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veteran
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26. Feb 2003, 16:59
Beitrag #1 von 8
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Trapping


Hallo liebes Forum,
heute habe ich mal einige Fragen zum Thema Überfüllungen in InDesign.

Ich weise den Standard Überfüllungsstil meinen Seiten zu (sind die voreingestellten 0,088 mm nicht etwas heftig?) und schreibe anschließend meine PS Datei. Im Druckmenü wähle ich im Bereich Ausgabe als farbe InRIP Separation und als Überfüllung Anwendungsintegriert.

- Gibt es irgend einen Haken oder eine Einschränkung die man bei dieser Vorgehensweise beachten muss?
- Welches RIP benötigt die Druckerei um diese überfüllte Composite PDF zu verarbeiten?
- Welchen Einfluss haben die Einstellungen Rasterweite und -winkel im Druckmenü auf die entstehende PDF? Diese Oprtionen werden doch im "richtigen" RIP wieder überschrieben.
- Was sind gute Einstellungen für den Überfüllungsstil, oder kann man mit dem Standard schon sehr gut produzieren?

So, waren zwar gleich mehrere fragen, aber dafür ist diese InDesign-funkion auch umso besser und spart echt viel Geld. Man muss sich schließlich keine Trappingsoftware wie Supertrap anschaffen und hat direkt eine Composite PDF.

Vielen Dank an Euch Profis,
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
27. Feb 2003, 06:32
Beitrag #2 von 8
Beitrag ID: #26178
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Trapping


Hallo Veteran

- Nein, einen Haken gibt es so nicht, siehe weiter unten, was es zu beachten gibt
- Die Druckerei benötigt kein besonderes RIP. Allerdings, weil Sie Composite-PDF's machen sollte es, um garantiert keine Verluste zu erleiden ein PostScript-3-RIP sein (Version 3011.106 oder neuer bei PDF 1.3)
- Ja, in aller Regel werden die überschrieben. Kommt auf die Konfiguration des RIP's an
- Ich denke, dass der Standard gut ist

- Nein, Supertrap können Sie dadurch nicht ersetzen. Weil: In InDesign eingebaute EPS/PDF-Dateien werden On-Host nicht getrappt - mit Supertrap schon. Dazu ist Supertrap viel schneller. Aber Sie haben natürlich recht: Für ein On-Host-Trapping stellt InDesign mit seinen Trapping-Qualitäten alles Bisherige in den Schatten.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich

http://www.ulrich-media.ch
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veteran
Beiträge: 76
27. Feb 2003, 09:18
Beitrag #3 von 8
Beitrag ID: #26198
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Trapping


Hallo Haeme,
ich habe da einen kleinen Verständnisfehler. Und zwar: Sie sagen ich benötige für die verlustfreie Verarbeitung von Composite PDFs ein PostScript3 RIP mit 3011.106. An anderen Stellen dieses Forums habe ich erfahren, dass der PDF-Erstellungsweg via Distiller (PDF 1.3) dem PDF-Direkt-Export vorzuziehen ist, da InDesign 16bit-Fonts schreibt und deshalb eben dieses oben erwähnte neue RIP benötigt wird.
Wo liegt dann jetzt der Voteil des Distillerweges gegenüber des Exportweges? In beiden Fällen ist eine neue RIP Version (3011.106) nötig. Composite PDFs möchte ich in jedem Fall benutzen und Version 1.3 auch (alles andere würde der ISO-Norm auch wiedersprechen).

Sehe ich das jetzt richtig?

Alaaf aus Köln!!!
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
27. Feb 2003, 13:44
Beitrag #4 von 8
Beitrag ID: #26266
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Trapping


Hallo Alaaf
Nein, absolut kein Verständnisfehler. Wenn PDF 1.3 direkt (via Hotfolder) gerippt werden soll, dann braucht es einen 3011.106 Interpreter. Ansonsten muss die PDF 1.3-Datei aus Acrobat gedruckt (also PostScript) werden aufs RIP.
Also können Sie ein PDF 1.3-Datei machen via PS, diese dann aus Acrobat drucken auf einen 3010er Interpreter.
Ja, bleiben Sie unbedingt bei PDF 1.3. Nur diese Version kann PostScript 3 verlustfrei abbilden. Langsam gibt es auch erste RIP's die 1.4 verarbeiten können, doch Standard ist dies bei weitem noch nicht. Leider gibt es immer noch viele Stellen die 1.2 verlangen. Dies entspräche nur PostScript Level 2, also veraltet.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich

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veteran
Beiträge: 76
27. Feb 2003, 16:54
Beitrag #5 von 8
Beitrag ID: #26347
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Trapping


Hallo Haeme,
alaaf ist nicht mein Name, sondern der Karnevalsgruß aus Köln.

Du hast mir zwar bestätigt, dass ich die Sachlage richtig verstanden habe, das bedeutet für mich dann aber:
Ich habe keine Ahnung warum hier in anderen Threats empfohlen wird, den Distiller dem Export zu bevorzugen? Das bedeutet doch eigentlich, dass es völlig egal ist, da man das gleiche moderne RIP benötigt, oder?

veteran
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Michel Mayerle
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27. Feb 2003, 17:51
Beitrag #6 von 8
Beitrag ID: #26363
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Trapping


Hallo Veteran

Nicht ganz. Direkt exportierte PDF benötigen aufgrund der CID-Fonts ein 3011.106er-RIP PDF über den Druckdialog uns anschliessendes Distillen ein RIP ab Version 3010.106. Ausserdem versteht sich Acrobat 4 mit den vollständig eingebetteten CID-Fonts überhaupt nicht, was ein weiterer Hindernisgrund sein kann.

Mit freundlichen Grüssen
Michel Mayerle
ulrich-media
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veteran
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28. Feb 2003, 09:03
Beitrag #7 von 8
Beitrag ID: #26411
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Trapping


Danke soweit,
aber wenn ich beim PDF Export aus InDesign heraus einstelle, dass alle Schriften in Pfade zerlegt werden sollen (wie es auch in einem Ihrer Transparenzreduzierungsformate vorgeschlagen ist), dann befinden sich im entstandenen PDF keine eingebetteten Schriften oder Untergruppen. Also keine CID-Fonts im PDF (höchstens in den Marken), also kein benötigtes 3011.106 RIP, also kein Nachteil des PDF-Esxports gegenüber Distiller?!? .Ist das so richtig?
Ich möchte nicht die eine oder andere Möglichkeit hier als besonders gut befinden, ich möchte nur gerne wissen, wo der Unterschied liegt.

MfG,
veteran
als Antwort auf: [#26115] Top
 
Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
28. Feb 2003, 10:33
Beitrag #8 von 8
Beitrag ID: #26427
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Trapping


Hallo Veteran

Zwei Punkte will ich aufzeigen:

Schriften zu Pfade wandeln: Die Schriften werden (und sollten auch nur dann!!) nur zu Pfade gewandelt, wenn die Transparenz reduziert wird.

Man muss unterscheiden, wie PDF-Dateien ausgegeben werden:
- Druck aus Acroabt
- PDF-Datei in Hotfolder stellen
Bei der ersten Möglichkeit reicht in aller Regel ein 3010er RIP. Bei der zweiten Möglichkeit braucht es ein 3011.106.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich

http://www.ulrich-media.ch
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