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Anonym
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23. Mai 2003, 14:42
Beitrag #1 von 7
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indesign> pdf oder indesign> postscript> distiller> pdf


hallo zusammen

als erstes möchte ich gleich erwähnen dass ich nicht aus der druckbranche bin und somit wahrscheinlich hier zum teil nur bahnhof verstehe :-(

meine frage: ich benutze indesign auf hobby ebene um flyers, kleiner brochuren, posters etc zu machen. bis jetzt habe ich meistens direkt aus indesign ein pdf generieren lassen um diese in den druck (farblaser oder 4 farben druck) zu geben.
nun hat mir gestern jemand gesagt sie wurden aus indesign zuerst eine postscript datei erzeugen, diese danach im distiller reinladen und erst dann ein pdf generieren.
kann mir jemand erklären warum man dies macht, vorteile und nachteile im vergleich wie ich es bis jetzt gemacht habe ???

besten dank für die hilfe

gruesse aus der schweiz Top
 
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Jens Naumann  M 
Beiträge: 5108
23. Mai 2003, 15:06
Beitrag #2 von 7
Beitrag ID: #36652
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indesign> pdf oder indesign> postscript> distiller> pdf


Hallo anonymer Schweizer,

ich glaube, der größte Unterschied besteht in den Schriften. Direkt aus InDesign exporte PDFs enthalten Doppelbyte-Fonts. InDesign speichert jeden Font in dieses Format um, weil es eigentlich zukunftsweisend ist. Durch das zusätzliche Byte mehr lassen sich in einer Schrift wesentlich mehr Zeichen unterbringen (siehe OpenType-Schriften) als in herkömmlichen Type-1-Schriften. Aber es können noch lange nicht alle Weiterverarbeiter mit diesem Schriftenformat auch wirklich arbeiten.

Das ist auch der Grund, weshalb ich meine PDFs nach wie vor über den Distiller erzeuge. Zusätzlich habe ich so die Gewissheit, dass alle meine PDFs - auch aus anderen Programmen - auf die gleiche Weise erstellt werden. Ich empfinde das als eine gewisse Produktionssicherheit.

Für tiefergehende Infos musst Du auf bessere Spezialisten als mich warten. Da steige ich dann auch aus.

Grüßle,
Jens

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j.naumann@verlag-straubinger.de
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Michel Mayerle
Beiträge: 1047
23. Mai 2003, 15:16
Beitrag #3 von 7
Beitrag ID: #36657
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indesign> pdf oder indesign> postscript> distiller> pdf


Hallo anonymer Poster

Die Frage wurde hier schon sehr oft gestellt, daher werde ich versuchen mich kurz zu fassen:

Ein PDF-Export, wie Adobe InDesign 2 ihn anbietet, verlangt nach einem modernen Workflow in der Weiterverarbeitung. Aufgrund der Tatsache, dass Adobe InDesign beim PDF-Export sogenannte CID-Fonts in die PDF-Datei schriebt, können diese Schriften nur von einem (am besten original Adobe) PostScript-Interpreter ab Version 3011.106 korrekt interpretiert werden. Leider werden solch aktuelle RIPs (noch) recht selten eingesetzt, was natürlich ein Problem bei der Ausgabe von direkt exportierten PDFs darstellt. Die CID-Fonts werden übrigens deshalb in die PDF-datei geschrieben, weil InDesign Unicode-fähig ist, was einfach erklärt einer internationel konsistenten Schriftcodierung gleichkommt. Dadurch können bis zu 65 553 Zeichen eines Fonts eingebettet werden, was den Einsatz dieser Schrifcodierung auch in anderen Ländern ermöglicht, die weitaus grössere Zeichensätze verwenden.

Erzeugt man hingegen eine PostScript-Datei aus Adobe InDesign und distillt diese mit Adobe Acrobat Distiller, so werden keine CID-Fonts in die resultierende PDF-Datei eingebettet. Das heisst, die PDF-Datei enthält Schriften, die denen des Layouts entsprechen, also zum Beispiel Type1-, TrueType- oder OpenType-Schriften. Aus Sicht der Weiterverarbeitung und Ausgabe von PDF-Daten ist daher eine Verwendung solcher PDF-Daten problemloser, weil jetzt auch ältere RIPs eingesetzt werden können.

Wenn Sie also nicht wissen, über welche technische Ausstattung Ihr Dienstleister verfügt, können mögliche Probleme durch den Einsatz des Distillers zur PDF-Erzeugung minimiert werden.

Der PDF-Export ist jedoch in keiner Hinsicht qualitativ schlechter, als die PDF-Erzeugung auf konventionellem Wege. Leider interpretieren viele Leute die oben erwähnten Aussagen falsch und sind der Meinung, der PDF-Export entpsreche nicht den Qualitativen Anforderungen an eine Highend.PDF-Datei. Der PDF-Export ist seiner Zeit schlicht und einfach manchmal ein wenig voraus :-) Beim PDF-Export erfolgt die PDF-Erstellung über vollkommen legitime Konstrukte, die jedoch noch nicht von allen Ausgabegeräten korrekt interpretiert werden können.

Jetzt ist die Antwort trotzdem etwas länger ausgefallen. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Antwort dienen konnte und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüsse
Michel Mayerle
http://www.ulrich-media.ch

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Anonym
Beiträge: 22827
26. Mai 2003, 13:04
Beitrag #4 von 7
Beitrag ID: #36949
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indesign> pdf oder indesign> postscript> distiller> pdf


vielen dank für die hilfe! kennt ihr zufälligerweise auch noch
ein gutes buch über prepress, etc.

oli
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Doc.T
Beiträge: 135
26. Mai 2003, 14:03
Beitrag #5 von 7
Beitrag ID: #36971
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indesign> pdf oder indesign> postscript> distiller> pdf


Hallo,

war letzt bei der Acrobat 6 Tour in Stuttgart und da sagte jemand von Impressed das wenn man mit Tranzparenzen arbeitet es besser wäre das PDF aus InDesign heraus zu schreiben.

Gruß
Tim Engel
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Haeme Ulrich
Beiträge: 3102
26. Mai 2003, 17:47
Beitrag #6 von 7
Beitrag ID: #37040
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indesign> pdf oder indesign> postscript> distiller> pdf


Nur wenn die Transparenzen erhalten bleiben sollen. Dies ist sogar nur mit dem Direktexport möglich, weil der andere Weg über PostScript führt und PostScript keine Transparenz kennt.

Herzliche Grüsse
Haeme Ulrich
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als Antwort auf: [#36644] Top
 
Doc.T
Beiträge: 135
26. Mai 2003, 17:59
Beitrag #7 von 7
Beitrag ID: #37051
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indesign> pdf oder indesign> postscript> distiller> pdf


Danke Herr Ulrich das ist sehr gut zu wissen.

Gruß
Tim Engel
als Antwort auf: [#36644] Top
 
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