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Anonym
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2. Jan 2004, 14:23
Beitrag #1 von 7
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Rasterwinkel für Sonderfarben


Hi,
in XPress mußte man ja immer bei Sonderfarben den Rasterwinkel der nächstliegenden Druckfarbe manuell einstellen. Ist das in InDesign ebenso notwendig (offenen Daten oder PDF)? Im Druckmenü kann man unter Composite nichts einstellen aber unter Separation!?
Danke und einen schönen Gruß
Gerd Top
 
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pava
Beiträge: 288
2. Jan 2004, 15:00
Beitrag #2 von 7
Beitrag ID: #64031
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Rasterwinkel für Sonderfarben


Hallo Gerd,

wenn Du die Daten - ob offen oder geschlossen - an einen Dienstleister weitergibst, musst Du ihm Deine Wünsche in Bezug auf die Rasterung der Sonderfarbe angeben (falls Du ein Auftragsformular erhalten hast, ist diese Möglichkeit sicherlich vorgesehen). Alles andere macht keinen Sinn, denn Du weisst ja nicht, wie die Daten weiterverarbeitet werden, ob nun separiert oder composite oder ob In-Rip-separiert.

Gruss,
Christoph
als Antwort auf: [#64027] Top
 
Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
2. Jan 2004, 15:01
Beitrag #3 von 7
Beitrag ID: #64032
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Rasterwinkel für Sonderfarben


Hallo Gerd,

auch ein QuarkXPress läßt es nicht zu im composite Ausgabemodus die Winkelung von Sonderfarben zu bestimmen. Ganz einfach deswegen, weil sie schlicht und einfach aus der Farbliste verschwinden, sobald die Druckoption "Auszüge" deaktiviert wird. Dies hat sich erst mit Version 6.0 und dessen neuem "DeviceN" Ausgabemodus geändert.

Bei Adobe InDesign ist es etwas anders. Wenn Sie einen der composite Ausgabemodi wie eben "Composite-CMYK" auswählen, dann signalisieren Sie, dass Sie auf ein composite Ausgabesystem ausgeben wollen bei dem keine Farbseparation stattfindet, sondern tatsächlich farbig und zwar 4C gedruckt wird. Diese Systeme sind oftmals gar nicht in der Lage vom Anwender vorgegebene Rastereinstellungen zu verarbeiten weil sie auf intern optimierte Standardwerte zurückgreifen die wiederum für die zum Einsatz kommenden Rasterverfahren optimiert sind.

Die Rasterwinkelung spielt dann eine Rolle, wenn die Farbseparation ins Spiel kommt. Und genau das berücksicht Adobe InDesign indem Sie sowohl bei der on-Host Separation als auch der in-RIP Separation für alle Farbkanäle die Rastereinstellungen getrennt vornehmen können.
Wenn Sie also eine composite Ausgabedatei samt Rastereinstellungen benötigen, dann ist der Ausgabemodus der Wahl die "in-RIP Separation". Bei QuarkXPress 6.0 wäre es dementsprechend der "DeviceN" Modus.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
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2. Jan 2004, 18:56
Beitrag #4 von 7
Beitrag ID: #64046
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Rasterwinkel für Sonderfarben


Danke für die prompte und kompetente Antwort,
aber das Thema ist nicht so einfach zu durchschauen und deshalb noch einige Zusatzfragen:

Die Compositeausgabe wird demnach benötige, wenn keine Separation für Film oder Platte notwendig ist, also z.B. für den Digitaldruck!?
Wenn ich jetzt die Datenübergabe als PDF aus InDesign über PostScript und Distiller 6.0 für den üblichen Offset erstelle, müßte ich dann doch die Separation auf meinem Rechner oder die InRip-Separation wählen - je nachdem, was die Belichtung gerne hätte!?
InDesign läßt mir eh keine Alternative und tut was?


Gruß, Gerd
als Antwort auf: [#64027] Top
 
Anonym
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2. Jan 2004, 21:02
Beitrag #5 von 7
Beitrag ID: #64065
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Rasterwinkel für Sonderfarben


Hallo Gerd
Du brauchst Dir deswegen eigentlich gar keine Gedanken zu machen. Die Druckerei, bzw. der Dienstleistungsbetrieb der Deine Daten weiterverabeitet, wird sowieso ein Auge auf die Rasterwinkelungen haben.

Mit freundlichen Grüüssen
Marcel Zellweger
als Antwort auf: [#64027] Top
 
Robert Zacherl p
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3. Jan 2004, 00:47
Beitrag #6 von 7
Beitrag ID: #64073
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Rasterwinkel für Sonderfarben


Herr Zellweger,

ich stimme Ihnen im Bereich der 4C-Farben voll und ganz zu. Allerdings nicht im Bereich der Sonderfarben. Wenn hier stur mit Standardwinkelung gearbeitet wird (meist 45 Grad) kann das schnell ins Auge gehen, wenn z.B. in einem Duplex-Bild, welches aus Schwarz und der Sonderfarbe aufgebaut ist, beide Farben die selbe Winkelung aufweisen.

Entweder liefert man dann ein PDF ab in dem die Winkelungen korrekt vordefiniert sind und besteht darauf, dass diese bei der Ausgabe auch eingehalten werden (ist eher nicht ratsam, weil fast jedes Ausgabesystem seine Eigenarten im Bereich der Rasterung aufweist) oder man weist den Dienstleister explizit auf diese Job-Problematik hin und hofft, dass dieser sein Handwerk versteht und eine alternative Winkelung für die Sonderfarbe wählt. Selbstverständlich ist letzteres jedoch keinesfalls.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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als Antwort auf: [#64027] Top
 
Anonym
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4. Jan 2004, 14:10
Beitrag #7 von 7
Beitrag ID: #64122
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Rasterwinkel für Sonderfarben


Guten Tag Herr Zacherl
Also wir beachten die Rasterwinkelungen IMMER, auch wenn der Kunde bei einem Belichtungsauftrag nichts spezielles erwähnt. Ich würde auch davon ausgehen, dass jemand, der täglich Filme oder Platten rauslässt mit dem Thema vertraut ist. Zumal das Ganze auch sehr simpel ist (etwa im Vergleich zu CMS, bei dem ich die Kurve immer noch nicht gekriegt habe).

Mit freundlichen Grüssen
Marcel Zellweger

als Antwort auf: [#64027] Top
 
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