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Framer
Beiträge: 53
9. Sep 2003, 10:25
Beitrag #1 von 11
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo,

wir produzieren eine Zeitschrift, die vom Redakteur in Pagemaker layoutet wird. Wir müssen nur noch die Anzeigen einbauen, die größtenteils aus Quark kommen. Dazu erzeugen wir aus Quark EPS und plazieren diese in Pagemaker. Aus Pagemaker belichten wir mit On-Host-Separation.

Jetzt das Problem: Immer wenn die Anzeigendaten Graustufen-Bilder enthalten, fallen diese bei der Belichtung (oder auch separierter Ausdruck auf Laserdrucker) weg. Es bleiben nur "weiße Löcher" stehen, wo die Bilddaten sein sollten.

Ein Workaround wäre natürlich der Wechsel zum kompositen Workflow. Werden wir wohl auch machen... Trotzdem würde ich zugerne wissen, warum die Quark-EPS mit Graustufenbildern nicht funzen. Ich habe übrigens versucht ein Test-EPS mit Indesign zu verarbeiten - das hat bei der Separation gleich Fehlermeldungen gespuckt und der Drucker hat nichts ausgegeben. Dabei war es nur eine simple rote Fläche mit einem Graustufen-TIFF davor.

Wer weiss bescheid???

Martin Top
 
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Monika F
Beiträge: 7
9. Sep 2003, 10:43
Beitrag #2 von 11
Beitrag ID: #50250
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Martin,
wie hast du das EPS in Quark gespeichert? Da steht unter Format meist voreingestellt "Farbe". Für einen vorseparierten Workflow probier mal DCS und DCS2 aus. In solchen EPSen sollte Pagemaker eher die Infos zur Separation finden, die es vielleicht benötigt.
Monika
als Antwort auf: [#50246]
(Dieser Beitrag wurde von Monika F am 9. Sep 2003, 10:44 geändert)
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Jens Naumann  M 
Beiträge: 5111
9. Sep 2003, 13:11
Beitrag #3 von 11
Beitrag ID: #50274
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Martin,

ich kenne mich mit Pagermaker eigentlich gar nicht aus, aber wenn der PDF-Import so unproblematisch wie bei InDesign ist, warum dann nicht ein PDF statt einem EPS erstellen?

Ansonsten findest hier drei PDFs mir Manuals, die sich mit eingefärbten TIFFs, RIP-Funktionen und Ausgabefehler von XPress 4 und 5 beschäftigen: http://www.glender.ch/...s/publikationen.html
Vielleicht so als Anregung am Rande.

Grüßle,
Jens

-----

hds @ schriftsetzer.net
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Framer
Beiträge: 53
9. Sep 2003, 13:20
Beitrag #4 von 11
Beitrag ID: #50281
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Jens,

tja, der PDF-Import bei Pagemaker bei weitem nicht so elegant wie bei Indesign. Es gibt ein Pagemaker-Importfilter für PDF, aber ich traue dem Teil nicht so, wie ich es bei Indesign tue. Und den Fehler, den ich bei EPS hatte, ist bei PDF auch aufgetreten.

Danke aber, für den interessanten Link!

Martin
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Framer
Beiträge: 53
9. Sep 2003, 13:23
Beitrag #5 von 11
Beitrag ID: #50284
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Monika,

danke für den Tipp mit DCS. Tatsächlich klappt es damit (nicht aber mit DCS 2.0 - das versteht Pagemaker wohl nicht). Trotzdem werden wir wohl den kompositen Weg gehen, weil ich DCS (aus verschiedenen Gründen) für Mist-Zeug halte. Aber die Lösung, die Separiation an Quark zu übergeben, ist wirklich naheliegend.

Martin
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
10. Sep 2003, 09:29
Beitrag #6 von 11
Beitrag ID: #50362
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Martin,

die Farbseparation aus einem Layoutprogramm heraus (on-Host Separation) setzt entweder reine PostScript Level 1 Daten und/oder den Einsatz spezieller Pseudo-Farboperatoren voraus, welche ein korrektes on-Host Separationsergebnis garantieren (Ausnahem Adobe InDesign, weil hier andere Technologie zum Einsatz kommt).

