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gurkerl
Beiträge: 68
16. Jun 2004, 10:24
Beitrag #1 von 5
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Hallo!

Wie macht ihr das eigentlich?

Angenommen ein Kunde wünscht ein neues Logo mit Briefbogen, Visitenkarte und evtl. später mal Flyer.

Unterbreitet ihr ihm dann erstmal mehrere Logos oder ein einziges Logo samt Corporate-Design-Linie. Oder ganz anders? Top
 
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typomaniac S
Beiträge: 250
16. Jun 2004, 14:33
Beitrag #2 von 5
Beitrag ID: #91306
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Hi gurkerl,

Nun, da gibts verschiedene Ansätze. Meiner ist jeweils der:
- Bei einem ausführlichen Gespräch sauber abklären, was der Kunde a) will, b) nicht will, c) was er eigentlich schon lange im Kopf herumträgt. Das Schlimmste ist jeweils, wenn die Leute schon was mit WordArt gebastelt haben und das dann die Basis darstellen soll...
- Auf keinen Fall einfach nur eine Logo-Serie vorlegen. Denn: erstens wird ein Logo immer eingebunden in z.B. Stationery, Inserate, Web oder was auch immer und steht nie einfach nur für sich da. Zudem spielen bei der Unterstützung von Message / Image und so jeweils die verwendeten Schrifttypen und Farben eine immens wichtige Rolle.
- Möglichst keine Auswahlsendungen. Denn erstens kennt jeder den Trick mit den zwei guten und einem schlechten Entwurf und zweitens liegt bei einer professionellen, seriösen Entwurfsarbeit kein zweiter Anlauf drin. Ist auch nicht so profi, wenn man eingestehen soll, dass es immer verschiedene Ansätze für eine Lösung gibt...
- Ganz wichtig ist die Präsi an sich: möglichst immer eine Stationery (Letter, Kuvert, VK, evtl. Web-Screenshot) in farbverbindlicher Qualität präsentieren. Es gibt nichts dümmeres, als bei einer Präsi zu argumentieren: "Das kommt dann schon anders..." "Das müssen Sie sich so und so vorstellen..."
- Ich habe gute Erfahrungen gemacht wenn die einzelnen Positionen bei einer Präsi jeweils auf überformatigen Graukarton aufgezogen werden. Auf keinen Fall einfach blosse Printouts hinlegen.
Tja, wie gesagt, das ein kleines Exzerpt aus meiner persönlichen Philosophie.
Gruss
typomaniac
als Antwort auf: [#91231]
(Dieser Beitrag wurde von typomaniac am 16. Jun 2004, 14:34 geändert)
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typomaniac S
Beiträge: 250
16. Jun 2004, 14:42
Beitrag #3 von 5
Beitrag ID: #91309
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...ach ja, und was das CI betrifft: Wenn bei der Präsentation die Begeisterung auf Kundenseite spürbar wird, ist meist der richtige Zeitpunkt, gleich den Hinweis auf ein kleines CI-chen zu platzieren. Das ist bei Kleinbetrieben keine so grosse Sache und bietet dem Gestalter eine Möglichkeit zur Kundenbindung und dazu, seine Arbeit als Referenz zu verwenden, was leider oftmals nicht der Fall ist (wenn z.B. aus "Spargründen" das Logo nur noch in 150 dpi-Qualität und ein- oder falschfarbig verwendet wird...).
Aber ein sauberes CI einfach so aus dem Ärmel zu schütteln, macht bei der Präsi überhaupt keinen Sinn und sieht nach out-of-the-box aus.

Gruss
typomaniac
als Antwort auf: [#91231] Top
 
gurkerl
Beiträge: 68
16. Jun 2004, 16:11
Beitrag #4 von 5
Beitrag ID: #91339
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Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort!
Im Grund klingt dein Vorgehen sehr plausibel. Nur ist da irgendwie ein Widerspruch drin, oder vielleicht hab ich es nicht richtig verstanden: Zusammengefasst, man sollte dem Kunden möglichst nur einen Entwurf unterbreiten, d.h. ein Logo, dazugehörigen Briefbogen, Visitenkarte und evtl. Website-Screenshot.

Für die Ausarbeitung dieser Sachen ist aber doch bereits eine Corporate-Design-Linie auszutüfteln. Du sagst aber, man sollte nicht gleich ein CD vorlegen.

Ähm wie meinst du das dann?
als Antwort auf: [#91231] Top
 
typomaniac S
Beiträge: 250
17. Jun 2004, 07:35
Beitrag #5 von 5
Beitrag ID: #91473
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Hi gurkerl,

sorry, hab Dein Reply verpennt.
Nun, ein CI ist doch ein bisschen mehr als nur einfach eine Stationery-Linie. Ein CI zu entwickeln macht erst Sinn, wenn das gestalterische Grundgerüst feststeht. Was ein CI genau in welchem Umfang enthalten soll, ist mittlerweilen zur Wissenschaft geworden. Schau mal hier, wie CI und CD definiert werden:

http://www.4managers.de/...ty.asp?hm=1&um=C

Kernpunkt ist, dass ein CI immer auf das Unternehmen massgeschneidert ist. D.h. Du kannst Dir die Mühe sparen, CI-Richtlinien für VID, VAD, PR/Kommunikation und so zu erstellen, wenns das beim Kunden gar nicht gibt oder er da definitiv sein eigenes Süppchen kochen will.
Vielfach reduziert sich bei Kleinbetrieben das CI eben auf ein reines CD (Corporate Design), das aber auch massgeschneidert ist. Was machst Du, wenn der Fahrzeugpark drei Autos in verschiedenen Farben umfasst und beim CD-Briefing rauskommt, dass da noch mehr Hunde begraben liegen, die berücksichtigt werden müssen? Ist Alltag. Und eben deshalb macht es keinen Sinn, bei einer Präsi bereits mit CI/CD-Richtlinien aufzufahren. Umso mehr, als dass sich der Kunde erfahrungsgemäss "überrollt" fühlt, weil er so sein Mitsprache- und Gestaltungsrecht eingeschränkt sieht.

Have a great day
typomaniac
als Antwort auf: [#91231] Top
 
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