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lori
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2. Dez 2003, 09:17
Beitrag #1 von 11
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pdf-Export


Guete Moorge mitenand

Einen zweifarbigen Buchumschlag (schwarz und Pantone-Farbe) setze ich in der Futura, exportiere die ID-Datei ins pdf und lasse beide Dateien auf einem Epson 7600 proofen in einer der qualitativ hochstehendsten Druckereien der Nordwestschweiz.
Das ID-Dokument wird richtig ausgedruckt, beim pdf erscheinen die kursive Titelzeile und eine kursive Auszeichnung im Rückseitentext des UGs plötzlich gerade ("roman"). In der Titelzeile ist sogar der Querstrich des "T" (erster Buchstabe) angeschnitten.
Hat jemand eine Ahnung, weshalb das geschehen ist? Wer kennt ähnliche Probleme? Kann ich mich nicht zu Hundert Prozent auf den pdf-Export aus ID verlassen?

Danke für Eure Hilfe und weiterhin einen schönen föhnigen Tag!

Lori Top
 
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Robert Zacherl p
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2. Dez 2003, 10:49
Beitrag #2 von 11
Beitrag ID: #60956
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pdf-Export


Frau Lorenz,

sind Sie sicher, dass die Schriften im PDF eingebettet sind? Es klingt so als ob die Fonts fehlen und durch die Acrobat Substitutionsschriften (AdobeSerifMM oder AdobeSansMM) wiedergegeben werden würden.
Öffnen Sie die PDF-Datei und kontrollieren Sie den Status der Dokumentschriften mit Hilfe der entscprechenden Funktion die Sie rechts oben in der Ecke des Dokumentfensters unter dem kleinen schwarzen Pfeil finden. Wenn dort nicht "Eingebettet" oder "Eingebettet, Untergruppe" hinder den Schriftnamen steht, dann trifft meine Vermutung zu.

In diesem Fall haben Sie falsche Exporteinstellungen in Adobe InDesign verwendet.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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lori
Beiträge: 52
2. Dez 2003, 11:26
Beitrag #3 von 11
Beitrag ID: #60964
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pdf-Export


Lieber Robert Zacherl

Den Pfeil da oben rechts habe ich nicht gefunden, oder dann nur Menüs zum Kontrollieren von Änderungen usw. Aber unter den Dokument-Eigenschaften finde ich alle Schriften aufgelistet, die ich in ID eingebettet hatte (via preflight und verpacken): Futura in vier Schnitten und mehr hatte das Dokument ja nicht.

Vielleicht noch eine andere gute Idee?

Danke trotzdem und schöne Grüsse

Lori (männlich ...)
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Robert Zacherl p
Beiträge: 4153
2. Dez 2003, 11:37
Beitrag #4 von 11
Beitrag ID: #60968
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pdf-Export


Hallo Herr Lorenz (sorry hatte Lori als Frauenname eingestuft),

die Tatsache, dass Sie ein offenes InDesign-Dokument per Verpacken-Funktion sammeln, sagt nichts über den Einbettungsstatus der Schriften beim Drucken oder PDF-Export aus. Ersteres dient dazu ein offenes Dokumentformat komplett von A nach B transportieren zu können. Beim Drucken und Exportieren müssen Sie aber zusätzlich auf korrekte Einstellungen achten und u.a. eben das Einbetten der Fonts signalisieren.

Deshalb nochmals meine Frage: Steht hinter jedem Schriftschnitt der in den Acrobat Dokumentschriften angezeigt wird, das Wort "Eingebettet" bzw. "Eingebettet, Untergruppe"? Wenn nicht, dann sind die Schriften definitiv nicht im PDF enthalten und Sie hatten im Druck- bzw. Exportdialog nicht die Optionen für die Schrifteinbettung aktiviert.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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lori
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2. Dez 2003, 11:47
Beitrag #5 von 11
Beitrag ID: #60971
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pdf-Export


Lieber Herr Zacherl

Schon gut wegen meiner Weiblichkeit ...

Also folgendes steht unter den Dokumenteigenschaften:

Futura-BookOblique (eingebettete Untergruppe)
Typ: Type1 (CID)
Kodierung: Identity-H

und dies steht auch die anderen verwendeten Schnitte wie
Futura-LightOblique
Futura-Book
Futura-Bold

Übrigens: Auf dem Bildschirm werden die Schriften kursiv angezeigt, die im Druck dann gerade erschienen ...