Da QuarkXPress z.B. platzierte Bilder mit verlustfreier Komprimierung ausgibt und die Komprimierung ein PostScript Level 2 Feature darstellt, kann es aus oben genannten Gründen nicht funktionieren!

Das alternativ vorgeschlagene Platzieren von PDF-Dateien verschlimmert das Problem nur noch, weil eine PDF 1.3 Datei inhaltlich unter Umständen sogar einer PostScript 3 Datei gleicht und somit die Chance, dass durch das Platzieren in PageMaker eine Level 2 EPS-Datei entsteht (darauf beruht der Placeable PDF Importfilter)ensteht noch deutlich größer ist.

Wenn Sie EPS platzieren, dann ist der sicherste Weg der Einsatz der in-RIP Separation auf einem RIP welcher mindestens den selben PostScript Level aufweist wie die platzierten EPS-Dateien.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Framer
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12. Sep 2003, 13:37
Beitrag #7 von 11
Beitrag ID: #50639
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Herr Zacherl,

ein paar Rückfragen:

Ich dachte bis jetzt, Quark würde sich bei der Ausgabe auf Level 1 beschränken. Heisst das also, weil Quark beim EPS erzeugen komprimiert (ZIP?), müssen dessen EPS als nur-Level-2-kompatibel angesehen werden??

Ebenso dachte ich bis jetzt, dass Pagemaker beim plazieren von EPS mit Level 2 zurande kommt (bei On-Host-Separation) und nur Quark hier scheitert. Dies lässt sich zumindest in eingen Fällen beobachten. Kann wirkich nur Indesign "fortgeschrittene" On-Host-Separation? Was ist dann eigentlich mit Framemaker (wie man links sieht ein guter Freund von mir) ?

Und noch eine Frage zu In-Rip-Separation. Wir verwenden als RIP das Monotype/Scangraphic RipExpress auf UNIX-Platform. Mit den Möglichkeiten im Komposit-Workflow bin ich sehr unzufrieden, da das RIP dabei alle Farben in CMYK umwandelt (also kein Sonderfarben ermöglicht) und der Hersteller auch keine In-Rip-Überfüllungs-Lösung anbietet. Laut Scangraphic gibt es für die UNIX-Version kein akutelleres Update, da Monotype momentan nur für die NT-Plattform weiterentwickelt. Gibt es da draussen jemand, der mir sagen kann, ob das stimmt??? Ich finde das sehr enttäuschent, da wir viel Geld in die Scangraphic-Anlage gesteckt haben.

Martin
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Robert Zacherl p
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12. Sep 2003, 18:13
Beitrag #8 von 11
Beitrag ID: #50675
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Martin,

nein, QuarkXPress war auch schon in den Versionen 4 und 5 in der Lage ein wenig Level 2 Code zu produzieren. So eben z.B. im Bereich der Bilddatenkomprimierung oder der Wiedergabe von einkanaligen Sonderfarben. Da die Kunst des Separierens von Farbbildern darin besteht, diese in einzelne Graustufen-Bilder pro Farbkanal zu zerlegen ist eine bei der on-Host Separation nicht unterstützte Datenkomprimierung durchaus ein Problem (siehe JPEG-komprimierte CMYK-Bilder aus Adobe Photoshop die in QuarkXPress separiert werden sollen).

Die Restriktion der klassischen on-Host Separation ist nicht programmspezifisch, sondern grundsätzlich in der Technologie als solches begründet. Adobe FrameMaker's on-Host Separationsfähigkeit würde ich eher als eingeschränkt bezeichnen. Adobe InDesign nutzt bei der software-gestützten Separation seinen internen Interpreter, um die Separation zu optimieren.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr Monotype RIP auch in der Lage ist Sonderfarbenauszüge zu generieren, sofern es grundsätzlich in-RIP Separationsfähig ist. Ich denke, dass es momentan eher daran scheitert, dass Sie dem RIP nicht auf geeignete Weise sagen, dass Sie an den Sonderfarbauszügen interessiert sind. Haben Sie denn schon mal aus Acrobat 6 Professional, Adobe InDesign 2 oder Acrobat 4/5 in Verbindung mit Lantana Crackerjack eine gesteuerte in-RIP Separation ausprobiert? Alle aufgezählten Produkte/Lösungen sind in der Lage in die daraus erzeugte composite Druckdatei die Steuerinformation für die in-RIP Separation einzubetten.

