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issnix
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31. Okt 2003, 11:50
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PS-Farbmanagment im Druckdialog von ID 2


Hallo zusammen
Kann mir jemand erklären, was die Option "PS-Farbmanagment" mit meinem Daten macht.
Ich weiss, dass die ICC-Profil wenn diese Option aktiviert ist zum Beispiel in sogenannte CSAs umgewandelt werden, diese dann aber eventuell von anderen Programmen in der Weiterverarbeitung nicht korrekt herausgelesen werden. Aber wenn ich ein PostScript-Datei aus dem Druckdialog mache, dann werden meine CMS-Einstellungen ja auch in den PS-Code geschrieben, ob jetzt diese Option aktiviert oder deaktiviert ist. Werden dann die CMS-Einstellungen irgendwie "anders" im PS-Code verfasst?
Was ich aber nicht verstehe, wann brauche ich denn diese Option oder brauche ich Sie überhaupt noch?
Ich danke für eure Antworten - da bin ich mal gespannt. Vielleicht habe ich ja auch irgendwo was nicht ganz kapiert.

iss wohl wieder mal nix, ne :)
Gruss
issnix Top
 
X
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
31. Okt 2003, 12:09
Beitrag #2 von 2
Beitrag ID: #56915
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PS-Farbmanagment im Druckdialog von ID 2


Hallo issnix,

wenn mit aktivierter Option "PostScript-Farbmanagement" ausgegeben wird, dan signalisieren Sie, dass Sie an einer Farbraumtransformation interessiert sind, welche auch tatsächlich erst im PostScript-Ausgabegerät stattfindet.
Dies ist das Gegenstück zu einem on-Host Farbmanagement, welches bereits auf Druckebene im Layoutprogramm stattfindet indem Sie ein ICC-Profil beim Drucken wählen, welches den gewünschten Zielfarbraum deklariert.

Das on-Host Farbmanagement erfolgt auf Basis eines ICC-Farbmanagements und sendet bereits farbliche transformierte Daten zum Ausgabegerät.
Die geräteinterne Variante basiert auf CSAs als Quellfarbräumen und einem CRD (Color Rendering Dictionary), welches den Zielfarbraum und den Rendering Intent wiederspiegelt. Aus diesem Grund läßt Adobe InDesign es auch zu entweder das Standard CRD des Ausgabegeräts zu nutzen oder in die Druckdatei ein eigenes CRD zu integrieren, welches dynamisch aus dem gewählten CMYK ICC-Profil generiert wird. Die Farbdaten bleiben dabei erst einmal unangetastet. Er wird nur kalibrierungsinformation angehängt. Die eigentliche Farbraumtransformation geschieht im Gerät.

Wer braucht es? Potentiell jeder der Farbdaten verwendet, welche noch nicht im gewünschten Zielfarbraum vorliegen (und somit einer Farbraumtransformation unterworfen werden müssen) und ein PostScript-fähiges Ausgabegerät sein Eigen nennt. Der Vorteil des PostScript Farbmanagements ist, dass damit z.B. auch EPS-Dateien farbgemanaged wiedergegeben werden können wo das on-Host Farbmanagement eines Adobe InDesigns z.B. versagen würde.
Nachteil: Alle Farben werden einer Farbraumtransformation unterworfen, da jede geräteabhängige Quellfarbe profiliert ausgegeben wird (durch die angesprochenen CSAs). Dies führt z.B. schnell mal dazu, dass ein ehemals reines Schwarz plötzlich als CMYK-Farbe wiedergegeben wird.

Wenn man nicht sehr tief in der Thematik drinsteckt und sich genau der Vor- und Nachteile bewußt ist, dann würde ich eher von der Verwendung dieser Ausgabeoption abraten.


Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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