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3 Lesezeichen für farbmanagement

Indesign ändert Graustufenbilder
@Vollprofis: wir reden hier von einer Abizeitung!
Sämtliche Ratschläge, die den dabei annehmbaren Ausbildungsstand und Budget nicht berücksichtigen, sind recht sinnlos, oder?

Da jemand, der gewöhnt ist, tagtäglich den allerhöchsten Qualitätsansprüchen zu genügen, anscheinend nicht über seinen Profischatten springen kann, schreibe ich mal auf, was ich für machbar halte, ohne dass Dani erst mal ein Polygrafendiplom erlangen muss.
Ich bitte darum, dass jedes "Ja, aber" eine gleich einfache Alternative nennt.

  1. Stimmen Sie die Farbeinstellungen in Photoshop und InDesign aufeinander ab.

    • Dazu fragen Sie Ihre Druckerei als erstes, in welchem CMYK-Farbraum Sie arbeiten sollten. Falls Ihre Druckerei Ihnen das nicht sagen kann, laden Sie sich hier das ICC-Profil "ISO Coated v2" herunter und installieren es. (Auf dem Mac: legen Sie es in /Library/ColorSync/Profiles", unter Windows: Rechtsklick und "installieren")

    • Dann rufen Sie in InDesign und Photoshop unter "Bearbeiten" den Punkt "Farbeinstellungen" auf und stellen für CMYK und am besten auch RGB die gleichen Profile ein. Das von der Druckerei empfohlene, oder eben "ISO Coated v2".

    • Wie Sie sehen, bietet Photoshop im Gegensatz zu InDesign auch noch einen Graustufen-Farbraum an. InDesign nimmt für Graustufenbilder an, sie lägen im ISO Coated vor, Photoshop folgt der konkreten Einstelllung. Wenn die vom CMYK-Farbraum abweicht, wird es auch Abweichungen in der Darstellung zwischen Graustufe@Photoshop und Graustufe@InDesign geben.

    • Wählen Sie also für "Grau" den Punkt "Graustufeneinstellung laden" und suchen die Datei vom ICC-Profil, das Sie für CMYK verwenden. Es steht dann "Schwarze Druckfarbe - ISO Coated v2" im Dropdown Menü.


  2. InDesign weist einem Dokument seine Farbräume zu in dem Moment, wo sie erstellt werden. Falls Sie in den Farbeinstellungen etwas geändert haben, aber schon Dokumente angelegt haben (was ich vermute), öffnen Sie die Dokumente und weisen ihnen unter Bearbeiten > Profil zuweisen das neue CMYK-Profil zu.

  3. Bearbeiten Sie Ihre Bilder in Photoshop wie gehabt mit der "Schwarz/Weiß" Einstellung in RGB und wandeln vor dem Speichern in Graustufen um (Bild > Modus > Graustufen)

  4. Platzieren Sie die Graustufenbilder in InDesign. Möglicherweise, wenn keine Transparenz auf der Seite ist, sehen sie immer noch ein wenig zu hell aus. Schalten Sie unter Ansicht die Überdruckenvorschau ein, damit sich InDesign mit der Farbdarstellung mehr Mühe gibt. Achtung: dadurch werden alle Bilder in hoher Auflösung gezeigt, was die Performance beeinträchtigt. Verwenden Sie die Überdruckenvorschau ggf. nur zur Kontrolle.

  5. Achten Sie darauf, dass beim Erzeugen der PDF-Datei, die zur Druckerei geht, nicht ein anderes ICC-Profil als Ausgabeprofil verwendet wird als das oben definierte.



Wenn Sie die Schritte befolgen und es gibt weiterhin eklatante Darstellungsunterschiede zwischen Photoshop und InDesign und dem erzeugten PDF, dann müssten wir sehr viel genauer wissen, was Sie machen. Schritt für Schritt jeden Mausklick mit Beispieldateien.
...
Gerald Singelmann
27. Jan 2011, 09:58
ID-CS3 PDF-Export erzeugt grundsätzlich Objekte mit Farbprofil ?
Hallo,

also hier noch mal meine Erkenntnisse:

ID-CS2:
Wenn man beim PDF-Export den Standard "PDF/X-1a" wählt, dann springt die Einstellung bei Ausgabe automatisch um auf:
- Farbkonvertierung: "In Zielprofil konvertieren (Werte erhalten)"
- Berücksichtigung der Profile: "Profile nicht einschließen" aber ausgegraut
Das ist auch logisch, da er ja zu CMYK konvertieren muß und keine Profile erlaubt sind. Im PDF landet nur Device-CMYK.