Hilft Ihnen das weiter?

Gruess
Lori
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Robert Zacherl p
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2. Dez 2003, 11:56
Beitrag #6 von 11
Beitrag ID: #60977
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pdf-Export


Herr Lorenz,

ok, das die Schriften am Bildschirm noch korrekt angezeigt werden ist eine wichtige 8bislang fehlende) Informationen. Zusammen mit ihrer Aussage, dass die Fonts laut "Dokumentschriften"-Funktion tatsächlich eingebettet sind heißt das, dass das Problem nicht auf PDF-Ebene, sondern auf Ausgabeebene besteht.
Das wiederum bedeutet, dass Sie entweder
- beim Drucken des PDFs einen falsch konfigurierten Druckertreiber einsetzen, der die Fonts nicht korrekt mit ausgibt
- oder einen Drucker einsetzen, der evtl. nicht in der Lage ist die CID-Fonts, die in einer aus Adobe InDesign exportierten PDF-Datei enthalten sind, korrekt wiederzugeben. Um welchen Drucker handelt es sich? Ist er PostScript-fähig?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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lori
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2. Dez 2003, 11:57
Beitrag #7 von 11
Beitrag ID: #60978
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pdf-Export


Lieber Her Zacherl

Den Drucker nannte ich bereits oben: Epson 7600. Ob er postscriptfähig ist, muss ich mit meiner Druckerei kurz abklären. Ich schreib Ihnen danach nochmals.

Gruess
Lori
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lori
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2. Dez 2003, 12:04
Beitrag #8 von 11
Beitrag ID: #60980
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Tja, Herr Zacherl,

es wird wohl Nachmittag werden: es ist Mittagspause in der Schweiz.

Gruess
Lori
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Anonym
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2. Dez 2003, 15:41
Beitrag #9 von 11
Beitrag ID: #61031
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pdf-Export


Lieber Herr Zacherl

Ich muss mich morgen wieder melden. Habe bis jetzt noch nichts gehört und muss gleich weg.

Danke für Ihre Hilfe und einen schönen Abend wünscht Ihnen

Lori
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Anonym
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3. Dez 2003, 10:19
Beitrag #10 von 11
Beitrag ID: #61110
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pdf-Export


Guten Morgen Herr Zacherl

Also es scheint schon so zu sein, dass ein pdf, direkt aus ID erstellt, nicht 100 %-ig fürs Drucken zu gebrauchen ist.
Meine Druckerei hat aus meinem ID-Dokument selber ein pdf generiert: nicht zu gebrauchen, die kursive Schrift wird gerade.
Lapidar ist somit fest zu halten, dass die alte (und übrigens auch von pdf-Papst Jäggi immer noch so empfohlen) Vorgehendsweise, Postschript-Datei schreiben und via Distiller pdf erstellen, der einzige sichere Weg ist für ein pdf 1:1 zur ID-Datei.
Das schockiert mich natürlich, weil Adobe grossmaulig verspricht, dass der pdf-Export aus ID 100 %-ig funktioniert.
Ist das wiedermal die amerikanische Grossmaul-Klappe?

Freundliche Grüsse

Lori
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Robert Zacherl p
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3. Dez 2003, 11:00
Beitrag #11 von 11
Beitrag ID: #61117
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pdf-Export


Herr Lorenz,

diese Schluß wird häufig gezogen. Ich halte ihn aber für falsch.
Am PDF-Export von Adobe InDesign ist nichts schlechtes. Im Gegenteil. Die hier zum Einsatz kommende Technologie ist dem klassischen PostScript/Distiller-Workflow sogar überlegen.

Was den Export kritisch macht ist die Tatsache, dass die generierten PDF-Dateien einfach anspruchsvoller in der Weiterverarbeitung sind. Der Hauptgrund ist in der Art und Weise der Schriftkodierung (CID-Kodierung, Doppelbyte-Fonts) zu sehen. Diese macht sehr moderne, 100%ig Adobe-konforme PostScript-Ausgabesysteme erforderlich. Wenn man diese nicht besitzt bzw. einsetzen kann, dann sollte man tatsächlich besser den klassischen Weg beschreiten.
Über kurz oder lang wird sich jedoch aus diversen Gründen der native PDF-Export in der Druckvorstufe durchsetzen. Es liegt dann an den Geräteherstellern dafür zu sorgen, dass solche Daten fehlerfrei verarbeitet werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Zacherl

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