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Nils
Beiträge: 49
3. Feb 2003, 21:31
Beitrag #1 von 4
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Quark XPress nur mit PostScript Level 1 ausgestattet?


Stimmt es dann das mächtige Programm Quark XPress nur mit PostScript Level 1 ausgestattet ist? Habe nämlich bei 2c-Jobs mit Duplex-Bildern und Verläufen so meine Schwierigkeiten bei der PDF-Erstellung. Wenn ich diese Datei mit Auszügen als PS-Datei sichere ist in der separierten PDF alles zu sehen. Als Composite ist in der PDF-Datei auch alles zu sehen, aber bei der späteren Ausgabe sind die Auszüge fehlerhaft (manche eingefärbte Bilder kommen bei der Belichtung nicht und mit Verläufen klappt das auch net so ganz).
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Anonym
Beiträge: 22827
4. Feb 2003, 07:45
Beitrag #2 von 4
Beitrag ID: #23619
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Quark XPress nur mit PostScript Level 1 ausgestattet?


was die eingefärbten tiffs betrifft, verweise ich dich gleich mal auf dieses posting: http://www.hilfdirselbst.ch/...24&topic_id=4814
unter dem dort geposteten link gibt's das tiff-manual, das dir zu dem thema alle fragen beantworten dürfte.
als Antwort auf: [#23610] Top
 
Jens Naumann  M 
Beiträge: 5105
4. Feb 2003, 09:21
Beitrag #3 von 4
Beitrag ID: #23625
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Quark XPress nur mit PostScript Level 1 ausgestattet?


Ja, Quark ist in Sachen PS-Level leider sehr früh stehen geblieben.

Was Sonderfarben anbelangt, so habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass nur vorab separierte PS-Files als PDF im Druck fehlerfrei funktioniert haben. Im Composite-Workflow hat das PDF zwar gestimmt, aber im Druck haben in den Duplex-Bildern leider die zusätzlich angelegte Sonderfarbe ausnahmslos schlichtweg gefehlt. In den schlimmsten Fällen mussten wir wieder auf Filmbelichtung zurück greifen.

Grüßle,
Jens
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
4. Feb 2003, 11:07
Beitrag #4 von 4
Beitrag ID: #23644
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Quark XPress nur mit PostScript Level 1 ausgestattet?


Hallo Nils, hallo Herr Naumann,

dieses Thema ist zwar schon ziemlich breit getreten worden, aber es hat seine Brisanz offensichtlich noch nicht verloren.

Die Ausgabe-Engine von QuarkXPress unterstützt primär PostScript Level 1 und ein wenig Level 2, um zumindest Objekte die mit einer einkanaligen Sonderfarbe eingefärbt wurden (Text, Rahmenfüllungen, usw.) composite wiedergeben zu können.
QuarkXPress erlaubt es jedoch auch eine Reihe von Objektytpen mit mehr als einer Farbe füllen/einfärben zu können und auch mehrkanalige Sonderfarben zu definieren. Hier reicht ein PostScript Level 2 "Separation" Farbraum natürlich nicht mehr aus. Vielmehr würde der "DeviceN" Farbraum von PostScript 3 benötigt werden.

Die kritischen Objektytpen/Farben sind:
- Sonderfarbenverläufe (von Sonderfarbe zu Sonderfarbe oder von CMYK zu Sonderfarbe)
- mit Sonderfarbe(n) eingefärbte Graustufen TIFF-Bilder (egal, ob nur das Bild oder Bild und Hintergrund eingefärbt werden). Strich-Bilder sind dagegen unkritisch.
- Multi-Ink Farben, die aus einer oder mehreren Sonderfarben zusammengemischt werden.

Um Sonderfarbenverläufe korrekt reproduzieren zu können, muss die Idiom Recognistion eines PostScript 3 Interpreters (z.B. Adobe Acrobat 4 oder 5) bemüht werden. Hier leistet die "Creo Distiller Assistant" Erweiterung sehr gute Dienste (http://www.creo.com).

Um eingefärbte Graustufen-TIFFs composite ausgeben zu können, muss eine XTension wie z.B. die "Creo Color TIFF XT" (http://www.creo.com) oder "AGFA CTIFF XT" (im Lieferumfang mit AGFA PDF RIP) eingestetzt werden.

Multi-Ink Farben sind definitiv zum heutigen Zeitpunkt in einem composite Workflow nicht möglich.

Neben den QuarkXPress-eigenen Sonderfarben-Objekten, spielen natürlich auch platzierte Daten mit integrierten Sondefarben eine wichtige Rolle.

Wenn z.B. EPS-Daten platziert werden, ist alleinig die erzeugende Applikation für das korrekte Einbetten der Sonderfarben-Farbinformation verantwortlich. Ein Layoutprogramm kopiert einfach nur den EPS PostScript-Code in seine eigene Ausgabedatei. Somit ist für Duplex-Bilder unbedingt eine Adobe Photoshop Version 5.02 oder neuer erforderlich, da erst diese den DeviceN-Farbraum korrekt nutzt.
PDF-Dateien mit Sonderfarben dürfen niemals in QuarkXPress direkt platziert werden, da der QuarkXPress PDF-Importfilter nicht leistungsfähig genug ist. Alle Sonderfarben gehen verloren.
DCS2-Dateien dürfen generell in einem Composite-Workflow nicht eingesetzt werden.
Aus TIFF-Bildern mit integrierten Sonderfarben werden leider nur die vier CMYK-Kanäle ausgelesen.

Wichtig ist auch die Art der Weiterverarbeitung solcher composite-Daten. Es sollte grundsätzlich die in-RIP Separation eines modernen PostScript Level 2 oder besser noch PostScript 3 RIPs (bei DeviceN absolut notwendig) zum Einsatz kommen. Mit der programmeigenen Separation der Layout-Programme ist bei solchen Daten ansonsten kein Blumenstrauss mehr zu gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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IMPRESSED GmbH
http://www.impressed.de
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