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Renate
Beiträge: 179
1. Aug 2003, 20:41
Beitrag #1 von 13
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fehlerhaftes PDF


hallo,

ich habe aus Indesign ein PDF via Distiller erstellt. die Indesign-Datei war OK, leider wollte der Drucker keine ID-Datei, so dass ich auf PDF ausweichen wollte. Mit den verwendeten PDF-Einstellungen habe ich schon einige Male PDFs erstellt, die alle drucktauglich waren. Bei diesen PDfs wurden die Grafiken nicht korrekt umgesetzt, sie waren alle grobpixelig und wie aufgeweicht, ähnlich wie ein sehr stark komprimiertes Jpg. Die Originaldateien wurden im Photoshop 7 erstellt (300 dpi) und als EPS abgespeichert. Transparenzen kamen keine in der Datei vor. Woher kann so etwas kommen?
da ich mit den verwendenten PDF-Einstellungen ansonsten gut hinkomme, vermute ich, dass der Fehler bei der EPS-Erstellung passierte, aber sicher bin ich nicht. - Wir haben dann aus der Indesign-Datei ein EPS exportiert und in Xpress eingebunden. das hat dann funktioniert und die Druckerei war auch zufrieden, aber das ist natürlich eine Krückenlösung.

Grüße, Renate

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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
2. Aug 2003, 20:50
Beitrag #2 von 13
Beitrag ID: #45945
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fehlerhaftes PDF


Könnte es sein, dass Du beim PostScript-Erstellen aus InDesign nicht die vollauflösenden oder die optimierten Bilddaten geschickt hast (fälschlicherweise "Proxy"?
Kommt OPI zum Einsatz, das vor dem Distillen nicht aufgelöst wurde?
Fehlten die Grafiken in der Verküpfungspalette?
Wir haben auf unserer Website noch ein Druckformat, um PostScript für die PDF-Erzeugung zu erstellen. Evtl. machst Du die PostSCript-Datei mit dem neu.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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Renate
Beiträge: 179
3. Aug 2003, 14:27
Beitrag #3 von 13
Beitrag ID: #45971
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fehlerhaftes PDF


hallo Häme,

ich habe unter "Daten senden" "alle" angegeben. OPI kommt nicht zum Einsatz und die Grafiken sind auch alle ordentlich verlinkt. Wie gesagt, die Indesign-Dateien selbst sind auch OK. - Im PDF waren auch die Farben nicht richtig, sie waren durchweg heller als die Indesign Datei. bei einem Druckversuch zog sich quer durch die schlecht aufgelöste Grafik (hellgelb) ein hellblauer Balken; das passierte aber nicht grundsätzlich. - Ich habe die PDF-Datei direkt von ID aus mit dem Distiller "gedruckt", bin also nicht den Umweg über die Erstellung einer Postscript Datei gegangen.

Danke für den Hinweis auf das Druckformat, das werde ich mir besorgen.

Grüße, Renate
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Anonym
Beiträge: 22827
3. Aug 2003, 22:38
Beitrag #4 von 13
Beitrag ID: #45987
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fehlerhaftes PDF


ich glaube, da sollte man mal ein paar dingen auf den grund gehen...

> Im PDF waren auch die Farben nicht richtig, sie waren durchweg heller als die Indesign Datei
die bildschirmdarstellung oder die effektiven messwerte?

> Ich habe die PDF-Datei direkt von ID aus mit dem Distiller "gedruckt", bin also nicht den Umweg über die Erstellung einer Postscript Datei gegangen
es gibt nur entweder den direktexport aus indesign (ohne postscript) oder das drucken (also mit postscript) an distiller.
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
4. Aug 2003, 09:23
Beitrag #5 von 13
Beitrag ID: #45999
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fehlerhaftes PDF


Renate,

kann es nicht doch sein, dass Sie sich einfach versehentlich mit den Distiller Joboptions vertan haben und eine Konfiguration wie "Bildschirm" zum Einsatz kam. Dies würde sowohl die schlechte Bildqualität als auch die "falsche" (in sRGB umgerechnete) Farbe erklären.
Sofern Sie die ursprünglich als Grundlage dienenden EPS-Dateien noch haben, müssten Sie ja bereits von der Dateigröße her abschätzen können, ob in diesen EPS-Dateien noch ein hochauflösendes Bildmaterial enthalten war oder ob die Bilder bereits bei der EPS-Erzeugung einem Downsampling unterworfen waren. Wenn die Dateigröße noch gross genug ist, dann bleibt nur eine falsche Distiller-Konfiguration als Ursache übrig.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Renate
Beiträge: 179
4. Aug 2003, 10:14
Beitrag #6 von 13
Beitrag ID: #46007
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fehlerhaftes PDF


@Anonym

- die Bildschirmdarstellung und die Ausdrucke der PDFs waren deutlich heller

- sorry, ich habe mich unklar ausgedruckt, was den Druck angeht. gemeint war, dass ich nicht zuerst eine Postscript Datei erzeugt habe, die dann distillt wurde, sondern als "Drucker" wurde direkt Acrobat Distiller verwendet. - Den direkten PDF-Export aus Indesign habe ich noch nicht gemacht, wäre sicher ein Versuch wert.

