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Beiträge: 431
14. Jun 2003, 10:13
Beitrag #1 von 6
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Postscript erzeugen


Hello,

folgendes Problem. Eine PS-Datei wurde QXP 5 mit dem Laser Writer 8.7 geschrieben (ca. 650MB). System OS X 10.2.6 Classic Umgebung.
Diese Datei wurde geändert und neu von einem Kollegen geschrieben. Unter OS 9.1 und QXP 4.1r1, Laser Writer 8.5.1. Die PS-Datei war nur einviertel so groß (ca.170 MB) wie die Datei die ich geschrieben habe!!!
Darauf hin habe ich unter der Classic Umgebung mit QXP 4 und 5 und Laserwriter 8.5.1 nochmal eine PS-Datei erzeugt. (diesmal ca. 480 MB unter 4 u. 5!).
Nun habe ich die PS-Datei mit der XTension Creo PXT 3.2 erzeugt . Diese war nun 1,2GB groß!!!
Wie kann das sein? Woher kommen die gravierenden Unterschiede?


und tschüss
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
14. Jun 2003, 10:42
Beitrag #2 von 6
Beitrag ID: #39488
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Postscript erzeugen


Harry,

es gibt hier diverse mögliche Einflußfaktoren:

- Kodierung: Wurde im ASCII oder Binärformat ausgegeben? Macht je nachdem welche ASCII-Kodierung verwendet wurde ca. Faktor 1,3 (ASCII85) bis Faktor 2 (ASCIIHex) aus.

- PostScript Level: Wenn PostScript Level 1 gewählt wird, können platzierte TIFF-Bilder nicht komprimiert rausgeschrieben werden, weil dies erst ab PostScript Level 2 und neuer unterstützt wird.

- Druckoption "Vollauflösendene TIFF-Ausgabe": Wurde diese Option im QuarkXPress Druckdialog aktiviert, dann wird das volle Bilddatenvolumen der platzierten TIFF-Bilder ausgegeben. Ist sie dagegen nicht aktiviert, dann wird abhängig von der gewählten Rasterweite (bei Halbton-Bildern) bzw. der Ausgabeauflösung (bei Strichbildern) ein Downsampling der TIFF-Bilder betrieben.

Was die Creo PXT betrifft: Diese sorgt dafür, dass aus QuarkXPress DSC-konformer PostScript-Code ausgegeben werden kann wie er für die Weiterverarbeitung in Programmen die PostScript-Import betreiben (z.B. Ausschießprogramme und Trapping-Software) benötigt wird. Diese Methode ist absolut ungeeignet um Daten für die direkte Ausgabe oder PDF-Erezugung zu generieren.
Eine Forderung der DSC-Konvention ist die Unabhängigkeit der einzelnen PostScript-Seite. Dies kann u.a. nur durch ein Einbetten aller Resourcen in die jeweilige Seite gewährleistet werden. Somit müssen z.B. alle Fonts einer Seite in diese eingebettet werden. Wenn Sie ein 100-seitiges Dokument haben, welches auf jeder Seite einen identischen Font verwendet, dann sind das 100 x ca. 50 kb. Macht zusammen auch schon ca. 5 MB.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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14. Jun 2003, 11:18
Beitrag #3 von 6
Beitrag ID: #39495
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Postscript erzeugen


Hallo Herr Zacherl,

die Kodierung war Binär.
PS-Level 2 und 3.
Vollauflösende Tiff-Ausgabe. (Muß ich doch wohl ankreutzen, damit ich die beste Qualität erhalte!?)
Die PS-Daten werden für Preps erzeugt.
Dann macht es doch wohl Sinn immer die Creo PXT zu benutzen?



und tschüss
HARRY
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Robert Zacherl p
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14. Jun 2003, 12:22
Beitrag #4 von 6
Beitrag ID: #39498
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Harry,

ich würde die Creo PXT (wie alle deren Vorgänger) nicht einsetzen wenn es gezielt um die Datenübernahme in Creo Preps geht. Creo Preps verfügt über einen sehr guten QuarkXPress-Importfilter und ist deshalb nicht auf DSC-konformes PostScript angewiesen.
Wichtig ist nur mit zentrierten Paßkreuzen auszugeben damit Preps das Endformat und dessen Lage auf dem Ausgabeformat erkennen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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14. Jun 2003, 12:35
Beitrag #5 von 6
Beitrag ID: #39499
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Herr Zacherl,
erstmal vielen Dank für die Infos!
Also werde ich die PS-Datein lieber über den Druckdialog erzeugen!
Macht es Sinn dort über ASCII zu gehen? Kleinere Dateien?
Creo Preps =Scenic Soft Preps?



und tschüss
HARRY
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Robert Zacherl p
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14. Jun 2003, 13:25
Beitrag #6 von 6
Beitrag ID: #39502
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Postscript erzeugen


Harry,

die Verwendung ASCII-Kodierung bedeutet wie von mir bereits angedeutet eine Vergrößerung des Datenvolumens.
Bei einer ASCIIHex-Kodierung (landläufig einfach als ASCII bezeichnet) werden 2 Speicherbytes für ein binäres Datenbyte benötigt. Hinzu kommen noch Bytes für Zeilenschaltungen die im Binärformat nicht benötigt werden.
Eine ASCII85-Kodierung wie sie aktuelle Adobe Programme optional verwenden benötigt 5 Speicherbytes für 4 binäre Datenbytes (plus Zeilenschaltungen).
Also auf alle Fälle wenn es geht, dann binär ausgeben.

Creo Preps ist die aktuelle Preps Version. Die Firma ScenicSoft existiert nicht mehr sondern wurde letztes Jahr von Creo komplett übernommen. Die aktuelle Programmversion ist Preps 4.2.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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