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boskop  M  p
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14. Mai 2003, 10:06
Beitrag #1 von 5
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Transparenz


Obwohl das Thema immer wieder behandelt wird, ist mir doch noch einiges unklar. Wir haben eine Photoshop-Datei mit transparentem Hintergrund in Indesign2.02 auf eine Pantone-Fläche gestellt.


Funktioniert das, aus Indesign direkt belichtet?
Ist es richtig, das es keine Möglichkeit über einen PDF-Workflow gibt, in dem die Pantone-Farbe erhalten bleibt?

Wäre es besser, ein DCS2.0 mit Pantone-Kanal zu schreiben und dieses File als eps in id zu platzieren?
Und dann stellen sich wieder obige Fragen!

(PS: Wenn wir in ein PS-File drucken, (Hohe Transp.red.) gibt id eine Fehlermeldung aus.)

Danke fürs feedback
Urs Top
 
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
14. Mai 2003, 10:27
Beitrag #2 von 5
Beitrag ID: #35224
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Transparenz


Lieber Urs

Wenn es nicht möglich wäre, eine Sonderfarbe in einem Composite-PDF-Workflow zu erhalten, dann wäre die PDF-Spezifikation nicht wirklich brauchbar :-) Es ist seit PostScript Level 2 oder ab PDF-Version 1.2 dank dem sogenannten Separation Color Space möglich, eine Sonderfarbe in einer Composite-Datei zu beschreiben. Ab PDF-Version 1.3 oder PostScript Level 3 lassen sich mit dem Device-N-Farbraum zum Beispiel sogar Verläufe mit MEHREREN SONDERFARBEN erstellen, was nur ein Einsatzgebiet eines Device-N-Farbraumes darstellt.

Wenn es dir nicht möglich ist, eine Sonderfarbe unverändert in eine PDF-datei zu schreiben, dann könnte es sein, dass die Applikation, die den PostScript-Code erzeugt, nur Level1-Code erzeugen kann. Oder der verwendete RIP unterstützt nur diesen niedrigen PostScript-Level. Es könnte natürlich auch an einer fehlerhaften Einstellung im Druckdialog bzw. in Acrobat Distiller dazu führen, dass sämtliche Farben in einen anderen Farbraum konvertiert werden, was ebenfalls mit einem Verlust der Sonderfarbe verbunden wäre.

Weiter kann auch der Einsatz einer falschen PPD-Datei zu einem Verlust der gewünschten Farben führen.

Was der Einsatz von Transparenzen mit einer Interaktion von Sonderfarben angeht, so wäre ich höchst vorsichtig! Wenn nämlich bei der Verflachung der Transparenzen diese nicht mehr auf Vektorbasis verflacht werden können, so muss die Transparenzreduzierung auf Pixelbasis geschehen. InDesign kennt zwei Transparenzfarbräume, die bei der Verflachung verwendet werden können. Die Wahl des Farbraumes hängt davon ab, was du in InDesign definiert hast. Was bedeutet das für dich? Sobald InDesign die Transparenzen auf Pixelbasis verflachen muss, wird der entsprechende Bereich entweder in CMYK oder RGB konvertiert! Es gilt also höchste Kontrolle bei der Begutachtung der PDF-Datei!!!

Ein Transparenzreduzierungsformat mit hoher Auflösung benötigt sehr viel Ressourcen vom Soft- und Hardware. Infolge eines Speichermangels könnte eine Fehlermeldung nicht ausgeschlossen sein.

Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
14. Mai 2003, 13:15
Beitrag #3 von 5
Beitrag ID: #35280
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Transparenz


Wie Michel schreibt, ist der schlechteste Fall, dass die Pantone Farbe zu CMYK konvertiert wird.
Ihr Beispiel ist aber nicht komplex und sollte so keine Probleme bei der Ausgabe geben. Am besten Verflachen Sie die Datei mit dem Transparenzreduzierungsformat "hohe Auflösung" oder holen sich eines ab unserer Website. Zur Kontrolle können Sie dann die PDF 1.3-Datei mit einem Tool anschauen, dass die Farbauszüge darstellen kann. Zum Beispiel Quite Revealing - oder Adobe Acrobat 6.0 Professional, wenn verfügbar.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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boskop  M  p
Beiträge: 3450
14. Mai 2003, 15:27
Beitrag #4 von 5
Beitrag ID: #35336
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Transparenz


Besten Dank euch beiden für die prompte Antwort!
Der Drucker hat es inzwischen geschafft, die Trasparenzen in seinem PDF-Workflow richtig zu reduzieren - es klappt so.

Alternativ würde auch folgender Weg funktionieren:
Pantone-Hintergrund als zusätzlicher Kanal in Photoshop > nichts mehr transparent > sichern als DCS2.0 > in DCS-Merger (impressed, leider habe ich nur eine Demo) zu einem Composite-EPS zusammenfügen >> funktioniert im PDF-Composite-Workflow.

Gruss Urs
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
15. Mai 2003, 07:59
Beitrag #5 von 5
Beitrag ID: #35429
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Transparenz


Hallo zusammen

Das DCS-Format sollte mit Adobe InDesign 2 eigentlich in 99 Prozent aller Fällen überflüssig geworden sein! Zusätzliche Schmuckfarbenkanäle können in Photoshop problemlos als PDF 1.3 gesichert und in InDesign platziert werden. Der Vorteil liegt natürlich auch der Hand: Es wird nicht mit vorseparierten, ausgabeabhängigen Daten hantiert. DCS-Daten integrieren sich nicht nur denkbar schlecht in einen Composite-PDF-Workflow, es ist auch sehr störend, wenn mit DCS-Daten gelayoutet werden muss.

Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
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