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Mac OS X enthält verschiedene integrierte Werkzeuge und Technologien, mit denen sich gängige Aufgaben schnell und einfach automatisieren lassen.
Gast
Beiträge: 125
2. Apr 2003, 13:24
Beitrag #1 von 3
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textcopy fuer mac osx


hallo zusammen,
ich hab das problem eine quark 4 datei bekommen zu haben, ohne quark selbst zu besitzen. ist es moeglich per apple-script den gesamten textinhalt (nicht verkettete textboxen!) des dokuments zu kopieren um den text z.b. in apple works zu bearbeiten???

bin fuer jede hilfe dankbar,
gruss juergen Top
 
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Hans Haesler  M  p
Beiträge: 5414
2. Apr 2003, 16:22
Beitrag #2 von 3
Beitrag ID: #418089
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textcopy fuer mac osx


Hallo juergen,

die einfachste Lösung: finde jemanden, welcher QuarkXPress 4 oder 5 hat. Der kann das Dokument öffnen, die Texte auswählen und im
ASCII-Format exportieren. Manuell oder per Script. Wenn Du niemanden findest, dann schicke mir das Dokument. Das ist ein Angebot.

Eine andere Lösung: Das XPress-Dokument mit einem Texteditoren öffnen. Zum Beispiel mit "Word" oder mit "BBEdit Lite 4.0".
Das XPress-Dokument auf das BBEdit-Icon im Programm-Umschalter oder auf den Klickstarter ziehen. Oder auch mit Befehl-O, aber dann
das Pop-up-Menü "File Types" auf "Any File" stellen, damit das Dokument im Auswahlfenster sichtbar wird.

Ergebnis: zu Beginn stehen zwei umgekehrte Fragezeichen, dann "MMXPR3" und wieder jede Menge verkehrter Fragezeichen. Dazwischen
auch Lesbares wie "HelveticaNeue-Roman" oder PostScript-Befehle. Ganz am Schluss kommt dann der Text. Gut erhalten. Man muss ihn nur
auswählen und eventuell in ein neues Fenster kopieren, damit man ihn als Textdatei speichern kann.

Aber aufgepasst: so kann man eventuell auch Textteile erwischen, welche der Autor mal im XPress importiert, aber wieder gelöscht hat.

Hans Haesler, hsa@ringier.ch
als Antwort auf: [#418088] Top
 
Hans Haesler  M  p
Beiträge: 5414
2. Apr 2003, 21:59
Beitrag #3 von 3
Beitrag ID: #418090
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textcopy fuer mac osx


Ach ja: natürlich kann man AppleScript auch einsetzen, um das Textfile direkt zu erstellen. Allerdings mit sämtlichen unsichtbaren
Steuer- und Sonderzeichen. Den wirklichen Text per Script daraus herauszufiltern, ist mehr oder weniger ein "Blinde-Kuh-Spiel",
weil man die Eingrenzungszeichen nicht kennt. Zudem gibt es fast sicher einen Absturz des Script-Editors, weil er mit ASCII 0
nicht zurande kommt.

Angenommen, das Dokument heisst "test_dokument.qxd" und befindet sich im Ordner "versuch" auf der Harddisk. Zuerst wird einer
Variablen der Pfad zum Order zugewiesen. Dann wird sämtlicher Code des QuarkXPress-Dokuments in eine Variable gelesen. In der
dritten Zeile wird der Pfad, inklusive Name der zu erzeugenden Textdatei, vorbereitet.

Dann wird versucht, die Textdatei mit Schreib-Erlaubnis zu öffnen. Wenn die Datei noch nicht existiert, dann wird sie leer angelegt.
Mit dem nächsten Befehl wird das 'eof' (= end of file = Ende der Datei) auf 0 (= Null) gesetzt. Wenn die Datei schon existiert,
wird damit der Inhalt gelöscht. Dann wird die Textkette 'qxdString', welche sich immer noch im Speicher befindet, in die Datei
'txtString', das heisst in "qxdText.txt" im Ordner "versuch" geschrieben. Zum Schluss wird die Datei 'txtString' geschlossen.

All dies ist mit einem 'try wrapper' (einem "Versuche-Wickel") umgeben. Wenn bei einer der vier Aktionen ein Fehler auftritt, dann wird
im Abschnitt 'on error' versucht, die Datei zu schliessen. Wenn sie offen bleibt, kann sie nicht für erneutes Speichern benutzt werden.
---
set aFolder to "Macintosh HD:versuch:"
set qxdString to read file (aFolder & "test_dokument.qxd")
set txtString to (aFolder & "qxdText.txt")

try
  open for access file txtString with write permission
  set eof of file txtString to 0
  write qxdString to file txtString
  close access file txtString
on error
  try
    close access file txtString
  end try
end try
---
Die resultierende Textdatei könnte mit Doppelklick geöffnet werden. Aber weil sie den SimpleText-Creator zugewiesen hat, ist letztere
mit Mengen von über 32'000 Zeichen überfordert. Deshalb mit einem leistungsfähigeren Editoren öffnen.

Hans Haesler, hsa@ringier.ch
als Antwort auf: [#418088] Top