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hplusp
Beiträge: 6
12. Aug 2002, 19:58
Beitrag #1 von 3
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PDF und EPS aus InDesign 2.01


Seit kurzem bin ich auf InDesign 2.01 umgestiegen. Tolles Progamm, jedoch haben einige Weiterverarbeiter und Verlage mit dem PDF- und EPS-Dateien. Ich bin wie folgt Vorgegangen: PDF-Export aus InDesign im Acrobat 4 Format.
In der Vollversion des Acrobat (5.05) habe ich ein EPS mit Level 1/Binär erstellt.
Jetzt hab ich hier schon erfahren, dass ich besser den Weg über den Distiller gehen sollte und im 4.0 Format abspeichern soll und dann als EPS abspeichern.
Ich der Weg über den Distiller besser, sollte ich wieder den Acrobat 4.0 aufspielen und welche Tipps gibt es für den Export von Dateien mit Graustufen und Transparenzen (hier wird die zusammengerechnete Fläche zu hell dargestellt).
Vielen Danke für eine Nachricht Top
 
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
13. Aug 2002, 08:54
Beitrag #2 von 3
Beitrag ID: #9120
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PDF und EPS aus InDesign 2.01


Hallo

Wenn du eine PDF-Datei direkt aus InDesign exportierst, dann werden sogenannte CID-Schriften (Doppelbyte-Schriften) exportiert. Eine erfolgreiche Unterstützung dieser Schriften erfordert ein RIP ab Version 3011. Wenn du nun das exportierte PDF in Acrobat als EPS abspeicherst, bleiben diese CID-Schriften weiterhin in der EPS-Datei enthalten. Das kannst du sehr gut testen, indem du die erstellte EPS-Datei distillst und in Acrobat die Schriftinformationen prüfst. Du wirst dort erkennen, dass es sich um eingebettete CID-Schriften handelt, mit denen viele Verarbeiter noch Probleme haben. Wenn du beim InDesign-Export nichts Spezielles unternommen hast, dann wirst du auch feststellen, dass sogenannte Schriftuntergruppen in die Datei eingebettet wurden, das heisst, dass nur gerade eben die verwendeten Zeichen eingebettet wurden. Oftmals ist das aber nicht wünschenswert.

Einerseits kannst du, wie du bereits erwähnt hast, zuerst eine PostScript-Datei erstellen, die du via Distiller konvertierst und dann in Acrobat als EPS abspeicherst.

Andererseits kannst du in InDesign auch einen EPS-Direktexport machen. Pantonefarben werden dir aber verloren gehen, wenn du CMYK ankreuzt. Ausserdem weisst du nicht, ob sich eventuelle PostScript-Fehler in der Datei verbergen. Wenn du aus einer PDF-Datei, die mit dem Distiller erzeugt wurde, eine EPS-Datei erstellst, dann ist der PostScript-Code bereits durch den Distiller interpretiert worden. Mit PostScript-Fehlern sollte deshalb nicht mehr zu rechnen sein.

Wenn du Transparenzen in der Datei hast, dann bist du bereits in InDesign für die Qualität des Flattenings (Transparenzreduzierung) verantwortlich. Denn Transparenz kann in PostScript nicht verarbeitet werden. Eine optimale Transparenzreduzierung für alle Workflows gibt es nicht, das muss selber getestet werden. Oftmals kann man sagen, dass in den Transparenzreduzierungsformaten der Schiebregler ganz nach rechts gestellt und alle drei Kästchen unten aktiviert werden müssen. Die Reduzierungsauflösung ist abhängig von euren Ausgabemöglichkeiten. Es kann aber auch vorkommen, dass du ganz andere Transparenzreduzierungsformate benötigst. Wichtig sind eingehende Tests und Kontrollen.

TIPP: Herr Robert Zacherl weiss in dieser Hinsicht extrem gut bescheid!

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
als Antwort auf: [#9112] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
13. Aug 2002, 15:13
Beitrag #3 von 3
Beitrag ID: #9138
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PDF und EPS aus InDesign 2.01


Herr Mayerle,

Ihre Aussage

> Andererseits kannst du in InDesign auch einen
> EPS-Direktexport machen. Pantonefarben werden dir
> aber verloren gehen, wenn du CMYK ankreuzt

ist natürlich nicht korrekt, sonst könnte man mit dieser Exportfunktion ja nicht vernünftig arbeiten.
Der mit Hilfe der Option "Farbe" gewählte Ausgabefarbraum bestimmt in welchem Farbraum nicht-Sonderfarben Farbräume die im Dokument vorkommen ausgegeben werden. Eine Sonderfarbe bleibt Sonderfare, egal ob Sie dort CMYK, RGB, Graus oder Geräteunabhängig anwählen.
als Antwort auf: [#9112] Top