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Framer
Beiträge: 53
18. Nov 2003, 12:36
Beitrag #1 von 4
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Rosa eingefärbte PDF-Ausgabe


Hallo,

wir haben ein Kunden PDF, das nach dem RIP einen deutlichen Rosa-Stich hat (bei In-Rip-Separation). Nun - dieses Problem hatten wir schon vor Jahren mal, und damals hat das CSA-Farbmanagement die Probleme ausgelöst. Doch an diesem PDF kann ich nichts an ICC oder CSA finden. Auch bei der Druckausgabe ist alles "aus".

Zuerst dachte ich, dass Problem mit der neuen Acrobat-6-On-Host-Separation umgehen zu können. Die Separationsvorschau ist auch O.K., aber die Separation von Acrobat 6 hat ebenfalls den rosa Ton (auch bei Testauszügen auf einem Laserdrucker).

Die Probleme tauchten nur bei Acrobat 6 (Win) auf. Mit Acrobat 5 (Mac) war die Ausgabe dann richtig. Trotzdem möchte ich die Fehlerquelle auch bei Acrobat 6 auschließen können.

Wer weiss Rat? Ein Test-PDF würde ich gerne zumailen.

Martin
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
18. Nov 2003, 13:46
Beitrag #2 von 4
Beitrag ID: #59349
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Rosa eingefärbte PDF-Ausgabe


Martin,

es könnte sein, dass in der PDF-Datei sog. Default Color Spaces enthalten sind. Diese geräteunabhängigen Farbraumdefinitionen sind für den Normalanwender "unsichtbar" und bewirken bei der PDF-Ausgabe, dass die im Dokument enthaltenen geräteabhängigen Farben (DeviceGray, DeviceRGB und DeviceCMYK) auf geräteneutrale Ersatzfarbräume gemappt werden. Somit würde aus DeviceCMYk z.B. ein ICCBased CMYK-Farbraum bzw. auf PostScript-bene ein CIEBasedDEFG Farbraum entstehen (genauso wie bei Einsatz der EPS-Speicheroption "PostScript-Farbamanegent" in Adobe Photoshop) der zu einer Farbraumtransformation im Ausgabegerät führt.
In Enfocus PitStop 6.0 können Sie mit Hilfe einer speiziellen Aktionsliste evtl. vorhandene Default Color Spaces nachträglich löschen.

Eine ganz andere triviale Ursache könnten natürlich aber auch schlicht falsche Ausgabeeinstellungen aus Acrobat 6.0 sein wie z.B. ein falsch gewählter Ausgabemodus.

Wenn Sie wollen können Sie mir gerne eine solche PDF-Datei zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Anonym
Beiträge: 22827
18. Nov 2003, 16:07
Beitrag #3 von 4
Beitrag ID: #59382
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Rosa eingefärbte PDF-Ausgabe


Abgesehen von den beschriebenen PS-Farbmanagement-Einstellungen aus Photoshop: wie können denn solche Farbräume in das PDF gelangen?

Welche Programme sind denn in der Lage, sowas einzubinden, bzw. wo sehen Sie potentielle Fehlerquellen? Gerade bei Kunden-PDFs ist es ja nicht so einfach die Herkunft immer eindeutig zu bestimmen. Das geht ja manchmal die wildesten Wege, so daß im Acrobat unter Eigenschaften letztendlich gar nichts mehr zu sehen ist.
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
18. Nov 2003, 21:18
Beitrag #4 von 4
Beitrag ID: #59434
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Rosa eingefärbte PDF-Ausgabe


Hallo Martin,

Default Color Spaces sind z.B. Bestandteil der PDF/X Spezifikationen und sollen eine exaktere Farbraumtransformation ermöglichen, wenn im PDF/X-File Device-Farbräume Verwendung finden (DeviceGray, DeviceRGB oder DeviceCMYK), der Output Intent aber einen anderen Zielfarbraum signalisiert.

So kann also z.B. die Verwendung eines PDF/X-Erstellungswerkzeugs der Ursprung dieser Default-Farbräume sein.

Desweiteren ist mir schon mehrfach CorelDRAW PDF-Dateien untergekommen, die solche Default-Farbräume beinhalten.

Schauen Sie doch einfach mal in die Dokumentzusammenfassung der fraglichen PDF-Datei. Dort sollte ja eigentlich der "Ersteller" und "Erzeuger" angegeben sein.

Gerade weil ein simpler Blick auf solche Kundendateien nicht alle relevanten Geheimnisse ans Tageslich befördern kann ist ja der Preflight ein so wichtiges Thema.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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