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student
Beiträge: 12
6. Apr 2004, 16:05
Beitrag #1 von 5
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Proofer profilieren


Hallo Forum!

Mal wieder ne Frage: Wie wird normalerweise ein Proofer profiliert bzw. welche Schritte sind schon im Vorraus notwendig?

Ich gehe mal davon aus dass diese Schritte notwendig sind:
(falls falsch bitte verbessern ;-)) )

- Ausgabe Linearisierungs-Testchart ohne jegliche Ausgabe-/Prooferprofile

- Linearisierung Proofer um Tintenauftrag zu begrenzen (WIE macht man das??)

- Testchart zur Profilerstellung

- Ausmessen (mittels Spektralfotometer)

-->Profil fertig (oder?)

Vielen Dank schon mal!! Top
 
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Thomas Richard  M  p
Beiträge: 17318
6. Apr 2004, 17:22
Beitrag #2 von 5
Beitrag ID: #78699
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Proofer profilieren


Hallo student,

- Ausgabe Linearisierungs-Testchart ohne jegliche Ausgabe-/Prooferprofile
• korrekt
Zu diesem Zeitpunkt muss die komplette Parametrierung des Proofers festgezurrt werden, ab hier gibt's keinen Farb- oder Papierwechsel, aber auch keine Änderungen an Auflösung, Rasterung, bidriektionalem Druck u.ä. mehr.

- Linearisierung Proofer um Tintenauftrag zu begrenzen (WIE macht man das??)
• korrekt
Man schaut was er aushält. Wenn die Farbe nicht mehr ordentlich wegschlägt, Das Papier wellen wirft oder die Farbe einfach nicht mehr trocknen will, oder man die Druckgeschwindigkeit heruntersetzen muss, damit er sichnicht selber das gerade Gedruckte verschmiert, ist's zuviel.
Man braucht eine Druckerkalibration die unter der eigentlichen Profilierung ansetzt, um die stabile Linearisierung in die profilierte Ausgabe mit einzubeziehen. Dieser Zwischenschritt macht aus 2erlei Hinsicht Sinn: Man kann Profile weitergeben, wenn man die Kalibration mitgibt. Man bekommt Luft, falls aml das Material etwas schwankt bzw. das Gerät mit der Zeit etwas nachlässt um nachzudrehen.

- Testchart zur Profilerstellung
• korrekt

- Ausmessen (mittels Spektralfotometer)
• auch korrekt

-->Profil fertig (oder?)
Ja, ein Profil schon, aber noch keine Kalibration.
Was du bis jetzt hast ist die Defnition deines Gerätes. Das Profil beschreibt, was der Drucker kann, und wie man ihn beschicken muss, um bestimmte Farben zu erzielen.
Ein Proofer wird erst draus, wenn du ihm jetzt noch beibringst, sich wie ein anderes Gerät zu benehmen.

Da geht's dann weiter das man Ziel und Istwerte verrechnet und den Proofer langsam aber sicher dazu bekommt, so zu tun als wäre er eine Druckmaschine.

Das machst du mitunter mehr als 10 mal, bis die Soll und Istwerte soweit angenähert sind, das es einem Proof gerecht wird.

Man ist sich aber inzwischen einig, das das noch keinen wirklich guten Proof ausmacht. Nachdem sich messtechnisch nix mehr ändert ist eine äugische Anpassung von Grauachse, Weißpunkt und Abrissen notwendig.

MfG

Thomas
als Antwort auf: [#78685]
(Dieser Beitrag wurde von Thomas Richard am 7. Apr 2004, 01:48 geändert)
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student
Beiträge: 12
7. Apr 2004, 09:20
Beitrag #3 von 5
Beitrag ID: #78769
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Proofer profilieren


Vielen Dank für die schnelle Antwiort!

Ich habe da allerdings immer noch ein Problem: mein "Proofer" (HP5000) kalibriert sich selbst. Die Proofs sind aber nachher immer deutlich zu voll; dann kann ich nur noch an den Tonwertkurven des Prooferprofils "ziehen". So wird aber das Bild eigentlich nur heller und nicht weniger gesättigt bzw. druckmaschinenähnlicher... :-(

So wie ich das sehe ist eine Linearisierug mit meinem Equipment (HP5000, PrintOpen) gar nicht im Voraus möglich?¿

Mir fehlt ein prodduktiver Ansatz ;-)

Gruß, Christian
als Antwort auf: [#78685] Top
 
Thomas Richard  M  p
Beiträge: 17318
7. Apr 2004, 10:25
Beitrag #4 von 5
Beitrag ID: #78786
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Proofer profilieren


Hallo christian,

konkkret kann ich dir da nicht helfen, da ich weder einen HP noch Printopen habe/kenne.

Wie druckst du denn?
Du hast dein 'Prooferprofil' und ein Zielprofil, wo du hin willst?
Wie sieht diese Verknüpfung in der PS'schen Vorschau aus? Funktioniert es da?

Die Frage ist in dem Fall eigentlich nicht, ob du vorher linearisierst, sondern wie der Istzustand des HPs erfasst und mit dem Soll verrechnet wird.

Wenn du eine Möglichkeit hast, den HP linear anzusteuern, solltest du einen Farbraum erhalten, der das Maximum dessen was das Gerät kann, enthält. (Von Papierweiß bis alle Düsen Vollgas).
Wenn du darauf aufbauend ein Profil erzeugst, der Drucker aber im Normalfall eine interne Linearisierung durchführt, hast du in deinem Profil einen zu großen Farbraum, das führt dann dazu, dass du übersättigte Ergebnisse erhälst.

MfG

Thomas
als Antwort auf: [#78685] Top
 
student
Beiträge: 12
7. Apr 2004, 12:55
Beitrag #5 von 5
Beitrag ID: #78840
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Proofer profilieren


Hallo Thomas,

das Ding ist, dass der Proofer sich selbst kalibriert.
Ich habe für die Linearisierung zur Zeit überhaupt keine Software oder ähnliches; und allein über die Profilierung regelt er den Farbauftrag nicht genug zurück :-(

Ausgegeben wird direkt aus dem Workflow (Prinergy); dort ist ein Ausgabeprofil und ein Prooferprofil einstellbar. Allerdings ist das Ganze etwas mysteriös; was da alles reinspielt ist so gut wie nich nachvollziehbar :-((

So langsam habe ich gar keine Lust mehr ;-)

Gruß, Christian
als Antwort auf: [#78685] Top
 
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