Viele in-RIP Separationsfähige RIPs sind in der Lage Sonderfarben auszugeben aber nicht in der Lage diese selbständig zu erkennen. Erst wenn man diesen per PostScript-Code sagt, dass man eine oder mehrere Sonderfarben ausgegeben haben möchte, machen sie das dann auch. Laut Adobe PostScript Spezifikation empfiehlt Adobe sogar bei Ausführung einer ungesteuerten in-RIP Separation alle Sonderfarben in Prozessfarben zu konvertieren.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Framer
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15. Sep 2003, 09:00
Beitrag #9 von 11
Beitrag ID: #50822
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo Herr Zacherl,

mich wundert, dass sie JPEG-komprimierte Bilder aus Photoshop für QuarkXPress als problematisch einstufen. Ich verwende diese jetzt schon seit Monaten ohne Probleme. Einzig EPS-Bilder mit JPEG-kodierung separieren nie, weil es ja Level-2-Code ist, der hier verwendet wird. Aber eingenständige .jpg-Bilder sind doch kein Problem !!??

Wir haben die In-Rip-Steuerung aus Indesign und Crackerjack ausprobiert. Teilweise geht's gar nicht, teilweise die gleichen Ergebnisse wie über den "Composit-Queue" des RIP (also keine Sonderfarben). Auch der Scangraphic-Kundendienst bestätigt, dass wir nur Skalenfarben In-Rip separieren können. Ich kann aber auch nicht glauben, dass das Monotype-RIP hier limitiert ist, sondern vermute die Schwächen bei der Front-End-Software von Scangraphic...???

Wir werden also weiterhin On-Host-Separieren... Besonders nervig sind aber PDF. Crackerjack empfinde ich als Fehleranfällig (teilweise falsches Aussparen trotz richtiger Überdrucken-Attribute) und langsam. Ist denn die Separation von Photoshop 6 voll zuverlässig (und performant)? Noch haben wir Acrobat 6 nicht, weil uns die PitStop-Kompatibilität fehlt.

Martin
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Uwe Laubender S
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15. Sep 2003, 11:15
Beitrag #10 von 11
Beitrag ID: #50842
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Hallo, Martin!

Die PitStop-Kompatibilität mit Acrobat 6 ist seit letzter Woche gegeben. Die Deutsche Version fehlt zwar noch, man kann sich aber eine 30Tage-Testversion von PitStop 6 für Acrobat 4.0.5, 5.0.5 oder 6.0 bei Enfocus herunterladen.

Mir ist sogar gelungen PitStop 6 auf einem alten WIN98-Rechner zusammen mit Acrobat 4.0.5 zu installieren, obwohl in den OS-Voraussetzungen darauf hingewiesen wird, daß erst ab WIN 2000 oder NT4sp6 das Programm läuft.

Gruß,

Uwe Laubender
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
15. Sep 2003, 16:58
Beitrag #11 von 11
Beitrag ID: #50882
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Quark-EPS wird in Pagemaker nicht richtig separiert


Martin,

genau die JPEG-komprimierten CMYK EPS-Bilder aus Adobe Photoshop meinte ich. Hatte nur das "EPS" vergessen.
Da echte JPEG-Bilddaten hinsichtlich PostScript-Ausgabe weder Fisch noch Fleisch darstellen, müssen Die Programm-intern eh in ein internes zwischenformat umgerechnet und dafür entkomprimiert werden. Somit stellt dieses Bilddatenformat kein größeres Problem dar als ein CMYK TIFF-Bilddatei zu separieren.

Was die Vorseparation betrifft ist ein Acrobat 6 professional einem Lantana Crackerjack klar überlegen (auch wenn es nicht alle Funktionen von Crackerjack aufweist wie z.B. Farbmerging).

Die Nicht-Kompatibilität von Enfocus PitStop mit Acrobat 6 ist übrigens Vergangenheit, weil seit letzter Woche die englische Version von PitStop 6 Professional verfügbar ist (welche kostenlos durch die deutsche Version ersetzt werden kann, wenn diese in Kürze verfügbar ist).

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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