Bildschirm reines Cyan habe und im Ausdruck auf einmal ein türkis mit viel mehr grün, worauf soll ich mich dann noch verlassen? Woher weiß ich denn, dass es in der Druckerei nicht wieder ganz anders aussieht?

Gruß
m+
als Antwort auf: [#28509] Top
 
martinW
Beiträge: 71
18. Mär 2003, 14:33
Beitrag #7 von 15
Beitrag ID: #28559
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


... und nochmals Hallo m+ (was soll das eigentlich bedeuten?)

aber zu deinen Fragen: wer im Vorfeld nicht ein bisschen Geld ausgeben möchte, riskiert auf die Dauer mehr Geld für Fehldrucke/Nachdrucke!!!!!!!

Ansonsten solltest du vielleicht mal auf einschlägigen Internetseiten nach günstigen Kalibierungsmöglichkeiten/-tipps suchen. Z.B. publisher.de, macwelt, Macup, etc...

Zum Digidruck: klar wird's da wieder anders aussehen.
Tipp: Proofen lassen und mit den dortigen Fachleuten reden.

... und nicht solche Sachen sagen wie: das sieht auf meinem Monitor aber ganz anders aus und ich will das es so wie auf meinem Monitor aussieht.

(Dieser Absatz sollte von (Digital)Druckern und DTP-Profis bitte nicht gelesen werden :-))
Noch eine Möglichkeit: Farben und Bilder solange bearbeiten bis sie auf deinem Ausdruck so aussehen wie du sie haben möchtest. Es gibt Digitaldrucker mit denen man dann (vielleicht), gegen Aufpreis, die Farben abstimmen kann.

Aber das beste proofen lassen.

Grüsse aus Frankfurt
Martin
--
Kundenzitat: Nix gesagt ist genug gelobt
als Antwort auf: [#28509] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
18. Mär 2003, 14:49
Beitrag #8 von 15
Beitrag ID: #28563
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


@m+

Auch eine Digitaldruckmaschine kann 100C+5M richtig wiedergeben.


Kurz
als Antwort auf: [#28509] Top
 
m+
Beiträge: 63
18. Mär 2003, 16:07
Beitrag #9 von 15
Beitrag ID: #28577
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Ich wollte NICHT meine Bildschirmansicht auf dem Blatt haben. Dass es immer Abweichungen zwischen der Bildschirmanzeige und dem Druck gibt, ist mir völlig klar.
Das Problem war auch eher der Unterschied zwischen dem Ausdruck aus Photoshop, InDesign und der PDF-Datei... OK?

Viele Grüße
m+
als Antwort auf: [#28509]
(Dieser Beitrag wurde von m+ am 18. Mär 2003, 16:09 geändert)
Top
 
martinW
Beiträge: 71
18. Mär 2003, 17:04
Beitrag #10 von 15
Beitrag ID: #28587
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


OK, da du geschrieben hattest, Farbmanagement und ähnliches wäre abgeschaltet, habe ich das auch geglaubt. Und bin darauf nicht mehr eingegangen.

In dem Fall solltest du deine Einstellungen, auch im Drucken Dialog checken. Denn wenn keine anderen Einstellungen die Farbe verändern, dann sieht aus allen Progs das Bild/die Farben im Ausdruck gleich aus.

Zitat: auf die Werte kommt es an.

... und jetzt müsstes du alle verwendeten Einstellungen aufführen damit dir jemand den Fehler aufzeigen kann.

Grüsse aus Frankfurt
--
Kundenzitat: Nix gesagt ist genug gelobt
als Antwort auf: [#28509] Top
 
m+
Beiträge: 63
18. Mär 2003, 17:42
Beitrag #11 von 15
Beitrag ID: #28589
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Tja, so ist das leider... Aber ein paar Tipps, die in die richtige Richtung gehen helfen meist schon weiter :-)

Nochmal zum Thema Farbreferenz: Wo bekommt man so eine Tabelle (Buch oder Fächer, etc.) und gibt es da von Druckerei zu Druckerei nicht auch noch mal Unterschiede, was das Endergebnis angeht?

m+
als Antwort auf: [#28509] Top
 
martinW
Beiträge: 71
18. Mär 2003, 18:03
Beitrag #12 von 15
Beitrag ID: #28596
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Druckerei: ja, da kann es zu unterschieden kommen, sollte und darf aber eigentlich nicht.

