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Ron
Beiträge: 3
11. Apr 2003, 09:25
Beitrag #1 von 3
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Probleme Monitorprofilierung Windows2000


Hallo Forum!
Ich beschäftige mich seit kurzem mit dem CMS-Thema und würde dies gerne vollständig in unseren Druckvorstufen- und Druckereibetrieb einführen. Als ersten Ansatzpunkt habe ich mir die Monitore vor genommen. Nun aber schon die ersten Probleme...

Ich arbeite unter Windows2000, Gretag ProfileMaker 4.1, Meßgerät Spektrolino, Photoshop 7.0, Bildschirm 21" CTX (Bj. 2001).

Wenn ich nun mit ProfileMaker den Monitor zuerst kalibriere, so erreiche ich die Vorgabewerte zu fast 100%. Die Luminanz des Monitores liegt bei 100Cd (eigentlich sehr gut, oder?)

Auch das Einbetten des nach der Kalib. erstellten Monitorprofiles klappt einwandfrei, Photoshop greift auf das Profil zu. Das habe ich getestet, in dem ich das Profil einfach mal total verbogen habe. Gammaloader von Photoshop ist deaktiviert.

Also sollten doch alle Voraussetzungen geschaffen sein, oder? Wenn ich mir aber dann in Photoshop einen Softproof anzeigen lasse, so ist der weit weg vom Referenzproof, der auf einem Iris4Print mit dem natürlich gleichen ICC Ausgabeprofil erstellt würde. Der Vergleich findet unter einem Normlicht statt, der Bildschirm hat eine Blende (wg. Steulicht). Ich habe nun schon tausend verschiedene Einstellungen in ProfileMaker getestet, verschiedene Weißpunkte eingestellt, Gamma geändert... Der Monitor ist aber z.B. in Hauttönen zu rotstichig. Einige Farben kommen ganz gut hin, andere liegen total daneben.
Ist vielleicht das Meßgerät ungeeignet? Ist es eventuell der ProfileMaker? Oder sollte ich das ganze unter XP versuchen? Hat jemand einen Tip?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit... Top
 
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
11. Apr 2003, 11:36
Beitrag #2 von 3
Beitrag ID: #31570
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Probleme Monitorprofilierung Windows2000


Hallo Ron

Teste doch einmal folgendes: Wähle einen neutralen Bildschirmhintergrund (am besten 50 Prozent grau). Wie sieht der am Monitor aus? Kannst du dort visuell irgend einen leichten Farbstich erkennen? Da der Monitor via ProfileMaker und Spektroline kalibriert und Profiliert wurde, scheint der Monitor korrekt abgestimmt worden zu sein. Könnte das Problem daher beim Proofer liegen? Wann wurde der Proofer zum letzten mal kalibriert und profiliert? Wurde eine reguläre Testchart für die Profilierung verwendet? Mit was für einem Rendering-Intent werden die Farben zum proofer geschickt? Es sollte darauf geachtet werden, dass der Rendering-Intent dann relativ farbmetrisch gewählt wird, wenn auf das Auflagendruckpapier geprooft wird bzw. dann absolut farbmetrisch, wenn nicht auf das Auflagendruckpapier geprooft wird und das Papierweiss simuliert werden muss. Hier sind schon oft Fehler passiert.

Dann kann es auch eine Rolle spielen, nach welchem Zeitraum das Proof unter dem Normlicht betrachtet wurde. Jedes Proof hat eine bestimmte Lichtechtheit in einem gewissen Zeitrahmen. Auf jeden Fall sollte das Proof erst ca. 30 Minuten nach der Ausgabe beurteilt werden. Des weiteren ist es so, dass das Proof je nach Gerät, Druckfarbeneigenschaften und Bedruckstoff nach einem bestimmten Zeitraum natürlich nicht mehr stimmt. Daher sollte immer ein aktueller Proof für die Beurteilung herangezogen werden.

Besteht die Möglichkeit eines Andruckes? Es wäre interessant, wie der Andruck im Vergleich zum Digitalproof aussieht.

Wichtig ist auch, dass die Papiere des Proofers und des Auflagendruckes wenn möglich keine optischen Aufheller beinhalten, da hier das Problem der Farbmetamerie auftaucht.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
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Ron
Beiträge: 3
11. Apr 2003, 12:39
Beitrag #3 von 3
Beitrag ID: #31580
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Probleme Monitorprofilierung Windows2000


Hallo Herr Mayerle,

die Frage, ob der Proof überhaupt korrekt ist, stellte ich mir auch gleich zu Anfang. Der Proof wird mit GMG-Software gesteuert. Vor Ausdruck der Testform wurde dieser kalibriert. Als Farbanpassung dient die Standardanpassung für Tiefdruck(PSR_ECI...) von ECI. Da ich mir aber auch nicht sicher war, habe ich das ECI-Chart geprooft und ein neues Druckerprofil erstellt. Selbst wenn der Proofer daneben läge, müsste ja nun das Profil von dem gemessenen Chart die Farben genauso charakterisieren. Ich bin nun gerade dabei, das ganze Geraffe mal auf dem Mac zu probieren. Vielleicht sind einfach unter Windows 2000 noch diverse Ungenauigkeiten versteckt.

Vielen Dank für Ihre Antwort

Ron Süßmann
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