@ Herr Zacherl,
Ich habe zur PDF-Erzeugung eine abgespeicherte und (mit Einschränkungen) bewährte Print-Einstellung verwendet, in der ich die Komprimierung der Daten auf ZIP (8-Bit) eingestellt habe. Der Mitarbeiter, der die PSD- bzw. EPS-Dateien erstellt hat, hatte dieselben Probleme bei der PDF-Erzeugung, wobei ich allerdings seine Einstellungen nicht kenne; allerdings hat er zuerst eine Postscript-Datei erstellt, die er anschließend distillt hat. Die EPS-Dateien waren mehrere MB groß und hatten eine Auflösung von 300 dpi, wie gesagt, in ID hat ja auch alles funktioniert, von der Farbgebung bis zur Auflösung. Ich habe mehrmals versucht, ein "ordentliches" PDF hinzubekommen, leider ohne Erfolg.

Grüße, Renate
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
4. Aug 2003, 10:40
Beitrag #7 von 13
Beitrag ID: #46013
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fehlerhaftes PDF


Renate,

würden Sie mir Ihre verwendete Joboptions-Datei und eine dieser original EPS-Dateien bitte mal per Email zukommen lassen (bis 10 MB Größe ist das noch ok).

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Robert Zacherl p
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4. Aug 2003, 12:30
Beitrag #8 von 13
Beitrag ID: #46019
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fehlerhaftes PDF


Renate,

ich habe mir die Datei jetzt angesehen und kann nur sagen, dass ich beim besten Willen keinen Unterschied zwischen der Adobe Photoshop Bilddatei und einer daraus generierten PDF-Datei, bei der weder ein Downsampling noch ein verlustbehaftete Komprimierung (JPEG) Anwendung findet, feststellen kann.

Allerdings zeigt auch schon ein Blick auf die Photoshop Bilddatei selbst, dass die für den relevanten linken unteren Bildausschnitt zum Einsatz kommende Bildauflösung von 300 dpi einfach zu gering ist, um einen Bildbestandteil der sehr klein ist (ca. 15 mm Breite) und eher Vektorcharakter hat (eine Reihe von Strichmännchen), qualitativ hochwertig wiedergeben zu können. Hier wäre es wohl wesentlich sinnvoller das Strichmännchen-Bild getrennt in einer wesentlich höheren Auflösung zu verarbeiten (min. 600 dpi) und mit transparentem Hintergrund getrennt zu platzieren.

Was die Farbe betrifft: Sie betten mit Ihren Jobsettings ein Euroscale Coated Profil in die PDF-Datei ein. Somit dient Acrobat 5 und 6 dieses als CMYK-Arbeitsfarbraum Profil bei der Bildschirmdarstellung. Wenn Sie nicht das selbe Profil in Adobe InDesign und Acrobat selbst als Arbeitsfarbraum-Profil deklariert haben, werden die Farben natürlich ganz anders dargestellt.
Außerdem führt diese nachträgliche Profilierung der CMYK-Daten dazu, dass beim Ausgabeprozess aus Acrobat oder bei der direkten Verarbeitung der PDF-Datei eine Farbraumtransformation in den in Acrobat gewählten Zielfarbraum bzw. in den Zielfarbraum des Ausgabegeräts stattfindet. Oder in einfachen Worten: Es findet eine CMYK-nach-CMYK-Transformation statt, welche sicherlich nicht spurlos an Ihren Farbdaten vorüber geht.

Überhaupt gäbe es an Ihren Joboptions eine Menge zu optimieren.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Renate
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4. Aug 2003, 18:56
Beitrag #9 von 13
Beitrag ID: #46097
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fehlerhaftes PDF


hallo Herr Zacherl,

danke für Ihre ausführliche Antwort. Was ich nicht verstehe, ist folgendes: der Mitarbeiter, der die EPS-Dateien erstellt hat, und ich hatten beide unabhängig voneinander dieselben Probleme mit dem PDF. Dabei kamen die "Strichmännchen" noch relativ gut raus (auch wenn ich sie lieber direkt in die InDesign Datei platziert hätte und nicht im Photoshop EPS), aber die Hintergrund-Grafik (das Logo) sah eben aus, wie beschrieben. Als ich heute mit denselben Distiller-Einstellungen versucht habe, den Fehler zu reproduzieren, hatte ich das gleiche Ergebnis wie Sie, nämlich eine fehlerfreie PDF-Datei. Allerdings ist es mir schon häufiger passiert, dass PDF-Dateien nicht identisch waren bei gleichen Einstellungen.