Meistens liegt es daran, was wie auf einem Druckbogen steht. Am besten mal mit den Fachleuten reden.

Beim Digidruck sollte es nicht zu Farbabweichungen kommen. Aber auch da gibt es immer wieder unterschiede. Hier spielt z.B. die verwendeten Farbpigmente eine Rolle. Usw, usw ...

Farbbücher: Druckereibedarf, Druckmaschinenhersteller, Verlag Vera Kopp (http://www.kopp-medien.de (oder so ähnlich))

Grüsse aus Frankfurt
--
Kundenzitat: Nix gesagt ist genug gelobt
als Antwort auf: [#28509] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
18. Mär 2003, 18:47
Beitrag #13 von 15
Beitrag ID: #28602
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


HAllo

Ich habe das selbe Problem. Habe Signmakingsoftware ähnlich wie Freehand. Damit arbeite ich hauptsächlich. Dann mache ich in Photoshop diverse Sachen und in dem Signmakingprogramm und all das baue ich dann in Freehand zusammen und speichere es dort ab für die Druckerei. Wenn ich nach dem gehen würde was ich auf dem Bildschirm sehe......
Ein befreundeter Grafiker sagte mir zu Anfang auch immer : " HAUPTSACHE DIE WERTE STIMMEN " Und er hat recht. Ich habe den Tonwertatlas von Motiv Direkt und die Farbfibel. Da stehen die Werte drin und wenn ich diese eingebe werden Sie auch so gedruckt. Aber exakt den Farbton hatte ich nie auf dem Ausdruck oder auf dem Bildschirm. So ist das nun mal. Muss man sich dran gewöhnen. HAbe auch nichts kalibriert.
NAch ca. 10 Aufträgen für Broschüren und V-KArten habe ich mir über die Bildschirmansicht keinen Kopf mehr gemacht.
Ab und zu lasse ich mal ein Proof machen. Bei höheren Auflagen.Zu meiner und der Sicherheit des Kunden.
Scherz an:
Kann man schon fast mit einer Stark geschminkten Frau vergleichen
Scherz aus.

Mit freundlichen Grüßen
Christian
als Antwort auf: [#28509] Top
 
m+
Beiträge: 63
18. Mär 2003, 19:44
Beitrag #14 von 15
Beitrag ID: #28605
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


@Christian
Vielen Dank für diesen Hinweis! Das beantwortet eigentlich schon alles! Sehr beruhigend... :-)

Noch zwei Fragen:
1. Was ist das für eine Signmakingsoftware?
2. Der Tonwertatlas und die Fibel die du nennst, sind die gut oder gibt's da noch andere Empfehlungen?

Viele Grüße
m+
als Antwort auf: [#28509] Top
 
Anonym
Beiträge: 22827
19. Mär 2003, 21:26
Beitrag #15 von 15
Beitrag ID: #28729
Bewertung:
(8404 mal gelesen)
URL zum Beitrag
Beitrag als Lesezeichen

PDF für Druckerei


Hallo

Die Signmakingsoftware die ich benutze heisst Easysign.
http://www.easysign.com

Die Farbfibel gibt es im Fachhandel
http://www.farbfibel.de

und den Tonwertatlas bei Motiv direkt.
http://www.motiv-direct.de/

Die reichen mir. Es gibt aber von vielen Druckereien wie z.b Laser Line auch HKS Tabellen auf Coated und uncoated bei Unterlagen dabei. Da stehen dann auch die Farbwerte für CMYk mit dabei. Die sind dann auch auf deren MAschinen gedruckt. Also ziemlich verbindlich.

Mit freundlichen Grüßen
Christian
als Antwort auf: [#28509] Top
 
X