Wenn man beim PDF-Export den Standard "PDF/X-3" wählt, dann springt die Einstellung bei Ausgabe automatisch um auf:
- Farbkonvertierung: "keine Farbkonvertierung"
- Berücksichtigung der Profile: "Alle Profile einschließen" aber ausgegraut
Das kann man auch nachvollziehen, denn die Bedingungen für X3 sind somit erfüllt. Interessant ist allerdings, daß nur bei Objekten ein Profil angetagged wird, die vom Ausgabefarbraum abweichen, die also im PDF anschließend noch zu CMYK konvertiert werden müssen.

Will man aber trotz X3 mit definiertem CMYK arbeiten und schaltet bei Farbkonvertierung um auf "In Zielprofil konvertieren (Werte erhalten)" dann kommt:
- Berücksichtigung der Profile: "Zielprofil einschließen" aber ausgegraut
Im PDF landet nur Device-CMYK, da offensichtlich das ausgegraute berücksichtigt wird, d.h. die Funktion zur Einbettung der Profile wird NICHT berücksichtigt.



ID-CS3:
"PDF/X-1a" verhält sich wie ID-CS2.
Im PDF landet nur Device-CMYK.

Wenn man beim PDF-Export den Standard "PDF/X-3" wählt, dann springt die Einstellung bei Ausgabe automatisch um auf:
- Farbkonvertierung: "keine Farbkonvertierung"
- Berücksichtigung der Profile: "Alle RGB-Profile und CMYK-Quellprofile mit Tags einschließen" aber ausgegraut
Der Text bei den Profilen ist also geändert worden und beschreibt es besser, daß nur bei Objekten ein Profil angetagged wird, die vom Ausgabefarbraum abweichen, die also im PDF anschließend noch zu CMYK konvertiert werden müssen. Das Verhalten ist also ebenfalls identisch wie in ID-CS2.

Will man aber trotz X3 mit definiertem CMYK arbeiten und schaltet bei Farbkonvertierung um auf "In Zielprofil konvertieren (Werte erhalten)" dann kommt:
- Berücksichtigung der Profile: "Zielprofil einschließen" aber ausgegraut
Die Anzeige des Export-Dialogs ist also identisch zu ID-CS2. Aber wo bei CS2 der ausgegraute Bereich nicht berücksichtigt und nur Device-CMYK im PDF erzeugt wurde wird bei CS3 hingegen die Funktion des ausgegrauten Feldes voll honoriert, da offensichtlich alle Zielprofile eingeschlossen werden. Und das bedeutet, daß zwar CMYK-Objekte im PDF sind, aber keineswegs Device-CMYK, sondern komplett mit Profil getagged.

Hat mal jemand Lust das gegenzuchecken? Oder eine Bewertung dessen abzugeben?

Also ich glaube, ich bin damit nicht wirklich glücklich. Ich kann da zwar kein Fehlverhalten erkennen, denn es ist ja alles logisch, aber ich denke, daß führt noch zu Verwirrungen bei einigen Anwendern. Also ich werde dann erstmal nur X-1a aus CS3 erstellen bis ich weitere Erkenntnisse habe. Man müsste das Feld zur Profileinbettung als User beeinflussen können anstatt es ausgegraut zu sehen, das wäre gut in meinen Augen. Das wäre ja auch nicht tragisch. Wenn ich sowieso in das Zielprofil konvertiere, dann könnte ich als mündiger User auch das beeinflussen.

Gruß
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rohrfrei
14. Mai 2007, 17:40
|||| Farbe rein, Farbe raus: Das neue Farbmanagement in QuarkXPress 7
Ein Artikel von Georg Obermayr (www.georgobermayr.de) Mit der Einführung von QuarkXPress 7 kommt für viele ein Thema auf den Tisch, dass bislang oftmals ausgeklammert wurde: Farbmanagement im Layoutprogramm. Denn in QuarkXPress 7 ist das Farbmanagement immer “eingeschaltet”. In diesem Artikel versuche ich, die Philosophie hinter dem Farbmanagement-System von QuarkXPress verständlich zu machen und ein paar Fallstricke aufzuzeigen, die bei der unbedachten Übernahme von Daten entstehen können.
mehr: http://hilfdirselbst.org/...e_raus_das_neue.html
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HDS
25. Mai 2006, 17:01