Zu den Farbeinstellungen: normalerweise lege ich die Profile in Photoshop fest und schalte das Farbmanagement in Indesign und Acrobat aus. Hier habe ich das CMS eingeschaltet, weil ich beim Öffnen in ID die Meldung bekam, die Datei hätte kein eingebettetes Profil. Die eingestellten Profile sind aber immer dieselben (Euroscale coated v2 für Druck).

Zu den Joboptions: ich habe mir vor längerem die Anleitung für die Acrobat Distiller 5.0.x Konfiguration von Ihrer Website heruntergeladen, muß aber gestehen, dass ich noch nicht die Zeit hatte, das komplett zu verinnerlichen. Übernommen habe ich von dort die Komprimierungseinstellungen. Wenn Sie einen generellen Tip zur Einstellung der Joboptions haben, bin ich Ihnen sehr dankbar.

tut mir leid, wenn ich Sie unnötig beschäftigt habe.

Herzlichen Gruß, Renate
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Robert Zacherl p
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4. Aug 2003, 19:18
Beitrag #10 von 13
Beitrag ID: #46099
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fehlerhaftes PDF


Renate,

wenn zwei PDF-Erzeuger unabhängig voneinander auf Basis der selben PostScript- oder EPS-Datei ein gleich "schlechtes" PDF erzeugen liegt die Vermutung sehr nahe, dass eben schon die Ausgangsbasis, sprich der PostScript-Code, nur noch minderwertiges Bildmaterial enthielt was auf falsche Ausgabe-Einstellungen zurückzuführen ist (die Chance, dass beide einen falsch konfigurierten Acrobat Distiller nutzen ist in einem einigermassen professionellen Umfeld eher gering).
Jetzt wo Sie korrekte Ausgabe- und Distiller-Einstellungen nutzen, bekommen Sie natürlich auch ein brauchbares PDF-Ergebnis.

In diesem Zusammenhang sei wieder einmal darauf hingewiesen, dass ein zentralisierter (Server-)Einsatz des Acrobat Distillers mit eingerichteten Hotfoldern ein sehr wirkungsvolles Mittel darstellt um sicherzustellen, dass immer mit den selben, erprobten Distiller-Joboptions konvertiert wird. Wenn lokal am Arbeitsplatz für verschiedene Anwendungsgebiete PDFs erstellt werden müssen, passiert es auch mir, dass ich versehentlich mal mit falschen Joboptions konvertiere.

Zu den Farbeinstellungen. Ich sprach weder über das Farbmanagement in Adobe Photoshop noch in Adobe InDesign. Ich sprach über Ihre Einstellungen im Acrobat Distiller. Das was Sie aus Adobe Indesign ausgeben ist ein geräteabhängiges CMYK. Wenn Sie mit Ihren Einstellungen ein PDF daraus erzeugen, hängen Sie an dieses CMYK ein ICC-Profil an. Das heißt sie wandeln die geräteabhängige Farbe in eine geräteneutrale Farbbeschreibung. Da aber alle Ausgabegeräte nur geräteabhängige Farbe ausgeben können. Findet spätestens bei der Ausgabe wieder eine Wandlung in eine geräteabhängige Farbbeschreibung statt. Dies geschieht aber im normalfall nicht einfach dadurch, dass das Profil entfernt wird, sondern es findet tatsächlich eine Farbraumtransformation von CMYK-nach-Lab oder XYZ-nach-CMYK statt.

Wir sprechen keine allgemeinen Empfehlungen bzgl. den Distiller Joboptions aus, weil wir nicht wissen können was und wie Sie produzieren. Genau aus diesem Grund haben wir ja den Acrobat 5 Distiller Guide entwickelt, damit jeder PDF-Anwender in der Lage ist für seinen Workflow die optimalen Einstellungen zu finden. Die Zeit dieses kostenlose Dokument durchzulesen müssen Sie sich jedoch schon nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Renate
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4. Aug 2003, 19:48
Beitrag #11 von 13
Beitrag ID: #46102
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fehlerhaftes PDF


hallo Herr Zacherl,

danke nochmal für Ihre Ausführungen. Ihr Distiller Guide hat mir im übrigen - auch wenn ich ihn noch nicht bis zum Ende durchgearbeitet habe - trotzdem viel geholfen. gibt es den eigentlich noch auf Ihrer Website? oder schon etwas Vergleichbares für Acrobat 6.0?

Grüße, Renate
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Robert Zacherl p
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4. Aug 2003, 20:04
Beitrag #12 von 13
Beitrag ID: #46105
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Renate,

haben Sie bitte noch ein klein wenig Geduld. Es dauert nicht mehr lange ;-)

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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Oliver Wendtland S
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5. Aug 2003, 07:27
Beitrag #13 von 13
Beitrag ID: #46121
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fehlerhaftes PDF


Da warten wir alle sehr gespannt drauf,
Herr Zacherl!
;-)

Oliver Wendtland
Druckerei und Verlag
H. Bösmann GmbH, 32756 Detmold
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Die meisten Menschen fangen viel zu früh an,
die wichtigen Dinge im Leben zu spät zu beginnen.
- Stanislav Lec -
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